Coronavirus

Weltärzte-Präsident: Ab 20.000 Neuinfektionen pro Tag ist Lockdown unausweichlich

Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery hält einen erneuten Shutdown ab einer Zahl von 20.000 Neuinfektionen für unvermeidbar

Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery und seine Ehefrau
Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery und seine Ehefrau Foto: Getty Images

Die Nachrichten über die Zuspitzung des Coronavirus überschlagen sich täglich. Die Zahlen der Neuinfektionen steigen und knacken seit einigen Tagen die 10.000-Grenze über ganz Deutschland verteilt. Jetzt schaltet sich Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery ein. Er hält einen Lockdown ab einer Zahl von 20.000 Neuinfektionen für unausweichlich. Und auch in Sachen Impfstoff ist er eher pessimistisch gestimmt.

Darum ist ein Lockdown ab 20.000 Neuinfektionen nötig

Montgomery ist der Ansicht, dass ab einer Zahl von täglich 20.000 Neuinfektionen die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten unmöglich werden würde. Auch die regionalen Lockdowns müssten seiner Meinung nach viel früher in Kraft treten, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

Darüber hinaus sei eine ausgedehntere Maskenpflicht der Schlüssel dazu, die Kontrolle über das Virus nicht zu verlieren. Vor allem an Bildungseinrichtungen würde eine Maskenpflicht eine erneute Schließung wie etwa von Schulen vermeiden.

Impfung der Bevölkerung wird Jahre dauern

Die ganze Welt forscht an einem Impfstoff gegen Covid-19. Und schon jetzt führen einige Länder Tests am Menschen durch. Doch dass die Zulassung eines Impfstoffs mit einem Mal Schluss mit der Corona-Angst machen könnte, sieht der Weltärzte-Präsident kritisch. Er ist sich sicher, dass es bis zu drei Jahre dauern könnte, bis die gesamte Bevölkerung von einem Impfschutz profitieren wird.