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Wasser mit Geschmack: 7 gesunde Erfrischungsgetränke

Das Wasser generell gesund ist, darüber sind sich Wissenschaftler einig. Doch welche Alternativen gibt es? MADAME.de zeigt Ihnen sieben Varianten von Wasser mit Geschmack, die nicht nur lecker, sondern auch erfrischend sind

frau sitzt in grüner hängematte am Strand und hält eine Kokosnuss mit Strohhalm in der Hand
Wasser mit Geschmack: Diese 7 gesunden Erfrischungsgetränke für den Sommer müssen Sie kennen iStock

Wasser mit Geschmack: Lohnt sich das?

Sie gelten als ultrahydrierend, sollen die Haut glätten, wichtige Nährstoffe liefern und stehen bei Health-Gurus derzeit hoch im Kurs: Pflanzenwasser. Einer Studie des Zenith Global zufolge soll sich ihr Markt bis 2020 sogar verdoppeln. Aber lohnt es sich, für eine gesunde Ernährung, Ahorn, Birke und Co anzuzapfen?

drei kakteen stehen in töpfen auf einem weißen regal vor blauem hintergrund
wasser-mit-geschmack-7-gesunde-erfrischungsgetranke-Kaktuswasser Kaktuswasser schmeckt erstaunlicherweise nach Melone (1/7) iStock

Kaktuswasser

Dass Kakteen als Wüstenpflanzen der optimale Wasser- und Nährstoffspeicher sind, liegt auf der Hand. In dem nach Melone schmeckenden Trendwasser stecken Vitamine, Magnesium, Eisen und Kalzium. Plus: Die enthaltene Aminosäure Taurin (findet man oft in Energydrinks) ist ein Top-Wachmacher.

birke wird angezapft mann hält eine Tasse unter den Baum ein Tropfen kommt heraus
Theoretisch könnten Sie Birkenwasser selbst zapfen, leider wird die Birke dabei stark beschädigt und anfälliger für Pilze (2/7) iStock

Birkenwasser

Erinnert in Geruch und Geschmack an einen leicht süßlichen Joghurt. Vitamin C und Kalzium stärken das Immunsystem, und mit seiner harntreibenden Wirkung soll Birkenwasser sogar helfen, Giftstoffe auszuspülen.

ahornbaum wrd angezapft, ein glasbehälter steht unter dem mit moss bewachsenenen Baum im Wald, auf dem Boden liegen Blätter
Das Ahornwasser wird von Ende Februar bis in den frühen April gezapft und später häufig zu Ahornsirup eingekocht (3/7) iStock

Ahornwasser

Schmeckt leicht süßlich, aber leider auch muffig und fad. Dafür enthält es wenig Kalorien und viele Antioxidantien wie Mangan und Zink. Gut für Blutzucker, Schilddrüse und eine schöne Haut.

mehrere Flaschen von Avea einem Aloeveradrnk in einem Eimer mit Eis und einer Mangostanpflanze daneben
Die kalorienarmen Aloe-Vera-Drinks von Avea sind eine Mischung aus Aloe-Vera-Wasser und dem Fruchtfleisch der Pflanze. Erhältlich in vier leckeren Sorten: Honig, Mangosteen, Granatapfel und Pure (4/7) PR

Aloe-Vera-Wasser

Aloe Vera liefert unter anderem wichtige Aminosäuren, die der Körper nicht eigens herstellen kann. Es stärkt das Immunsystem, stimuliert den Darm und schmeckt dabei leicht bitter und seifig. Achtung: Besser als Wasser und nicht als Saft trinken, da dieser schnell Durchfall verursachen kann.

Artischockenwasser soll angeblich die Aufnahme von Fetten verringern (5/7) iStock

Artischockenwasser

Vor und nach schweren Mahlzeiten eingenommen, soll das leicht bitter und erdig schmeckende Pflanzenwasser angeblich die Aufnahme von Fetten verringern. Weitere Benefits: Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Galle an und entgiften die Leber.

gerste wächst auf einem Feld im Hintergrund sieht man blauen Himmel die Sonne scheint
Gerstenwasser können Sie ganz leicht Zuhause selbst herstellen (6/7) iStock

Gerstenwasser

Bereits die alten Griechen wussten um die kräftigende Wirkung von Gerstenwasser, und auch die Queen soll es jeden Tag trinken. Zu Recht, denn es liefert viel Magnesium, Eiweiß und Ballaststoffe, stärkt die Darmflora, reguliert die Verdauung und den Blutzucker. Tipp: Mit Gerstenkörnern und heißem Wasser kann man es selbst herstellen.

Mocktail alkoholfreier Cocktial im Glas mit Limette und frischer Minze neben dem Innocent Coconut Water
Das Kokoswasser von Innocent schmeckt entweder pur, oder als alkoholfreier Cocktail mit Limette und Minze (7/7) PR

Kokoswasser

Der unangefochtene Spitzenreiter der Pflanzenwasser soll viele natürliche Elektrolyte und Kalium besitzen. Ideal also nach schweißtreibenden Sport-Sessions oder für eine Rehydration an heißen Tagen. Schmeckt nussig und süß-fruchtig.

Mikroplastik: Ist Wasser schädlich?

Ob Supermodels, Beauty-Profi s oder Ärzte – sie alle schwören auf WASSERTRINKEN als Geheimnis von Schönheit und Gesundheit. Doch wie ändert sich diese Ansicht bei der aktuellen Sorge um Mikroplastik?

In Sachen Wassertrinken war man sich stets einig: Es hält den Stoff wechsel am Laufen, steigert die Konzentration, sorgt für einen schlanken Körper und eine pralle Haut. Nun wird der Benefit für Gesundheit und Aussehen neu überprüft. Der Grund: die Sorge um Mikroplastik in Ozeanen, Seen und jüngst auch im Trinkwasser. Gemäß einer Studie, die das Presseportal Orb Media veröffentlichte, wurden im Herbst 2017 in 93 Prozent der weltweit entnommenen Trinkwasserproben Plastikpartikel nachgewiesen. Und Ende letzten Jahres stellten Forscher aus Österreich sogar erstmals Plastik im menschlichen Stuhl – also im menschlichen Körper – fest. Welche Auswirkungen hat das auf die Gesundheit? „Man weiß noch nicht, wie Mikroplastik auf den Körper wirkt, doch bislang gibt es keinen Grund zur Sorge“, entwarnt Professor Ulrich Fölsch, Internist und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung bleibt dabei, dass nach dem derzeitigen Kenntnisstand ein Gesundheitsrisiko unwahrscheinlich ist. „Theoretisch könnte es sein, dass die Plastikpartikel in den Blutgefäßen, der Leber und Milz gespeichert werden und irgendwann Entzündungsreaktionen auslösen. Allerdings waren die in unterschiedlichen Studien gefundenen Plastikmengen im Trinkwasser so gering, dass wir davon zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernt sind“, so Fölsch.

zwei Wassergläser und eine Karaffe mit kaltem Wasser, Blutorange, Blaubeeren und Thymian stehen vor einer grauen Wand - Wasser mit Geschmack, 7 gesunde Erfrischungsgetränke
Anstelle von den gesunden Erfrischungsgetränken, können Sie aus Früchten, Pflanzen und Kräutern selbst Wasser mit Geschmack herstellen iStock

Was ist besser: Wasser aus Flaschen oder dem Wasserhahn?

Trinken stellt also keine Gefahr dar. Besonders gut, sagt der Experte, sei Leitungswasser, da es zum Großteil aus dem Grundwasser komme und vom Boden viel feiner vorgefiltert sei, als das die Klärwerke der Trinkwasserkonzerne leisten könnten. Für eine hohe Qualität sorgen zudem eine Trinkwasserverordnung und 6000 Wasserversorgungsunternehmen, die Leitungswasser zu dem am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland machen. Überraschend: Wasser aus dem Hahn enthält genauso viele Mineralstoffe wie das aus Flaschen. „Der Gehalt an den so wichtigen Mineralien Natrium und Magnesium ist nicht geringer als in Mineralwasser. Das teure Flaschenwasser könnte man sich also theoretisch sparen“, meint Fölsch. Auch stark kalkhaltiges Leitungswasser sei unbedenklich. „Kalk hat keinerlei negative Auswirkungen auf den Körper. Im Gegenteil: Mit Kalzium und Magnesium kann er zusätzliche Mineralien liefern.“ Und keine Sorge wegen alter Hausrohre. Sie werden von den Behörden regelmäßig kontrolliert, sodass Grenzwerte beim Blei- und Kupfergehalt nicht überschritten werden. Dennoch ist es ratsam, das Wasser in der Früh mindestens 30 Sekunden ablaufen zu lassen, dann kommt es direkt aus der Versorgungsleitung. Für alle, denen Mineralwasser besser schmeckt, hat der Internist einen Tipp: „Glasflaschen sind im Zweifel immer besser als Plastikflaschen, da diese Plastikpartikel abgeben können, vor allem bei Wärme. Deshalb sollte man Plastikflaschen auch nie in der Sonne stehen lassen.

Wie viel Wasser soll man trinken?

“Nicht nur die Art des Wassers, sondern auch die Menge spielt beim Trinken eine wichtige Rolle. Der Organismus gerät schon bei einem geringen Wassermangel aus dem Gleichgewicht. Der Körper braucht Wasser für alle Stoffwechselprozesse, das Herz- Kreislauf-System, die Wärmeregulierung und um das Blut flüssig zu halten. „Bei Flüssigkeitsmangel hält er diese Funktionen zwar eine Weile aufrecht, das geht dann aber zu Lasten anderer Stellen, aus der er sich das Wasser holen muss, wie etwa der Haut. Das Ergebnis sind trockene Stellen“, sagt Fölsch. Wie viel man nun trinken muss, damit es gar nicht erst so weit kommt, ist leicht beantwortet. „Wer seinen Flüssigkeitsbedarf genauer berechnen will, kann von 0,03 Litern pro Kilogramm Körpergewicht ausgehen“, erklärt der Internist. Ausgenommen sind Sportler und alle, die gern salzhaltig essen, denn: „Bei körperlicher Aktivität verliert der Körper zusätzlich Flüssigkeit. Salz entzieht dem Körper ebenfalls Wasser, da es nur über die Nieren ausgeschieden werden kann, wobei Flüssigkeit verloren geht.“ Dass Kaffee dem Körper direkt Wasser entziehe, sei allerdings ein Mythos. Der Flüssigkeitsverlust geschieht eher indirekt: Koffein regt die Nierenfunktion an, weswegen wiederum Flüssigkeit ausgeschieden wird. Der morgendliche Kaffee darf also trotzdem zum Tages-Trinkziel dazugezählt werden. Was dieses Ziel betrifft, merkt der Experte noch an: „Viel hilft übrigens nicht viel. Wer mehr trinkt als nötig, ist deshalb nicht extragesund. Schädlich ist es aber auch nicht, da bei einer gesunden Niere der Überschuss einfach wieder ausgeschieden wird.“

Frau hält Glas mit Wasser in der Hand, in dem Zitrone, Erdbeeren und ein Strohhalm ist, sie trägt blue Jeans und eine weiße Bluse, Wasser mit Geschmack
Infused Water ist nicht nur lecker, sondern durch die frischen Früchte auch sehr gesund iStock

Bekommt man durch viel Wasser eine schönere Haut?

Dass ausreichendes Trinken einem straffen Hautbild zugutekommt, bestätigt Professor Ulrike Heinrich, Expertin für Experimentelle Dermatologie: „Es steigert die Durchblutung und versorgt die Haut besser mit Nährstoffen. Die Zellen werden mit Wasser gefüllt und praller.“ Deshalb könne man mit Trinken sogar kleine Trockenheitsfältchen positiv beeinflussen. Auch im Hinblick auf raue Hautstellen kann Wassertrinken punkten. Das stellte sich bei der aktuellsten Studie der Biologin heraus. Eigentlich habe sie die Wirkung von Grüntee-Extrakt auf die Haut testen wollen. Dafür wurden die Probanden in zwei Gruppen unterteilt: Die eine erhielt Wasser mit Grüntee-Extrakt, die andere Gruppe ein Placebo-Getränk. „Erstaunlicherweise hat sich die Hautrauigkeit auch in dieser Gruppe erheblich verbessert – um 15 Prozent. Das ist allein der erhöhten Flüssigkeitszufuhr zuzuschreiben“, erklärt die Expertin. Da sich in der Grüntee-Gruppe Parameter wie die Hautschutzfunktionen ebenfalls positiv verändert haben, stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht weitere Tricks und Zugaben, um Wassertrinken wirksamer zu machen, wie etwa Obst und Gemüse? „Grundsätzlich geht es bei diesen ganzen schicken Getränken wie Ingwer-, Minz-, Gurken- oder Zitronenwasser eher um Geschmack als einen gesundheitlichen Vorteil. Wobei zusätzliche Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen oder Vitamine sicherlich nicht verkehrt sind“, meint Dr. Heinrich. Und ein bisschen hip darf es ja irgendwie auch sein …

3 Dinge, um mehr Wasser zu trinken

  1. Geschmacksboost: Natürliche Pflanzenextrakte in Würfelform geben Wasser fruchtige Aromen. Lecker: "Glow" mit Mango von Waterdrop, um 7 Euro
  2. Wasserzähler: Basierend auf Alter, Gewicht und Lebensstil ermittelt die App "Mein Wasser" den persönlichen Wasserbedarf und erinnert ans Trinken
  3. Flaschenglück: Integrierte Kristalle sollen kräftigen und gegen Stress wirken: Edelsteintrinkflasche "Forwver Young" von Vitajuwel, um 80 Euro
Waterdrop glow, App Wasserzähler und Flasche Forever Young von Vitajuwel zum Wassertrinken
Das sind unsere Redaktionslieblinge, um viel zu trinken PR

Dieser Artikel ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 06/19 erschienen.

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