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So werden Sie zur Pastakönigin - Teil 2: Al dente, aber wirklich

Während des Lockdowns haben Sie wahrscheinlich vor allem eins gemacht: Kochen. Jetzt sind Sie Miso-Expertin, Ramen-Spezialistin und Taco-Göttin. Pasta können Sie sowieso. Dachten Sie. Es schadet nie, die Basics noch mal zu wiederholen – und zu perfektionieren. Lernen Sie Pasta zu kochen wie eine echte Italienerin! Eine Anleitung in vier Folgen.

Pasta, Pasta! Aber bitte al dente
Pasta, Pasta! Aber bitte al dente Foto: picture alliance / Everett Collection | Courtesy Everett Collection

Al dente, aber wirklich: alles eine Frage des Timings

Es soll Nordeuropäerinnen geben, die gerne geweint hätten, als der italienische Liebhaber ihre Pasta mit angewidertem Gesicht wegschüttete. Wegen: zu lange gekocht. Das passiert einem zum Glück nur einmal im Leben, danach weiß man wie es geht. Hier ist dieses unbezahlbare Wissen über den Weg zur Nudel mit Biss - gratis!

Schritt 1: Die Nudeln müssen schnell ins Wasser

Und weil das bei Spaghetti manchmal schwierig ist, hilft folgender, sehr eleganter Trick: Die Spaghetti gebündelt senkrecht in die Topfmitte stellen, mit der flachen Hand dort halten - und: loslassen. Mit ein bisschen Übung fächern sich die Spaghetti gleichmäßig auf, weswegen Sie sie innerhalb von 20 Sekunden mit einem Löffel sanft ins Wasser drücken können, ohne dass sie kaputt gehen.

Schritt 2: Schlau mit der Packungsangabe kalkulieren

Bedeutet einfach gesagt: die Angabe auf der Packung ist nicht gleichzusetzen mit der Zeit, die die Pasta im Kochwasser verbringt. Denn sie gart auch bei allen weiteren Schritten weiter: beim Rausholen aus dem Wasser, beim Vermischen mit der Sauce und (italienischer Liebhaber im Ohr), sogar auf dem Teller, auf dem Weg von der Küche an den Tisch! Das hört sich aber komplizierter an, als es ist: von der Packungsangabe am besten zwei Minuten Kochzeit abziehen. Das ist genug Zeit, damit die Pasta in der Pfanne sich mit der Sauce verbinden kann (ggf. mit der Nachhilfe von ein bisschen Pastawasser, siehe Folge 1). Irgendwann hat man das aber sowieso im Gefühl, versprochen.

Schritt 3: Anrichten!

Ja, es ist manchmal zeitsparender, keine Servierplatte zu benutzen. Dann landet die Pasta direkt von der Pfanne auf den Tellern. Kein Problem, wenn kein Nachschlag geplant ist (unwahrscheinlich allerdings, oder?) Denn Pasta, die in der warmen Pfanne verbleibt, gart in dieser Zeit weiter, zieht das Wasser aus der Sauce und schmeckt am Ende nicht nur weich. Sondern auch trocken.

Pasta Pasta! Teil 3 folgte demnächst...