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Leben

Was macht Jane Birkin heute?

Jane Birkins Liebesbeziehung zu Serge Gainsbourg und ihr gemeinsamer Song “Je t'aime… moi non plus“ bringen der 60er Jahre ikone internationale Berühmtheit. Doch was macht Jane Birkin heute?

Jane Birkin wurde einst als Sängerin gefeiert. Doch was macht sie heute?
Sie wurde für ihren Song “Je t'aime… moi non plus“ weltweit berühmt: Jane Birkin liebt das Singen Getty Images

Wer erinnert sich nicht an dieses gehauchte, betont laszive “Je t'aime, je t'aime“, das seit Jahrzehnten immer wieder in Film- oder TV-Szenen auftaucht, wenn eine erotische Stimmung aufkommt? Dass es überhaupt dazu gekommen ist, dass Jane Birkin diese Zeilen flüstert und nicht die damals weltberühmte Brigitte Bardot, ist ein glücklicher Zufall – genau wie vieles im Leben der heute 72-Jährigen durch unvorsehbare Wendungen zustande kommt.

Jane Birkins Kindheit

Jane Mallory Birkin wird am 14. Dezember 1946 in Marylebone, London geboren. Ihr Vater, David Birkin, ist ein Korvettenkapitän in der britischen Armee, ihre Mutter die Bühnenschauspielerin Judy Campbell. Birkin wächst im britischen Stadtteil Chelsea auf, das früher als Zentrum der künstlerischen Boheme und radikalen Künstler gilt. Birkin ist gerade mal 17 Jahre alt, als sie den Komponisten und Dirigenten John Barry bei einem Casting für sein Musical “The Passion Flower Hotel” kennenlernt. Die beiden heirateten 1965, zwei Jahre später wird ihre erste Tochter Kate geboren. Die Ehe soll nicht lange halten: 1969 lassen sich die beiden scheiden. Birkin kehrt, gemeinsam mit Tochter Kate, in ihr Elternhaus nach London zurück.

Jane Birkin trifft Serge Gainsbourg

Als sich Jane Birkin Ende der 1960er-Jahre für eine Rolle im französischen Film “Slogan” bewirbt, hat sie bereits in einigen Filmen mitgespielt, darunter “Blowup” und “Wonderwall”. Es soll aber ihr Zusammentreffen mit dem Sänger und Schauspieler Serge Gainsbourg sein, der eine der Hauptrollen in “Slogan” spielt, das ihr Leben nachhaltig verändern soll: Birkin bekommt die Rolle, obwohl sie nicht französisch spricht. In der 2003 erschienenen Dokumentation “Jane Birkin – The Mother of all Babes” erinnert sie sich, dass sie damals um ein Abendessen mit Gainsbourg bittet, um dessen Skepsis ihr gegenüber beiseitezuräumen. Diese anfängliche Skepsis nimmt eine überraschende Wendung: Aus Gainsbourg und Birkin wird ein Liebespaar – und nicht nur irgendeines.

“Je t’aime… moi non plus”

1967 veröffentlichen Serge Gainsbourg und Jane Birkin das Duett “Je t'aime… moi non plus”. Den Song hat Gainsbourg eigentlich für seine damalige Freundin Brigitte Bardot geschrieben. Diese hat ihn zwar bereits im Studio eingesungen, bittet aber ausdrücklich darum, den Song nicht zu veröffentlichen. Gainsbourg spielt den Song Birkin vor – und diese ist begeistert. Die gemeinsame Version der beiden – enthalten auf dem gleichnamigen Album – sorgt damit für jede Menge Empörung. In den Augen vieler ist der Song, in dem Birkin lasziv haucht, zu obszön. Zahlreiche Radiostationen weigern sich, den Song zu spielen – und sogar der Vatikan interveniert, was Birkin mit der Bemerkung quittiert, dass der Papst “ihr größer PR-Mann” sei. Die Single wird zum europaweiten Erfolg.

Für Birkin, die mittlerweile fest in Frankreich wohnt, bedeutet das den Start einer Musikkarriere. Sie veröffentlicht Soloalben, nimmt gemeinsam mit Gainsbourg Musik auf – und spielt in etlichen Kinofilmen mit. 1971 bekommen Birkin und Gainsbourg eine gemeinsame Tochter: Charlotte Gainsbourg, heute selbst gefeierte Schauspielerin und Sängerin. 1981 trennt Birkin sich von dem Sänger, der für seine Exzesse bekannt ist. Verheiratet sind die beiden, trotz anderweitigen Gerüchten, nie. Später heiratet sie den Regisseur Jacques Doillon, mit dem sie eine Tochter, Lou, hat.

Was macht Jane Birkin heute?

2013 zieht sich Jane Birkin eine Zeit lang weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Der Grund dafür ist eine Familientragödie: Ihre älteste Tochter Kate stürzt aus einem Fenster und stirbt. Man geht davon aus, dass es sich dabei um einen Selbstmord handelt. Auch ihr eigener Gesundheitszustand bringt Birkin dazu, nur noch selten in der Öffentlichkeit zu erscheinen. In den letzten Jahren tritt sie allerdings wieder als Musikerin auf: Ihr letztes Studioalbum “Birkin/Gainsbourg: Le Symphonique” erscheint im Jahr 2018 und widmet sich, wie es der Titel bereits verrät, ihrem gemeinsamen Schaffen mit ihrem 1991 verstorbenen Ex-Partner Gainsbourg. Es ist ihr erstes Album seit dem Longplayer “Enfants d’Hiver”, der 2088 erscheint. Außerdem spielt sie immer wieder in Film- und Fernsehproduktionen mit – zuletzt im Kurzfilm “Die Frau und der Schnellzug” im Jahr 2016.

Vor Kurzem veröffentlicht Birkin ein neues Buch – einen Auszug aus ihren Tagebüchern, die sie seit ihrer Kindheit schreibt. In “Munkey Diaries” gibt sie intime Einblicke in ihre Beziehungen mit Männern und ihr Seelenleben. Ihren Status als Sex-Symbol der 1960er- und 1970er-Jahre kann sie übrigens laut eigenen Angaben selbst nie ganz nachvollziehen. Sie erklärt einmal, dass Brigitte Bardot immer die Wilde gewesen sei, die, die sich die Männer anderer Frauen nahm – sie selbst sei hingegen immer treu gewesen.

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