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Beauty

Vegane Kosmetik: Natürlich schön gepflegt

Längst in unserer Gesellschaft angekommen ist vegane Kosmetik. Doch was macht sie aus? Und wo liegen überhaupt die Unterschiede zur Naturkosmetik? Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Pflegen und stylen: Vegane Kosmetik steht konventionellen Produkten in nichts nach!
Pflegen und stylen: Vegane Kosmetik steht konventionellen Produkten in nichts nach! Pflegen und stylen: Vegane Kosmetik steht konventionellen Produkten in nichts nach! iStock

Was ist vegane Kosmetik?

Achtsamkeit bei Mensch und Natur bekommt in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert verschrieben. Das zeigt die hohe Nachfrage von Fair Fashion, veganer Ernährungsweisen und ist längst auch in der Schönheit angekommen: Produkte, die als vegane Kosmetik gekennzeichnet sind, sind gefragter denn je. Aber was spricht auch dagegen, sich bewusst mit dem auseinanderzusetzen, was wir konsumieren – vor allem aus rein ethischer Sicht?

Bevor man sich mit den Produkten eindeckt, sollte jedem überhaupt klar sein, was vegane Kosmetik überhaupt ist. Wo die Unterschiede zwischen Naturkosmetik und veganer Kosmetik sind. Und ob vegane Beautyprodukte gleich als natürlich beschrieben werden können. Wer am Anfang steht und noch nicht viel darüber weiß, kann die Produkthinweise und Auswahl ganz schön verwirrend finden. Allgemein gilt deshalb: Fair Beauty ist nicht sofort mit Naturkosmetik gleichzusetzen! Im Umkehrschluss können aber durchaus konventionelle Produkte (aus der Drogerie oder Fachgeschäften) vegan sein – ohne, dass dies groß auf den Verpackungen deklariert wird.

Vegane Kosmetik erkennen: Vegan-Rose als Merkmal

Wenn Tuben, Tiegel und Fläschchen mit zum Beispiel der Vegan-Rose gekennzeichnet sind, heißt dies, dass die Inhalte frei von jeglichen tierischen Rückständen sind – tot oder lebendig. Vegane Naturkosmetik werden die Produkte dann genannt. Reine Naturkosmetik hingegen ist lediglich von Parabenen, Paraffinen, Silikonen oder synthetischen Duftstoffen befreit.

Doch Vorsicht: Nach wie vor gehören „vegan“ und „Naturkosmetik“ zu den nicht geschützten Begrifflichkeiten. Das macht das Kaufen der Artikel für den Verbraucher zu einer reinen Vertrauenssache. Siegel und Symbole oder das Nachfragen beim Hersteller können deshalb der richtige Ansatz sein, um sicher zu gehen, dass das jeweilige Produkt auch wirklich das ist, was es verspricht.

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Vegane Kosmetik ohne Tierversuche – geht das?

Ja, das muss man auch noch heutzutage als Fragestellung verstehen. Es ist schließlich nicht selbstverständlich, dass Marken auf das Testen an Kaninchen, Ratten, Mäusen, Affen oder Hunden verzichten! Zudem wurden 2004 schon EU-weit Experimente an Tieren verboten, was 2013 nochmals verstärkt wurde: Ab da gilt nämlich die Regelung nicht nur für das Endprodukt, sondern auch bei den Inhaltsstoffen. Zusätzlich dürfen Kosmetikprodukte, die an Tieren getestet wurden gar nicht erst verkauft werden. Doch wie immer hat die Politik auch hier Schlupflöcher eingebaut, die von den Herstellern scharmlos ausgenutzt werden. Produkte, die vor diesem Abkommen produziert wurden, dürfen auch weiterhin so hergestellt werden. Außerdem gilt das Gesetz nur für den Kosmetik-Bereich. Medikamente oder Reinigungsmittel können unverändert am Tier getestet werden.

Marken und Shops

Doch hier etwas Gutes: Lange suchen müssen wir nach den Beauty-Produkte zum Glück nicht. Und auch das verstaubte Image, man finde nur in Reformhäusern die speziellen Hersteller – hat sich in den Jahren überholt. Auf hochwertige UND stylische Marken müssen wir nicht verzichten! Viele Online-Shops, darunter auch niche-beauty.com oder savuebeauty.com bieten eine tolle Auswahl an hochwertiger, Fair Beauty, ganz frei von Tierversuchen – dafür aber mit einem luxuriösen Design. Auch auf Herstellerebene ist der ethnische Wandel längst angekommen: Viele bekannte Marken setzen verstärkt auf eine Produkterweiterung, die auf vegane Naturkosmetik rückschließt. So auch La Biosthetique: Seit 2017 ist die Haar- und Körperpflege „Botanique Pure Nature“ im Programm, die kürzlich auch um Reisegrößen erweitert wurde.

Gänzlich vegan setzen Marken wie Bybi oder Grown Alchemist auf die Wirkung von natürlichen Inhaltsstoffen. Nur in der Age Repair Sleep Masque von Grown Alchemist ist Schneckenschleim enthalten. Mit dem veganen Produkten haben die Marken Erfolg: Denn laut dem aktuellen Marktforschungsbericht von „Grand View Research“ steigt der Markt jährlich um 6,3% an. Bis 2025, so schätzt das Institut, wird ein Umsatzvolumen von bis zu 20,8 Milliarden US-Dollar erreicht. Bei so einer starken Nachfrage bleibt eine gezielte Produktdiversifikation nicht aus: Von Shampoo und Duschgel über Lippenpflege und Hautöl bis hin zu dekorativer Kosmetik wie Nagellack oder Mascara ist alles vertreten, was wir von den konventionellen Produkten gewohnt sind.

Fazit: Der Blick auf die Verpackung und Inhaltsstoffe lohnt sich allemal. Vor allem, weil man mittlerweile super auf tierfreie, pflanzenbasierende Produkte umsteigen kann!

Nicht-vegane Inhaltsstoffe erkennen

Licht ins Dunkel bringen – das schafft man am besten mit Aufklärung! Es wäre wohl vermessen, an dieser Stelle alle Inhaltsstoffe aufzulisten, denn dies könnten man sich a) nicht merken und b) würde den Rahmen sprengen. Aber wir können ein Bewusstsein schaffen und auf die am häufigsten vorkommenden Inhaltsstoffe schaffen, die tierischen Ursprungs oder durch tierische Hilfsstoffe entstanden sind:

  • Aminosäuren
  • Bienenwachs
  • Biotin
  • Chitin
  • Dromiceius Oil
  • Eucerit
  • Gelatin
  • Glycerin
  • Glycogen
  • Hyaluron
  • Karotin
  • Keratin
  • Kollagen
  • Pepsin
  • Schellack, Shellac, E 904
  • Urea
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