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Medical Beauty

Schönheitsoperationen: Die gängigsten Methoden

Von der Nasenkorrektur bis zum großen Face Lift: Die bekanntesten Schönheitsoperationen im Überblick - wie sie funktionieren und was sie kosten.

Was hilft gegen Stirnfalten?
Was hilft gegen Stirnfalten? (1/9) Thinkstock

Was hilft gegen Stirnfalten?

Stirn und Augenbrauen sind ständig in Bewegung. Deshalb können hier schon sehr früh Falten auftreten, die im Anfangsstadium meistens mit Botox oder Fillern bekämpft werden. Im Laufe der Jahre sinken dann zusätzlich die Augenbrauen ab, Schlupflider verstärken sich, die Augenlider bekommen Fältchen. Zusammen mit tiefen Stirnfalten kann das Gesicht dadurch müde, ärgerlich oder traurig aussehen.

"Viele Patienten, die wegen einer Augenlidstraffung kommen, haben eigentlich eine erschlaffte Stirnhaut. Dadurch rutschen die Augenbrauen nach unten und verursachen sogenannte Schlupflider", erklärt Dr. Christian Schrank, der zusammen mit Dr. Yoram Levy neue Klinikräume in der "Aesthetik am Ammersee" in Herrsching bezogen hat. Bei einem Stirnlifting werden die Augenbrauen gehoben und in eine attraktive Form gebracht, Querfalten beseitigt und die Stirnmuskulatur angepasst. Schlupflider oder Zornesfalten verschwinden, das Gesicht bekommt ein frischeres Aussehen.

Dr. Schrank: "Die Herausforderung bei diesem Eingriff liegt in der richtigen Schnittführung, welche individuell angepasst werden muss. In den meisten Fällen weicht der Haaransatz mit zunehmendem Alter nach hinten, die Stirn wird höher. Deshalb beginne ich mit einem schrägen Schnitt drei bis vier Reihen hinter den ersten Haarwurzeln, dem sogenannten Hairline Cut. Dadurch ist die Naht unsichtbar und es kommt nicht zu Haarausfall." In der Regel ist nach dem Eingriff ein Tag Klinikaufenthalt nötig. Danach muss man 14 Tage lang mit Schwellungen und Blutergüssen rechnen. Das Hauptrisiko beim Stirnlifting besteht darin, dass bei falscher Schnittführung Haare unwiederbringlich "weggestrafft" werden, also nicht mehr nachwachsen. Eine gelungene OP jedoch lässt das Gesicht bis zu zehn Jahre jünger aussehen. Kosten: ab 4.500 Euro.

Offene Augen bekommen
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Offene Augen bekommen

Um die Augenpartie zu optimieren, können sowohl die Ober- als auch die Unterlider gestrafft werden. "Durch Korrekturen am Unterlid verabschiedet man sich in erster Linie von den unschönen Tränensäcken. Dazu werden per Skalpell Haut und Muskeln gestrafft sowie überschüssiges Fett entfernt. Der Schnitt verläuft ein bis zwei Millimeter unterhalb des Wimpernrandes", erklärt der Münchner Dermatologe Dr. Hans-Ulrich Voigt. Die OP unter lokaler Betäubung dauert 40 bis 60 Minuten.

Zu den Risiken zählen falsch gesetzte Schnitte, die das Wimpernwachstum dauerhaft stören können. Die ersten beiden Tage nach dem Eingriff ist man nicht gesellschaftsfähig, Blut- ergüsse können bis zu zehn Tage anhalten. Gegen die Schwellungen helfen Kühlpacks, die Fäden können nach fünf Tagen gezogen werden. Das Ergebnis hält bis zu zehn Jahre. Kosten: ab 2.000 Euro.

"Das Oberlid wird zur Straffung in der Lidfalte aufgeschnitten, sodass überschüssige Haut und kleine Fettdepots entfernt werden können. Anschließend wird in der Lidfalte genäht, dadurch sind die Narben später bei geöffneten Augen unsichtbar", so Dr. Voigt. Auch diese OP wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert 40 bis 60 Minuten. Zu den Komplikationen zählen vor allem Nachblutungen. Wird zu viel Fett entfernt, wirken die Augen hohl. Asymmetrische Lider können bei erfahrenen Ärzten nahezu ausgeschlossen werden. Der Heilungsverlauf entspricht dem der Unterlidstraffung. Die Kosten sind etwas geringer und liegen bei 1.800 Euro für beide Augen.

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Nasenkorrektur
Nasenkorrektur (3/9) Thinkstock

Nasenkorrektur

Eine Nasenkorrektur dauert in der Regel ein bis zwei Stunden und gilt als einer der kompliziertesten Eingriffe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Der Arzt löst dafür die Haut der Nase von Knorpel und Knochen, um dann die Nasenform mithilfe von Mini-Instrumenten wie Hammer und Meißel neu zu modellieren. Eventuell wird bei der Operation auch die Nasenscheidewand korrigiert.

Die Schnittführung erfolgt in der Regel über die Nasenlöcher, sodass keine sichtbaren Narben entstehen. Die Haut wird zum Abschluss wieder über die neu geformte Nase gelegt. Ein Verband aus Pflaster und Aluschienen formt und schützt die Nase beim Abheilen. Zu den Risiken gehören Infektionen, die jedoch mit Antibiotika therapiert werden. Da beim Eingriff auch feine Nervenfasern durchtrennt werden, kann im Nachhinein ein Taubheitsgefühl auftreten, was im Laufe der Zeit verschwindet. Eine korrigierte Nase hält normalerweise ein Leben lang. Allerdings ist das kosmetische Ergebnis in 10 bis 15 Prozent der Fälle nicht befriedigend. Die Kosten liegen zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Wenn die Operation zur Verbesserung der Atmung durgeführt wird, übernimmt die Kasse häufig einen Teil der Kosten.

Kleines Facelift
Kleines Facelift (4/9) Thinkstock

Kleines Facelift

Mindestens 20 unterschiedliche Methoden haben Plastische Chirurgen in den vergangenen Jahren für das Facelifting entwickelt. "Neben der richtigen Technik liegt die Kunst für ein gelungenes Facelift vor allem in der Individualität der Behandlung, die mit Erfahrung und ästhetischer Wahrnehmung zu tun hat", betont Dr. Levy, der bereits etwa 4 000 Facelifts durchgeführt hat. Am einfachsten und risikoärmsten ist das sogenannte Minilift. "Dabei wird nur die Haut gestrafft, man kann beginnende Hängebäckchen anheben und geht kaum ein Risiko ein", erklärt Professor Albert Hofmann von der Klinik Rosengasse in Ulm.

"Das ist für den Moment sehr effektiv, hält aber meist auch nur ein bis zwei Jahre." Die Operation dauert ein bis zwei Stunden und kostet ab 4 000 Euro. Eine andere Technik, die das Gesicht mehrere Jahre jünger aussehen lässt, ist das Anheben der Wangenpartie oder ein Lifting unterhalb der Wangenregion. Bei dieser "MACS"-Methode (Minimum Access Cranial Suspension) wird mit drei kleineren Nähten die jeweilige Gesichtspartie an ihre ursprüngliche Position zurückgehoben. Dazu ist jeweils ein kleiner Schnitt am Haaransatz über und vor dem Ohr nötig. Der Eingriff im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose dauert ebenfalls ein bis zwei Stunden, etwa nach einer Woche ist man wieder gesellschaftsfähig. Kosten: ab 6.000 Euro.

Großes Facelift
Großes Facelift (5/9) Thinkstock

Großes Facelift

Bei einem kompletten Lifting wird nicht nur die Haut gestrafft. Auch das Muskelgewebe, Sehnen und Fettgewebe werden bearbeitet. Die effektivste Methode ist das sogenannte SMAS (Superficial Muscular Aponeurotic System). Geschnitten wird wie beim Stirnlift mit dem sogenannten Hairline Cut. Entlang dieser Schnittführung wird die Haut gelöst, das erschlaffte Bindegewebe sowie die Mimik-Muskulatur und abgesunkene Fettpölsterchen werden korrigiert, die überschüssige Haut entfernt. Die OP dauert drei bis vier Stunden und wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. "Wir haben in unserer Klinik eine sogenannte Analogsedierung entwickelt. Eine Art Dämmerschlaf mit örtlicher Betäubung und Schmerzmittel, was die Nebenwirkungen der Operation deutlich reduziert", erklärt Dr. Levy.

Man hat mit einem Klinikaufenthalt von zwei Tagen zu rechnen, ein Kopfverband wird nur am ersten Tag und in der ersten Nacht getragen. Blutergüsse und Schwellungen sind für mindestens zwei Wochen zu erwarten. Nach zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Zu den Risiken zählen dauerhafte Lähmungen der Gesichtsnerven, die jedoch bei erfahrenen Ärzten nahezu ausgeschlossen werden können. Es bleiben die üblichen OP-Risiken, die Haut kann sich besonders vor den Ohren länger taub anfühlen, im Schläfenbereich kommt es manchmal zu Haarausfall, die Haare wachsen aber wieder nach. Das Ergebnis lässt ein Gesicht 10 bis 15 Jahre jünger aussehen. Wenn alles gut geht, kann ein Lifting drei- bis viermal wiederholt werden. Kosten: ab 10.000 Euro.

Brustoperation
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Brustoperation

Beim Thema Busen geht es sowohl um die Brustvergrößerung (Mamma-Augmentationsplastik) als auch zunehmend um die Brustverkleinerung (Mamma-Reduktionsplastik). Allerdings ist die Brustvergrößerung in Deutschland immer noch eine der häufigsten Schönheitsoperationen. Dabei wird unter Vollnarkose ein Hautschnitt von circa vier Zentimetern entweder in der Falte unterhalb der Brust, am Rand der Brustwarze oder in der Achselhöhle gemacht. Durch diesen Hautschnitt modelliert der Arzt eine Höhle, in die später das Implantat platziert wird. "Sie liegt entweder hinter der Brustdrüse oder hinter dem Brustmuskel", beschreibt Dr. Robin Deb, Spezialist für ästhetische Brustchirurgie in der Rosenpark Klinik in Darmstadt.

"Bewährt haben sich Silikonimplantate, deren Sicherheit durch neue Studien belegt wurde. Moderne Implantate halten mindestens zehn Jahre, die Fähigkeit zu stillen wird durch den Eingriff normalerweise nicht beeinträchtigt", so Dr. Deb weiter. Neben den üblichen OP-Risiken kann es zu Schmerzen, Blutergüssen, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen kommen. Das häufigste Problem (in 6 bis 10 Prozent der Fälle) ist eine Kapselfibrose: Der Körper wehrt sich gegen das Implantat und umschließt es mit einer Hülle aus Bindegewebe. Das Implantat muss dann wieder entfernt werden. Kosten: 5.000 bis 7.000 Euro.

Fettabsaugung
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Fettabsaugung

Der Fettkiller per Kanüle, die Liposuktion, ist laut Statistik der DGÄPC der zweithäufigste Eingriff unter den Schönheitsoperationen. Via Liposuktion lässt sich im Prinzip die gesamte Körpersilhouette formen. Dr. Gerhard Sattler, Leiter der Darmstädter Rosenpark Klinik und seit Jahren Vorreiter in Sachen Liposuktion: "Es gibt genetisch bedingte Fettpolster, die sich auch durch Diät und Sport nicht beseitigen lassen. Die Liposuktion sollte allerdings immer nur eine begleitende Maßnahme sein, wenn eine Änderung in Essverhalten und Lebensstil nicht zum Erfolg führt. Abgesaugt werden können Fettdepots an Bauch, Beinen, Armen, Po und Rücken - eigentlich überall, wo sie als störend empfunden werden."

Die Methode: Das häufigste Verfahren ist die Tumeszenz-Methode. Dabei wird ein Gemisch aus Kochsalzlösung, Lokalanästhetikum und u.a. Adrenalin durch mehrere kleine Hautschnitte in die jeweilige Körperpartie gepumpt. Während der Einwirkzeit lösen sich die Fettzellen auf und der Arzt schiebt eine 3 bis 4 Millimeter große Kanüle in die Hautschlitze und saugt durch einen Vibrationsmechanismus ein bis maximal vier Liter Fett ab. Der Patient ist während der OP bei Bewusstsein, die lokale Betäubung reicht bis zum Muskel. "Das ist gleichzeitig ein Schutz vor Komplikationen, denn der Patient würde sofort schmerzhaft spüren, wenn Muskeln oder Organe verletzt werden könnten. Während der Operation spüren die Patienten nur einen Druck und ein dumpfes Gefühl", so Dr. Sattler.

Je nach Größe des zu behandelnden Fettdepots dauert der Eingriff bis zu vier Stunden. Das Ergebnis kann bei entsprechender Lebensweise dauerhaft halten, weil die einmal abgesaugten Fettzellen nicht nachwachsen. In den ersten drei bis vier Wochen nach der OP muss Kompressionskleidung getragen werden, damit sich das Gewebe ohne Schwellung zurück- bilden kann. Diese Schwellungen wie auch muskelkaterähnliche Schmerzen und Blutergüsse sind die häufigsten Nebenwirkungen. Auch die Nerven sind manchmal bis zu drei Wochen gereizt. Wird der Eingriff nicht von spezialisierten Ärzten mit viel Erfahrung durchgeführt, kann es zu Dellen, unregelmäßigen Konturen und Asymmetrien kommen. Kosten je nach Eingriff: ab ca. 3.000 Euro.

Bauchstraffung
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Bauchstraffung

Wenn es darum geht, einen straffen Bauch zu bekommen, wird in den meisten Fällen Fett abgesaugt. Ist die Bauchdecke jedoch nach starkem Gewichtsverlust oder nach einer Schwangerschaft erschlafft, kann eine Bauchstraffung für ein optimales Ergebnis nötig sein. Dazu wird von Beckenknochen zu Beckenknochen ein Schnitt gemacht, die Haut hier quasi hochgeklappt und überschüssige Bauchhaut entfernt. Außerdem werden die Bauchmuskeln gestrafft, damit die Bauchdecke fester und die Taille schmaler wird. Der Eingriff unter Vollnarkose dauert etwa eineinhalb Stunden, danach sollte man für ein bis zwei Tage in der Klinik bleiben. Zu den Risiken gehören Durchblutungsstörungen und Entzündungen. Der Erfolg ist dauerhaft, vorausgesetzt man hält danach sein Gewicht. Die Kosten von circa 4.000 Euro werden bei medizinischer Indikation zum Teil von der Krankenkasse übernommen.

Po straffen
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Po straffen

Auch um den Po zu verkleinern, ist Fettabsaugen die gängigste Methode. Um ein aus der Form geratenes Gesäß zu optimieren oder zu vergrößern, werden ähnlich wie bei der Brustvergrößerung speziell entwickelte Silikonimplantate genutzt. Dazu setzt der Chirurg unter Vollnarkose einen etwa fünf bis sechs Zentimeter langen Schnitt zwischen die Pobacken. "Dieser Schnitt ist später kaum sichtbar, auch wenn man beispielsweise einen Bikini trägt. Dann werden - wie auch beim Busen - Taschen zwischen zwei Muskeln geformt, in die die Silikonimplantate eingesetzt werden", beschreibt der Plastisch-Ästhetische Chirurg und Mitbegründer der Düsseldorfer Privatklinik im Breidenbacher Hof, Dr. Branislav Matejic, die Technik.

"Für die Phase der Abheilung darf man nicht auf den Pobacken, also direkt auf den Implantaten, sitzen, sondern nur auf den sogenannten Sitzbeinen", erklärt Dr. Matejic weiter. Die Operation wird in Bauchlage durchgeführt und dauert etwa zwei Stunden. Die ersten 48 Stunden nach der OP darf man nur in Bauch- und Seitenlage mit einem Spezialverband verbringen. Die Risiken und auch die Haltbarkeit sind vergleichbar mit denen einer Brustvergrößerung. Kosten: ab 6.500 Euro.

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