Unisex-Parfum: Ein Duft ohne Grenzen

Sie riecht blumig, süß und er würzig, herb – soweit so gut. Mit dem Unisex-Parfum wird dieses Klischee aufgelöst. Alles zum geschlechtsübergreifenden Duftliebling

Partnerlook ist mit Unisex-Parfum auch beim Duft möglich

Partnerlook ist mit Unisex-Parfum auch beim Duft möglich

Was ist Unisex-Parfum?
Oud-Parfum - das macht den sexy Duft aus
Oud-Parfum

Das macht den sexy Duft aus

Unisex-Kleidung bewegt die Modewelt seit Jahren. Doch auch im Beauty-Bereich werden immer mehr Produkte lanciert, die genderübergreifend eingesetzt werden. Darunter Unisex-Parfum, auch Cross Scenting genannt. Die Düfte können gleichermaßen gut bei Männern und Frauen aufgesprüht werden, ohne dabei die typischen Duftnuancen auffällig in den Vordergrund zu stellen. Aus beiden Welten, dem Damensegment „blumig oder süß“ und dem Herren-Pendant „würzig, herb“, konzipiert, sorgen die Unisex-Varianten für einen frischen und belebenden Duft bei beiden Geschlechtern. Eine tolle Erfindung, aber bei weitem keine neue…
 

Was Unsisex-Parfum so besonders macht

Unisex-Parfum lässt sich nur schwer in eine Duftkategorie, wie orientalisch oder blumig, einordnen, weil die Produkte für Mann und Frau geeignet sein sollen. Das unterscheidet sie auch so stark von herkömmlichen Parfums. Wer jetzt Sorge trägt, am Ende wie sein Partner zu riechen – es gibt Entwarnung: Die Düfte sind so konzipiert, dass sie sich ganz individuell beim Aufsprühen auf den Körper entfalten. Hierbei spielen vor allem die Hormone und Pheromone des jeweiligen Geschlechts eine wichtige Rolle, die die einzelnen Nuancen auf der Haut stärker oder schwächer zum Vorschein bringen. Wenn das Unisex-Parfum bei einer Frau aufgesprüht wird, riechen die einzelnen Komponenten wesentlich feiner als bei Männern und lassen die maskulinen Nuancen, wie Tabak oder Moschus, hintergründig werden.

Unisex-Düfte waren schon einmal beliebt

Kate Moss was das Gesicht bei Calvin Klein in den 90ern

Kate Moss war das Gesicht bei Calvin Klein in den 90ern

Alle, die die 90er Jahre erlebt und gelebt haben, sind an einem Parfum nicht vorbeigekommen: CK One von Calvin Klein. Die US-amerikanische Modemarke setzte bei den damaligen Werbekampagnen auf die Unterstützung von Kate Moss, die androgyn und gleichzeitig sexy wirkte und somit die Botschaft des Duftes perfekt transportierte und damit zum Erfolg führte. Mit dem Anbruch der 2000er Jahre kam dann das vorübergehende Aus des Unisex-Parfums. Die Menschen ließen hier wohl nicht nur das Jahrzehnt, sondern auch gleich die Mode und andere Lifestyle-Modelle zurück. Bis in die Mitte der 2010er Jahre: denn da brach die nächste Erfolgswelle des Cross Scentings aus – aber nicht in der Parfümerie, denn die blieb bis dato in ihren Welten „For her“ und „For him“ stecken. Nein, in kleinen, feinen Nischenläden, die unbekannte Labels anboten und auch vom klassischen Damen- oder Herrenduft Abstand hielten. Duftmarken wie Byredo, Diptyque oder Clean wurden in dieser Zeit groß und sind mittlerweile auch in namhaften Parfümerien vorzufinden – ein Indiz für die Beliebtheit des Unisex-Parfums.

  1. Bond No. 9 "Central Park", 100 ml EdP, ca. 230 Euro
  2. Calvin Klein "CK One", 100 ml EdP, ca. 50 Euro
  3. Clean "Sel Sental", 100 ml EdP, ca. 110 Euro
  4. Jo Malone "154 Cologne, 100 ml EdP, ca. 110 Euro
  5. Escentric Molecules "Molecule 01", 100 ml EdT, ca. 120 Euro