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Supermodel und Umweltaktivistin: Angela Lindvall im Gespräch

Wir sprachen mit Supermodel und Umweltaktivistin Angela Lindvall über „Self-Care“, ein Leben im Einklang mit der Natur und ihre Zukunftspläne

Angela Lindvall im Interview mit MADAME
Das Topmodel Angela Lindvall sprach im Interview über Familie und Umwelt Getty Images

Im Interview mit Topmodel Angela Lindvall

Malibu, Los Angeles – Sehnsuchtsort unseres Jahrzehnts, mit dem wunderbaren Extrabenefit von 330 Sonnentagen im Jahr. Trotzdem steigt, als wir uns dem für einen Montag Ende Februar angesetzten Shooting nähern, meine Nervosität: Kalifornien wird vom schlimmsten Winter seit Jahrzehnten heimgesucht, mit Stürmen und massiven Regenfällen. In Sachen Temperatur nicht vergleichbar mit unseren Breitengraden, doch für diesen Fotoshoot ist ein blauer Himmel essenziell. Schließlich widmet sich unsere Juni-Ausgabe dem Thema Azzurro, also Blau. Doch, oh Wunder, nach wochenlangem Dauerregen wache ich an besagtem Montagmorgen bei strahlendem Sonnenschein auf.

Für das Cover-Shooting konnten wir dieses Mal „Green Queen“ und Supermodel Angela Lindvall begeistern. Bereits Anfang der 2000er-Jahre setzte sich die heute 40-Jährige engagiert für die Umwelt ein und lebte mit ihrem Ex-Mann, einem südafrikanischen Taucher, und den beiden gemeinsamen Söhnen zwei Jahre auf einem öko-kompatiblen Hausboot auf dem Hudson in New York. Heute ist der Topanga Canyon in Los Angeles County ihr Zuhause, ein ökologisches Refugium für Naturschützer und Individualisten.

Madame: Trotz einer Traumkarriere als Model sind Sie bescheiden und bodenständig geblieben. Was ist Ihr Geheimnis?

Angela Lindvall: Ein Geheimnis habe ich nicht, dafür sehr viel Lebenserfahrung. Ich habe gelernt: Wie wir eine Sache anpacken und mit welcher Energie wir uns Situationen nähern, hat einen großen Einfluss darauf, wie wir das Leben leben und erleben. Es ist alles eine Frage des Willens und der Entscheidung. Ich habe mich dazu entschlossen, immer positiv zu sein und auch so aufzutreten. Mich über das Gute zu freuen, statt über das Schlechte zu klagen. Menschlichkeit und Bescheidenheit sind mir sehr wichtig. Als Model habe ich viel erlebt, viele Kolleginnen haben sich auf ein zu hohes Ross geschwungen. Und das hatte teilweise schlimme Konsequenzen.

Ich versuche, die Seele eines Menschen zu sehen, und will konsequent mein Bestes tun, um anderen zu helfen. Hilfe und Helfen ist ein wichtiges Thema für das in Oklahoma geborene Model. Nach dem frühen, tragischen Unfalltod ihrer jüngeren Schwester und einer schwierigen Scheidung musste Angela erst einmal innehalten und sich neu orientieren. „Plötzlich stand ich da und musste feststellen, dass, während ich versuche, den Planeten zu retten, meine eigene Welt auseinanderbricht. Das machte keinen Sinn. Ich kann nicht helfen, bevor ich mir nicht selber helfe.“ Diese Einsicht führte sie zu ihrem Lebensprinzip der „Self-Care“. Dieses ermöglicht ihr – und anderen –, ihren körperlichen, psychischen und geistigen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Madame: Sie leben mit ihren Söhnen Dakota, 17, und Sebastian, 14, im idyllischen Topanga Canyon. Hat Ihnen die Natur nach dem Großstadtleben in New York sehr gefehlt?

Angela Lindvall: Mehr als Sie sich vorstellen können. Wir sind doch die Natur, wir führen eine symbiotische Beziehung. Und wir brauchen wieder mehr Ehrfurcht für die natürliche Harmonie. Mein größter Wunsch ist es, dass die Menschheit die Natur endlich genug wertschätzt und nicht nur nimmt und wegwirft, sondern regeneriert und instand setzt. Das versuche ich auch meinen Söhnen tagtäglich mitzugeben. Wir kultivieren unser eigenes Stück Land. Heute wird allerdings nichts mehr aus dem gemeinsamen Ernten.

Der Grund: Angelas älterer Sohn Dakota ist gerade in Paris gelandet, er wurde dort als Model für die Saint-Laurent-Show gebucht.

Madame: Sie betreiben die Online-Plattform „Peace begins in me“, wo Sie Ihr Self-Care-Konzept vermitteln. Was hat es damit auf sich?

Angela Lindvall: Wir versuchen, inneren Frieden durch Yoga, Meditation und Selbstwertschätzung zu erreichen. Dazu gibt es verschiedene Workshops, Events und Zeremonien. Die Grundidee ist zum einen, dass Menschen lernen, in sich selbst zu leben, und zum anderen, sie in ihren Entscheidungen zu bestärken. Denn jede einzelne Entscheidung hat nicht nur auf das eigene Leben Auswirkungen, sondern auf das große Ganze.

Dieser Artikel ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 06/19 erschienen.

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