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Medical Beauty

Warum Instagram für verpfuschte Beauty-OPs haften soll

Für die schöne, perfekte Welt in Bildformat ist Instagram bekannt. Diesen Vorteil nutzen auch Plastische Chirurgen - und die, die es sein wollen - für ihr Business. Warum aber genau diese Tatsache jetzt der Plattform zum Verhängnis werden könnte

2 Frauen haben an ihrem Smartphone Instagram geöffnet
Warum Instagram für verpfuschte Beauty-OPs haften soll iStock

Ist erstmal der Stein ins Rollen gekommen, gibt es bekanntlich kein Halten mehr. Dies könnte auch bald auf Instagram zutreffen und jede Menge Negativ-Schlagzeilen mit sich bringen. Aber von vorn:

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret erlassen, das nun auch den Social-Media-Kanal für verpfuschte Schönheits-OPs belangen könnte. Hintergrund ist der, dass viele Plastische Chirurgen und Kosmetikstudios ihre Angebote im Bereich der ästhetischen Medizin in ihrem Feed hochladen. Das birgt drei Probleme:

  1. Die Mediziner zeigen immer nur die schönen Ergebnisse. Von möglichen Gefahren oder schiefgegangenen Operationen ist nie die Rede.

  2. Kosmetikstudios und andere Unternehmen sind aufgrund ihrer fehlenden fachlichen Kompetenz gar nicht dazu bemächtigt, minimalinvasive Eingriffe, sei es das Lippenaufspritzen oder die Faltenunterspritzung, an ihren Patienten durchzuführen. Im Notfall wäre schließlich keine ausreichende Versorgung gewährleistet.

  3. Junge Frauen sehen Fotos auf Instagram, die sie als Vorbild für ihren Eingriff nehmen - ohne dabei zu bedenken, dass diese mit starken Filtern im Voraus bearbeitet wurden und nicht der Realität entsprechen könnten.

Dass das Soziale Medium für die ungeprüfte Veröffentlichung dieser Beiträge eine Mitschuld trägt und dafür belangt werden soll, fordert nicht nur die US-amerikanische Regierung, sondern auch die Deutsche Gesellschaft für Plastische Chirurgie (DGPRÄC) und viele Mediziner, wie Dr. med. A. A. Altintas: „Eine medizinische Leistung dürfen nur Ärzte ausführen. Doch leider finden sich im Internet viele Vorher-Nachher Bilder von Unternehmen, die keine Berechtigung für das Ausführen solcher Behandlungen haben. Social Media Plattformen sollten vor der Veröffentlichung bestimmter Inhalte auf ihre Berechtigung hin überprüft werden“.

Bleibt abzuwarten, wie zukünftig mehr Transparenz in Sachen ästhetischer Medizin und Instagram geschafft werden kann, um die User vor schlechten Medizinern und Unternehmen ohne Berechtigung zu schützen...

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