MADAME wird geladen...
Citytrip

St. Petersburg: Der perfekte Städtetrip für Kulturliebhaber

In St. Petersburg wird Kultur großgeschrieben - doch auch als moderne Lifestylemetropole ist die russische Stadt auf der Überholspur. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über das Reiseziel wissen müssen

Auferstehungskirche in St. Petersburg
Die Auferstehungskirche ist nur eine von vielen Kathedralen in St. Petersburg iStock

St. Petersburg ist geprägt durch italienische Architektur

Kaum ist man wieder zu Hause, möchte man am liebsten auf der Stelle zurückkehren in diese ganz und gar wunderbare Stadt. St. Petersburg ist wie ein Honigtopf, an dem man lebenslänglich klebt. Über die einstige Zarenresidenz kann man nicht sprechen, ohne an Peter den Großen zu erinnern. Er hatte sich auf seinen Reisen in die Leichtigkeit und Lebensfreude europäischer Städte verliebt und italienische Architekten nach Russland geholt, um am Ufer der Newa die Stadt seiner Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

Historisch und modern - die russische Stadt bietet ihren Besuchern beides

Kanal in St. Petersburg
Vom Wasser aus bietet sich ein ganz anderer Blick auf St. Petersburg iStock

Heute ist St. Petersburg, die nördlichste Millionen-City Europas, auf dem Weg zu einer modernen Metropole und hat dennoch ihren alten Zauber bewahrt. Anders als in Prag oder Budapest, wo sich im Ambiente der Innenstädte die Melancholie ihrer Bewohner spiegelt, öffnen sich die breiten Petersburger Boulevards zum Himmel, alles ist groß und großzügig. Und die Architektur? Ein einziger barocker Traum! Am Rand der 68 Flüsse und Kanäle, die von mehr als 300 Brücken überspannt werden, stehen prachtvolle Palais und Bürgerhäuser, deren reich verzierte Fassaden in Pistaziengrün, Eisvogelblau, Korallenorange und zartem Zitronengelb leuchten. Wie die Petersburger selbst haben sie Aufstände und Revolutionen, Krieg und Hungersnot überstanden.

Vor allem die Kultur- und Kunstszene ist in St. Petersburg aufgeblüht

Früher amüsierte sich der Adel je nach Jahreszeit in Stadtpalais und Sommerhäusern. Heute residieren Feinkostläden und Food Halls, Bars und Bistros unter Regie ambitionierter junger Köche und Mixologen in den vornehmen Etablissements. In zweiter Reihe lassen sich versteckte Hinterhöfe entdecken und alte Fabriken, die nach westlichem Vorbild eine neue Bestimmung als Kultur-Hotspots gefunden haben. Hier arbeiten Galerien und junge Künstler an ihrem internationalen Renommee. Zu den Vorzeigeadressen zählt die Insel New Holland, wo Marinequartier und Radiostation mit finanzieller Hilfe des Oligarchen Roman Abramowitsch mit neuem Leben erfüllt wurden. Im Zentrum steht ein runder, dreistöckiger Backsteinturm, in dem sich in den letzten Jahren unter anderem diverse Designshops angesiedelt haben. Die aufgeblühte Kultur- und Kreativszene macht die Petersburger stolz auf ihre Stadt. Sie wandeln auf den Spuren ihres Gründers Peter – und öffnen auf ihre Art die Fenster zum Westen.

Unsere Reisetipps für St. Petersburg

Hotels

  • Rocco Forte Hotel Astoria: Seinen besonderen Charme verdankt das Fünf-Sterne-Hotel mit Bilderbuchblick auf die Isaaks-Kathedrale der Stilsicherheit von Olga Polizzi, der Schwester von Sir Rocco Forte. Für die öffentlichen Bereiche bevorzugte sie Kaminrot und Cremeweiß, in den 210 Zimmern und Suiten schuf sie eine private Salonatmosphäre mit viel Marmor und Mahagoni zu Parkettböden und exquisiten Teppichen.
  • Belmond Grand Hotel Europe: Seit 1875 dient das älteste Luxushotel der Stadt als Bühne für Hochzeiten, Galadiners und Bälle. Bis heute herrscht imperialer Glanz in den 275 Zimmern und Suiten. Im „L’Europe“ ist Boeuf Stroganoff vom Black Angus Spitzenreiter, im „Azia“ fernöstliche Fusions, in der „Caviar Bar“ kombiniert man 15 Sorten Kaviar mit Grand Cru oder Wodka.

Essen und Trinken

  • Blok: Im vierten Stock des Medienzentrums Leningrad wird man von der Deko des Fine-Dining-Lokals überwältigt. Die Speisekarte ist vielfältig: eine internationale Mischung mit allein sechs Variationen von Tatar. Das Bar-Team experimentiert mit ständig neuen Cocktails.
  • Birch: Vier Küchenchefs haben sich zusammengetan: In zwei schlicht-modernen Gasträumen mit viel Holz bekochen sie ihre Gäste à la carte oder mit kleinen und großen Tasting-Menüs. Die Basis: europäische Küche mit asiatischem Touch, reduziert auf 20 Gerichte zu moderaten Preisen.

Kultur

  • Eremitage: Unzählige Schätze liegen in den Archiven. In den 350 Sälen finden sich alle großen italienischen und flämischen Meister, im Winterpalast bedeutende Werke namhafter Künstler wie Picasso, Matisse und Gauguin.
  • Mariinsky-Theater: Das Barockjuwel, auf dessen Bühne die Pawlowa und Nijinsky Triumphe feierten, wurde unversehrt erhalten. Vor fünf Jahren eröffnete Putin das Mariinsky II, einen zehnstöckigen Monumentalbau mit Platz für 3800 Personen und eines der teuersten Opernhäuser der Welt.

Shopping

  • Au Pont Rouge: Das modische Repertoire der Luxus-Mall ist topaktuell. Barbershop und Paul-Mitchell-Beauty-Salon im ersten Stock, ausschließlich russische Designer im dritten, reduzierte Ware im fünften. Plus: Bookshop der Ermitage.
  • Caviar Russia: Bergeweise glänzende schwarze Kügelchen in schicken Glasvitrinen. Man darf probieren und wird gut beraten. Maximal 280 Gramm sind vom Zoll als Mitbringsel erlaubt. Heißhunger stillt man an der „Caviar Bar“.

Dieser Artikel erschien erstmals im MADAME Magazin 03/19

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';