100mesdames

Vice President PR Katharina Berlet von Mister Spex über Reisen und Positives in 2020

Im Interview mit Katharina Berlet von Mister Spex sprach MADAME.de über das turbulente Jahr 2020 und welche positiven Gedanken sie trotzdem mitnimmt

Katharina Berlet
Katharina Berlet, Vice President PR von Mister Spex im Interview Foto: PR

Ihre Ideen sind inspirierend, ihr Mut ist bewundernswert: Frauen, die kreative Wege gehen, keine Angst vor Rückschlägen haben und ihr Glück selbst in die Hand nehmen. Pionierinnen, von denen wir uns einiges abgucken können - egal, ob Unternehmerin, Feministin, Künstlerin oder Meinungsmacherin. Unter dem Hashtag #100Mesdames porträtiert MADAME.de Frauen der Zeitgeschichte aus Wirtschaft, Kultur und Design.

#100Mesdames mit Katharina Berlet

Eine echte Powerfrau: Katharina Berlet balanciert Karriere, Privatleben und ihre Passion als Reisebloggerin und ist damit mehr als erfolgreich. Dass ihr ein Jahr wie 2020 nicht den Wind aus den Segeln nimmt, und auf welche spannenden Brillentrends wir uns jetzt schon freuen dürfen, verriet Sie im Gespräch mit MADAME.de.

Interview mit Katharina Berlet, Vice President PR bei Mister Spex

MADAME.de: 2020 ist für viele ungewiss, ungewohnt und beängstigend. Haben Sie etwas Positives in diesem Chaos für sich selbst finden können?

Katharina Berlet: In diesem Jahr mussten wir uns alle ziemlich große Fragen stellen. Wie solidarisch sind wir? Was können wir gemeinsam schaffen – und woran scheitern wir? Was bedeutet es, Verantwortung für uns als Gesellschaft zu übernehmen? Es gab so viele wichtige Denkanstöße und wahrscheinlich auch längst überfällige Debatten in den letzten Monaten. Für mich hat das Jahr 2020 vor allem gezeigt, dass es ein Privileg ist, in einer starken Demokratie zu leben, in der wir die Chance haben, genau solche großen Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Woher nehmen Sie Inspirationen für Ihre Arbeit?

Vor allem aus dem Austausch mit anderen starken Frauen der Kommunikationsbranche und innerhalb der Gründerszene. Wann immer ich auf Netzwerkveranstaltungen zu Gast bin oder auf Konferenzen spreche, aber auch, wenn ich mich zum Lunch Talk mit Kolleginnen verabrede, gehe ich immer sehr inspiriert nach Hause und mit vielen neuen Anregungen sowie Ideen für meine eigene Arbeit.

Ihr liebster Sonnenbrillen / Brillen-Trend für 2021?

Ich finde es großartig, dass ein Trend dahin geht, auch Brillen und Sonnenbrillen nachhaltig zu produzieren. Mister Spex hat mit der Linie CO CO selbst auch eine eigene Kollektion entwickelt, die ausschließlich Bio-Acetate verwendet und 100% organisch ist. Die Modelle sind dadurch sowohl recyclebar als auch biologisch abbaubar. Und dazu schauen sie extrem gut aus.

Sie sind nicht nur Vice President PR bei Mister Spex, sondern auch Reisebloggerin und Mama. Wie bekommen Sie diese unterschiedlichen Bereiche alle unter einen Hut? 

Das frage ich mich tatsächlich manchmal auch. Ich glaube, es funktioniert so gut, weil ich alles, was ich mache, sehr liebe. Ich mag meinen Job, die Menschen, mit denen ich arbeite und auch den großen Gestaltungsraum in unterschiedlichen Projekten. Ich habe einen tollen Arbeitgeber, der meine Reise- und Abenteuerlust nie ausgebremst hat, sondern mir vielmehr ermöglicht hat, meine Arbeitszeiten sehr flexibel zu gestalten. Hauptsache ich bin erreichbar, wenn es dringend ist. Zudem habe ich den besten Mann der Welt, der mir immer wieder den Rücken freihält, wenn mal wieder alles auf einmal fertig sein muss. Wenn man tun darf, was man liebt, dann macht man das mit einer gewissen Leichtigkeit und Grund-Entspanntheit und das wiederum – so zumindest meine Überzeugung – wirkt sich positiv auf meinen Sohn aus. Anstatt uns zu viele Gedanken zu machen, ob Mikkel die Alpenwanderung wohl mitmachen wird, wandern wir einfach los und spüren, dass er glücklich ist, weil er mit uns zusammen ist – egal, wo und wie wir mit ihm unterwegs sind.

Katharina Berlet
Mit Kind auf Reisen - für Katharina Berlet eine Frage der richtigen Herangehensweise Foto: Privat/ Katharina Berlet

Auch Reisen war / ist 2020 nur sehr beschränkt möglich. Welche Ziele haben Sie trotzdem für sich entdecken können?

Wir haben schon vor Corona gerne und häufig so genannte „Micro Adventures“ unternommen und für uns die kurzen Auszeiten im nahen Umland oder grundsätzlich innerhalb von Deutschland entdeckt. Daher waren wir im Sommer viel in und um Berlin unterwegs, aber auch mal für einen Tag spontan an der Küste. Unsere große Liebe bleiben aber die Berge, daher waren wir natürlich auch in den Alpen. Im Tiroler Oberland gibt es beispielsweise nur sehr wenige Gästebetten und dafür ganz viel Platz und Bewegungsfreiheit in der Natur, sodass wir unterwegs fast niemandem begegnet sind.

Haben Sie für „nach Corona“ eine Wunschliste mit all den Orten, die Sie gern noch bereisen möchten?

Oh ja, ein ewig lange. Wir mussten einige geplante Trips & Touren für 2020 absagen. Ich hoffe, wir bekommen bald die Chance, diese nachzuholen. Gleichzeitig möchte ich gerne so viele Menschen und Orte noch einmal besuchen, die mir einfach am Herzen liegen und die ich gerne nach dieser verrückten Zeit wiedersehen und in die Arme schließen will.

Nach einem langen, anstrengenden Tag: Wie entspannen Sie sich am liebsten?

Ich bin ein totaler „Draußen“-Mensch. Ich entspanne am besten, wenn ich an der frischen Luft bin, zum Beispiel bei einem Spaziergang durch den Kiez oder auch bei einem guten Glas Wein mit Freunden auf der Dachterrasse.