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Was ist Yoga und was kann es?

Wer Yoga praktiziert, der lebt gesünder, hält sich fitter und ist im Einklang mit sich selbst. Wo Yoga herkommt und welche Auswirkungen es tatsächlich auf den Körper hat.

Yoga ist eine lang-bewährte Praxis, die heutzutage überall auf der Welt betrieben wird
Yoga ist eine lang-bewährte Praxis, die heutzutage überall auf der Welt betrieben wird Yoga ist eine lang-bewährte Praxis, die heutzutage überall auf der Welt betrieben wird iStock

Geschichte und Herkunft von Yoga

Neben der indischen Heilkunst Ayurveda und dem chinesischen Taoismus ist Yoga eine der ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen und seiner Gesundheit beschäftigen. Der Yoga kommt aus Indien und bezeichnet dort nicht nur eines der sechs großen philosophischen Systeme auf die Wirklichkeit, sondern auch eine Methode der Geistesschulung.

Yoga hat eigentlich einen religiösen Ursprung, von dem es sich allerdings vor etwa 2000 Jahren losgelöst hat. Generell gilt: Der Erkenntnisweg kann sowohl vom Gläubigen wie auch vom Atheisten und Skeptiker beschritten werden.
Heutzutage wird Yoga größtenteils in Zusammenhang mit dem Aspekt der Selbstfindung, der Selbstverwirklichung und der Spiritualität ausgeübt. Deshalb wird Yoga auch als weitaus authentischer und puristischer empfunden und hat sich zu einem wahren Trend etabliert, ohne dabei seine wirkliche Essenz zu verlieren. Eine Studie aus dem Jahr 2014 vom BDY ergab, dass 2,7 Millionen Deutsche Yoga praktizieren und es insgesamt rund 6.000 Yogastudios und –schulen gibt.

Welche Yoga Arten gibt es?

Mittlerweile gibt es um die 100 Yoga-Arten, die sich untereinander ergänzen, immer anders gelehrt werden und mehr oder weniger für gewisse Altersgruppen geeignet sind. Grundsätzlich kann jeder Yoga machen, selbst Yoga mit dem Partner erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Besonders populär ist das viel praktizierte Hatha-Yoga, welches den Übenden Methoden zur Zurückführung und zur Einheit mit Gott aufzeigt.
Kundalini Yoga ist ein Yoga-Stil der erst in den 1960er Jahren eingeführt wurde und schnelle, langanhaltende Bewegungsabläufe beinhaltet. Häufig werden diese zu rhythmischer indischer Musik ausgeführt. Bikram Yoga ist die ursprüngliche Form des Hot Yoga und eine ebenso sehr beliebte Form. Wer es effizienter und dynamischer mag, der sollte Power Yoga ausprobieren, bei dem kraftvolle Yoga-Übungen mit gezielten Atemtechniken angewendet werden. Sollten Sie Rücken und/oder Knieprobleme haben, dann empfiehlt sich Iyengar Yoga: Atmung und Geist, lange gehaltene, dynamische Bewegungen und ein beruhigtes Bewusstsein sind die Quintessenz. Dass sich auch in der Schwerelosigkeit Ruhe und Entspannung findet lässt, lehrt Aerial Yoga. Hierbei werden typische Yoga-Übungen mit Elementen aus der Luftakrobatik vereint, indem man die Übungen an einem Tuch absolviert.

Was bringt Yoga?

Die meisten Menschen praktizieren Yoga, weil sie in einen Zustand der absoluten Tiefenentspannung und Unabhängigkeit versetzt werden möchten. Neben der inneren Ruhe wirkt sich Yoga auch positiv auf Ihre Gesundheit aus und wird deshalb in der Medizin auch empfohlen. Innere Ausgeglichenheit führt zu mehr Vitalität und Kraft des Körpers, sodass das Immunsystem gestärkt wird und die Anfälligkeit für Krankheiten sinkt. Yoga bewirkt den Abbau von Verspannungen und Schmerzen und sinkt nachweislich sogar das übliche Auftreten von Altersbeschwerden. Langes und richtiges Praktizieren fördert erheblich die Beweglichkeit, erweitert das Bewusstsein von schädigendem Verhalten und ermutigt Sie zu mehr Selbstbewusstsein, Sicherheit und Selbstvertrauen. Kurzum: Sie gewinnen durch Yoga an mehr Lebensfreude, mehr Wohlbefinden und mehr Energie.

Übrigens: Die einzelnen Yoga-Übungen (sogenannte Ansas) sind so konzipiert, dass sie bestimmte Aspekte des Körpers ansprechen. So lassen sich zum Beispiel auch Verdauungsbeschwerden gezielt lindern.

Eignet sich Yoga zum Abnehmen?

Wer darauf wartet, mit Yoga in Rekordzeit zu einem Traumkörper zu gelangen und dadurch lästige Pfunde zu verlieren, den müssen wir enttäuschen. Grundsätzlich kann man sagen, dass Yoga gezielt das Abnehmen unterstützt, natürlich verbrennt man dabei nicht so viele Kalorien wie beim Joggen. Bei einer Hatha-Yoga-Stunde kann man zwischen 130 und 200 Kalorien verbrennen. Beim Bikram Yoga sieht das Ganze schon anders aus. Die Hitze kurbelt den Kreislauf enorm an, sodass zwischen 500 bis 700 Kalorien verbrannt werden können. Dennoch dient Yoga in erster Linie dazu, fitter zu werden und mit sich selbst in Einklang zu kommen. Dass der Körper geformt und Fett verbrannt wird, ist ein schöner Nebeneffekt.

Yoga Fun-Facts

  • Beim Yoga atmet man durch die Nase, damit die Nasen-Härchen die Luft filtern
  • Das symbolische „Om“ beim Yoga, kommt aus der hinduistischen Philosophie und soll das primitive Geräusch des Universums sein und ist mit dem Gewissen verbunden (der sogenannten Region des „dritten Auges
  • Yoga soll angeblich die Beziehung positiv beeinflussen – man werde gelassener dem Partner gegenüber, wodurch Streitereien vermieden werden sollen
  • 2002 wurde „Doga“ eingeführt – Yoga für Hunde. Die Besitzer können entweder mit Ihren Hunden gemeinsam Übungen ausführen, oder sie überlassen es ihrem Vierbeiner allein. Der Gedanke eines gemeinsamen Sonnengrußes ist schon irgendwie komisch …
  • Yoga erhöht die Wahrscheinlichkeit, beim Sex einen Orgasmus zu haben. Kommt Frau zum Höhepunkt, kommt es zum rapiden Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur. In der Yoga-Praxis bezeichnet man diese Muskulatur als moola bandha – gezielte Übungen stärken die Muskulatur, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt.
  • Zu den elementarsten Yoga Übungen, Asanas genannt, zählt der Sonnengruß (Surya Namaskar): eine dynamische Yoga Übung zum Aufwärmen. Die Yoga Übung aktiviert den Körper und belohnt am nächsten Tag mit einer Extraportion Muskelkater. Zum genauen Ablauf der Yoga-Übung Sonnengruß: Von der Berghaltung geht es in die gestreckte Berghaltung, danach in einer fließenden Bewegung in die stehende Vorwärtsbeuge, sowie in den sogenannten herabschauenden Hund. Durch eine Verlagerung der Schultern gelangen Sie in die Kobra, verweilen dort kurz und halten Ihr Körpergewicht danach mit angewinkelten Armen in der Acht-Punkt-Stellung wenige Zentimeter über dem Boden. In umgekehrter Reihenfolge gelangen Sie wieder in die Ausgangsposition
  • Der Lotussitz ist neben dem Sonnengruß die meist verbreitete und bekannte Position des Yoga. Sie symbolisiert die perfekte Symmetrie und die Schönheit der Lotusblume

Der Sonnengruss - perfekt für einen guten Start in den Tag
Der Sonnengruss - perfekt für einen guten Start in den Tag Der Sonnengruss - perfekt für einen guten Start in den Tag Getty Images

Für alle Yoga-Fans

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Buch Cover Yoga PR

Für das Thema wurde "Das große Yoga-Buch" von Anna Trökes, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag, 7. Auflage 2006 zu Hilfe gezogen.

Anna Trökes ist eine der profiliertesten Yogalehrerinnen und -autorinnen im deutschsprachigen Raum. Das Buch eröffnet Anfängern und Fortgeschrittenen die ganze faszinierende Welt des Yoga, von der Philosophie über die Grundlagen des Übens bis hin zu Asanas, Atem- und Meditationsübungen.

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