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Zeitgeist

Studie: Darum bekommen Frauen später Kinder - wenn überhaupt

Das altmodische Frauenbild hat sich bis 2020 stark verändert. Statt Ehemann und vielen Kindern, gibt es andere Prioritäten im Leben - MADAME.de weiß mehr

Frau mit Kind
Die Familienplanung steht 2020 bei vielen Frauen hinter der Karriere an Foto: iStock

Zeitreise: Noch vor 70 Jahren hatte die Frau eine klare Rolle in der Familie. Während der Mann das Geld nach Hause brachte, stand sie am Herd, wusch die Wäsche und sorgte sich um das Wohl ihres Mannes. Und auch das Kinderkriegen, Aufziehen und Umsorgen fiel in ihren Bereich. Meist war die Familienplanung mit Mitte 20 schon abgeschlossen und drei bis fünf Kinder geboren. Dem ist heute nicht mehr so.

Durch das Wachsen der Gleichberechtigung, Offenheit und Akzeptanz wandelt sich das Frauenbild in unserer Gesellschaft immer mehr. Dass der Mann nach der Geburt zu Hause bleibt und die Frau arbeiten geht, ist nicht mehr ungewöhnlich. Und auch die Tatsache, dass viele junge Frauen heute später Kinder kriegen wollen, weil sie ihren erlernten Beruf zunächst ausüben wollen, Karriere machen und sich dann eventuell mit Familienplanung beschäftigen, ist nicht mehr selten. Doch das sind nicht allein die Gründe für den späten Familienzuwachs; eine Studie von der Online-Arztpraxis Zava klärt auf:

Darum bekommen Frauen immer später Kinder

  • Selbstverwirklichung an erster Stelle: Es geht nicht mehr nur um die Wünsche des Mannes, sondern auch um die Bedürfnisse der Frau. Entscheidet sie sich für die Karriere, muss die Familienplanung warten.

  • Künstliche Befruchtung: Auch die Medizin ist mittlerweile so weit, dass das Kinderkriegen mit über 35 Jahren durchaus möglich ist und Frauen viel mehr Chancen gibt, auch noch später eine Familie zu gründen.

  • Unsichere Zukunft: Ein stabiles Umfeld und ein fester Partner ist für Frauen der Hauptgrund, eine Familie zu gründen. Ist dieses nicht vorhanden, entscheiden sie sich häufig gegen Kinder.

  • Corona-Angst: Auch das aktuelle Krisenjahr geht nicht ungeschoren an den Frauen vorbei und sorgt für Zukunftsangst. Acht Prozent der befragten 1.004 Frauen gaben an, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Folgen erst mal keine Kinder bekommen wollen.

  • Direkte Entscheidung gegen Kinder: Auch dieser Gedanke ist 2020 nicht mehr verwerflich. Es gibt schlichtweg Frauen, die keine Kinder bekommen wollen.