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Leben

Was macht Carla Bruni heute?

Viele kennen sie noch als Supermodel der 90er, einigen ist sie als Sängerin geläufiger – und für die meisten ist sie auch die ehemalige First Lady Frankreichs: Was macht Carla Bruni eigentlich heute?

Das gefeierte Supermodel der 90er Jahre Carla Bruni fokusiert sich heute mehr auf ihr Privatleben
Sie war eins der bekanntesten Models der 90er: Carla Bruni. doch was macht die Schönheit eigentlich heute? Getty Images

Carla Brunis Kindheit

Auch wenn sie viele in erster Linie mit Frankreich verbinden: Geboren wurde Carla Gilberta Bruni Tedeschi im italienischen Turin. Ihre Mutter, Marisa Borini, ist eine italienische Konzertpianistin und Schauspielerin, ihr Vater Alberto Bruni Tedeschi ein Großindustrieller. Wie sie später erklärt, ist ihr leiblicher Vater allerdings nicht Bruno Tedeschi, sondern Maurizio Remmert – eine ehemalige Affäre ihrer Mutter, der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 19 Jahre alt ist. Im Alter von fünf Jahren zieht Carals Familie nach Frankreich – aus Angst vor der kommunistischen Untergrundorganisation Rote Brigaden, die zu dieser Zeit in Italien aktiv ist.

Carla Brunis Weg zum Supermodel

Zunächst studiert Carla Bruni Kunst und Architektur in Paris – allerdings nur kurz: Sie entdeckt das Modeln für sich. Schnell stellen sich die ersten Erfolge ein. Sie unterschreibt bei der Agentur City Models und wird als Model für Guess Jeans engagiert. Dann geht es Schlag auf Schlag – Sie modelt für die größten Modehäuser wie Dior, Givenchy, Versace und Chanel. Sie läuft auch für Valentino, Yves Saint Laurent und John Galliano über den Laufsteg. Finanziell macht sich das mehr als bezahlt: Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 7,5 Millionen Dollar (heute in etwa 6,8 Millionen Euro) gehört sie schnell zu den Topverdienerinnen in der Modebranche.

Wechsel in die Musik

Während ihrer Modelzeit spielt Carla Bruni auch in mehreren Filmen mit. Im Jahr 2000 legt sie ihre Modelkarriere ad acta und widmet sich der Musik, genauer gesagt dem Chanson. Zunächst arbeitet Bruni als Songschreiberin für andere Künstler – und kann mit dem Sänger Julien Clerc einen Riesenerfolg feiern. Clercs Album, für das Bruni mehrere Lieder schreibt, landet auf Platz eins der französischen Albumcharts. Auf dem Album enthalten: Das Stück “Raphaël”, das sie ihrem ehemaligen Lebensgefährten, dem Philosophen Raphaël Enthoven, widmet, mit dem Bruni ein gemeinsames Kind hat.

Aber Bruni will nicht nur für andere schreiben, sondern auch als Solo-Künstlerin durchstarten. 2002 veröffentlicht sie das Chanson-Album “Quelqu’un m’a dit”, das nicht nur die Pole-Position der französischen Charts erringt, sondern sich auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern gut verkauft. Fünf Jahre später – Bruni hat in der Zwischenzeit mit anderen Künstlern wie Aldo Romano und dem deutschen Jazztrompeter Till Brönner gearbeitet – veröffentlicht Bruni ihren zweiten Longplayer. “No Promises”, so der Titel des Werks, ist schon alleine sprachlich ganz anders als sein Vorgänger – denn erstmals singt Bruni alle Texte auf Englisch und vertont Lyrik von Dichtern wie William Butler Yeats, Dorothy Parker oder Emily Dickinson.

Carla Bruni privat - Ehe mit Nicolas Sarkozy

Am 2. Februar 2008 heiratet Bruni den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in einer Zeremonie im Élysée-Palast, nachdem Ende des Vorjahres die Beziehung der beiden öffentlich wird. Wer denkt, dass Brunis (nun offiziell Carla Bruni Sarkozy) Karriere als First Lady Frankreichs ein Ende ihrer Musikkarriere bedeutet, irrt sich: Im Juni 2007 erscheint ihr drittes Album “Comme Si De Rien N’ Était“. Auch dieses Album landet auf Platz eins der französischen Albumcharts.

Bruni spielt als First Lady Frankreichs eine sehr aktive Rolle. Sie bezieht im Ostflügel (Fortan Madame’s Wing genannt) des Élysée-Palastes ein Büro und bekommt einen Privatsekretär zur Verfügung gestellt. Offiziell hat Bruni zwar keine Rolle in der Regierung inne, assistiert Sarkozy jedoch bei einigen Verpflichtungen. Sie engagiert sich für zahlreiche wohltätige Zwecke und wird zur Sprecherin des “Global Fund To Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria”. 2011 werden Bruni und Sarkozy Eltern einer Tochter. Ein Jahr später scheidet Sarkozy aus dem Präsidentenamt. Sie selbst vermisst die Zeit als Premèrie dame nicht, wie sie 2017 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt: “Es war eine sehr besondere, sehr intensive Zeit. Aber ich vermisse sie nicht. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, allerdings habe ich das auch zuvor und noch danach”, so Bruni.

Das macht Carla Bruni heute

Auch nach ihrer Zeit im Élysée-Palast ist Bruni der Musik treu geblieben. 2013 veröffentlicht sie das Studioalbum “Little French Songs” – das es zum ersten Mal “nur” auf Platz 2 der französischen Albumcharts schafft. Ihr aktuellstes Werk “French Touch” stammt aus dem Jahr 2017. Der Longplayer besteht aus Coverversionen bekannter Stücke von AC/DC, Lou Reed und ABBA. Damit geht Bruni auch auf Welttournee, die sie durch Europa, Asien, Amerika und Südamerika führt. Auch wenn sie ihre Karriere als Supermodel längst beendet hat: Die Modewelt ist auch heute noch ihr Zuhause, wie sie erklärt: “Ich gehöre dazu. Die Mode ist meine Welt. Ich habe sie nie verlassen”, so Bruni zur F.A.Z. Für die Versace Show 2017 kehrt sie auf den Runway zurück. Zusammen mit ihren früheren Kolleginnen Cindy Crawford, Claudia Schiffer und Co. läuft sie zum Finale in einem goldenen Kleid über den Laufsteg. Während der Fashion Week in Paris ist sie ein gern gesehener Gast in der ersten Reihe der Shows.

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