Leben

Was macht Jane Fonda heute?

Durch Fitness-Videos wurde sie in den 1970er Jahren bekannt, später widmete sie sich der Schauspielerei. Doch was macht Jane Fonda eigentlich heute?

Jane Fonda im Portrait
Die einstige Fitness-Ikone engagiert sich mittlerweile stark im Klimaschutz Foto: Getty Images

Jane Fonda früher

Jane Seymour Fonda wird am 21. Dezember 1937 als Tochter von Henry Fonda und Frances Seymour Brokaw Fonda in New York geboren. Sie wächst mit ihrem jüngeren Bruder, Peter Fonda, in New York auf.

In ihren jungen Jahren muss Jane Fonda bereits einen großen Verlust verkraften: Nachdem ihr Vater sich wegen einer 21-Jährigen von ihrer Mutter scheiden lassen möchte, bringt sich Frances Seymour Brokaw Fonda an ihrem 42. Geburtstag in der Psychiatrie um. Den Kindern wird erzählt, die Mutter sei an einem Herzinfarkt gestorben. Erst ein Jahr später erfährt Jane Fonda aus einem Zeitungsartikel die wahre Geschichte – ein unglaublicher Schock, der sie langfristig prägen wird.

Bekanntheit durch Fitness-Videos

Ende der 70er Jahre beginnt Jane Fonda, Aerobic-Videos aufzunehmen und löst damit eine wahre Fitnesswelle aus. Später kommen Stretching- und Yoga-Videos hinzu und Jane Fonda baut sich ein Imperium im Wert von über 600 Millionen Dollar auf. Ihr Markenzeichen ist dabei vor allem ihre Strenge: Sie propagiert radikale Anforderungen an den Körper und stellt diese auch an sich selbst. Das führt dazu, dass sie 30 Jahre lang an Bulimie leidet, bis sie die Krankheit endlich überwindet und seitdem ein besseres Verhältnis zu ihrem Körper pflegt. 

Aufstieg zum Sexsymbol

Als Jugendliche beginnt Jane Fonda, sich für die Schauspielerei zu interessieren und tritt in die Fußstapfen ihres Vaters, dessen Talent sie offenbar geerbt hat. Sie fängt ein Schauspielstudium an und gibt mit 23 Jahren ihr Leinwand-Debüt. 1962 kann sie für das Drama "Je länger – je lieber“ bereits den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin mit nach Hause nehmen, international bekannt wird sie durch den Film "Wie Raubkatzen“ (1964). Ihre Hauptrolle im Actionstreifen "Barbarella“ (1968) macht sie zum Sexsymbol ihrer Zeit.

Etablierung als Charakterdarstellerin

In den 70er Jahren knüpft Jane Fonda an ihren glanzvollen Karrierestart an und etabliert sich durch Filme wie "Klute“ (1971) oder "Coming Home – Sie kehren heim“ (1978) als Charakterdarstellerin. Für beide Filme erhält sie einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Mit dem Film "Das China Syndrom“ (1979), der die Nutzung von Kernenergie kritisch betrachtet, erreicht sie eine große Aufmerksamkeit für politische Themen. Seitdem sieht man sie nicht mehr nur auf der Leinwand, sondern vermehrt auch bei Demonstrationen. 

Comeback nach 15 Jahren Auszeit

Schauspielerisch legt Jane Fonda von 1990 bis 2005 eine Auszeit ein. Der Film "Das Schwiegermonster“ mit Jennifer Lopez bringt sie dann aber wieder zurück auf die Kinoleinwände. Es folgen weitere Filme sowie 2015 eine Hauptrolle in der Netflix-Serie "Grace and Frankie“. 

Jane Fonda und die Schönheit

Durch ihre Bekanntheit als Fitness-Queen und Schauspielerin sowie das große Lob, das sie für ihre Schönheit bekommt, wächst der Druck auf Jane Fonda, stets gut aussehen zu müssen – auch im Alter. Das führt dazu, dass sie sich diversen Schönheitsoperationen unterzieht, zu denen sie aber auch öffentlich steht.

Den Ursprung ihres geringen Selbstwertgefühls, das sie damit auszugleichen versucht, sieht Fonda in ihrer Kindheit, speziell im Drama um den Selbstmord ihrer Mutter und die vielen Affären ihres Vaters Henry Fonda

Privatleben: Drei gescheiterte Ehen

Jane Fonda heiratet in ihrem Leben insgesamt drei Mal: Die Ehe mit Regisseur Roger Vadim dauert von 1965 bis 1973, die beiden bekommen zusammen Tochter Vanessa. Aus der Ehe mit dem politischen Aktivisten Tom Hayden (1973 bis 1990) entsteht Sohn Troy. Zudem gibt es noch eine Adoptivtochter – Mary Luna Williams. 1991 bis 2001 ist Jane Fonda mit dem Medienmogul Ted Turner verheiratet. Nach den gescheiterten Ehen lernt sie 2009 den Musikproduzenten Richard Perry im Krankenhaus kennen, als sie ein neues Knie bekommt. Bald darauf ziehen die beiden zusammen. 2017 steht das gemeinsame Haus dann wieder zum Verkauf – und die Trennung wird offiziell bekannt gegeben. 

Politisches Engagement

Das politische Engagement der Schauspielerin ist groß: Ende der 1960er Jahre protestiert sie gegen den Vietnamkrieg und auch wenn es um Feminismus und Frauenrecht geht, ist Jane Fonda meinungsstark. Dazu äußert sie sich 2007 im Interview mit der Berliner Zeitung:

„Feminismus hat einfach nichts damit zu tun, ob man Make-up trägt oder nicht. Es geht dabei um die eigene Selbstwahrnehmung! Darum, dass sich Frauen darüber im Klaren sind, dass sie ein Grundrecht darauf haben, sich selbst zu verwirklichen. Egal, ob sie zu Hause bleiben, Kinder aufziehen oder im Beruf Karriere machen. Sie haben das Recht auf gleichen Zugang, gleiche Möglichkeiten wie ein Mann. Das ist Feminismus. Ob du dabei Make-up trägst oder nicht, ist irrelevant.“
Jane Fonda

Das macht Jane Fonda heute

Neben der Schauspielerei widmet sich Jane Fonda aktuell vermehrt wieder ihrem politischen Engagement. Dabei hat es ihr der Klimaschutz besonders angetan. Unter dem Motto "Fire Drill Friday“ möchte sie jeden Freitag vor dem Kapitol in Washington D.C. protestieren und auf den Klimawandel aufmerksam machen. Am 11. Oktober wird sie gemeinsam mit 15 weiteren Personen verhaftet, da die Demonstration nicht angemeldet worden war. Wenige Stunden später werden alle wieder in die Freiheit entlassen. Die Verhaftung hält Jane Fonda jedoch nicht davon, die Demonstrationen weiter fortzuführen.