Mittel gegen Müdigkeit: Diese fünf Dinge machen wieder wach

Die besten Mittel gegen Müdigkeit? Vergessen Sie den Kaffee, in manchen Situationen benötigen wir mehr als den üblichen Koffein-Kick. Diese fünf Tipps können Ihre Müdigkeit bekämpfen

Mittel gegen Müdigkeit: Welche Dinge Ihnen wirklich helfen, wacher zu werden

Mittel gegen Müdigkeit: Welche Dinge Ihnen wirklich helfen, wacher zu werden

Was hilft gegen Müdigkeit?
Coffee Nap
Coffee Nap

Deshalb sollten Sie Kaffee vor dem Mittagsschlaf trinken

Jeder kennt das Phänomen: Am Nachmittag wird man meistens unglaublich müde und antriebslos, fühlt sich ausgelaugt und erschöpft. Die Forschung bietet viele Lösungen zur Bekämpfung von tagesabhängiger Müdigkeit, die über Nahrungsmittel bis hin zu sportlichen Aktivitäten reichen. Da es während der Arbeitszeit mit Sport ein wenig schwierig werden könnte, stellen wir Ihnen hier fünf Tipps gegen Müdigkeit vor, die sich in vielen Lebenslagen anwenden lassen. So bekommen Sie Ihre Erschöpfung nach und nach besser in den Griff:   



1. Bewegung gegen Müdigkeit

Die Zauberformel lautet: Kreislauf aktivieren! Bewegung wirkt sofort der Müdigkeit entgegen. In der Mittagspause hilft ein Spaziergang an der frischen Luft. Wer die Zeit und Muße hat, sollte eine Fitness-Einheit absolvieren. Hierbei reicht z.B. ein 20-minütiges HIT-Training schon aus. Wer sich gerade nicht bewegen kann (weil man zum Beispiel im Wartezimmer einer Arztpraxis sitzt oder anderswo), dem hilft schon Stehen oder im besten Fall auch ein geöffnetes Fenster.

2. Brainfood gegen ein Leistungsloch

Brainfood (bekannt als „Kraftfutter für das Gehirn“) kann wahre Wunder bewirken: Dazu zählen Nüsse, die nicht nur Energie- und Eiweißlieferanten sind, sondern aufgrund ihrer ungesättigten Fettsäuren auch den Cholesterinspiegel senken. Mandeln oder Cashewnüsse sind bestens hierfür geeignet. Auch Goji-Beeren sind dank ihrer 19 Aminosäuren, 21 Spurenelementen, Eiweiß und Vitaminen ein wahrer Booster für das Immunsystem und bekämpfen die Müdigkeit. Ein Esslöffel voll reicht schon aus.

3. Gehirnjogging

Rätseln Sie doch mal ein bisschen! Wenn Ihnen nicht nach einem Snack ist, dann sollten Sie diesen Tipp gegen Müdigkeit ausprobieren. Das sogenannte „Gehirnjogging“ sorgt im Zeitalter der Informationsflut dafür, dass unser Gehirn lernt, relevante Informationen von unwichtigen zu unterscheiden – das Gedächtnis wird aktiver. Je aktiver das Gedächtnis ist, desto weniger müde sind wir. Vor allem dann, wenn man in der Menge der Informationen unterzugehen scheint.

4. Viel(!) Wasser trinken

Glücklicherweise gibt es eine Faustformel dafür, wie viel Wasser Sie am Tag zu sich nehmen sollten. Wer sich jedoch nicht daran hält, kann schnell an Wassermangel leiden und in einen Zustand der Müdigkeit verfallen. Denn wer zu wenig trinkt der sorgt dafür, dass das Blut dickflüssig wird und somit nicht schnell genug ins Gehirn gelangen kann, um dieses mit Sauerstoff zu versorgen – Müdigkeit tritt ein. Eine große Flasche Wasser sollten Sie deshalb immer griffbereit haben.
 
5. Multivitamine
 
Einen Energieschub mithilfe von natürlichen Lebensmitteln („Brainfood“) zu erreichen, sollte immer die erste Option sein. Allerdings gibt es Situationen, in denen ein schneller Energiekick notwendig ist – vor allem dann, wenn sie das Gefühl haben, dass nichts Anderes der Müdigkeit entgegenwirken könnte. Präparate wie Vitamine des B-Komplexes können dabei helfen, die Stimmung zu heben und die Müdigkeit zu bekämpfen. Diese Art von Nahrungsergänzungsmitteln ist jedoch keine längerfristige Option und dient nur zur kurzzeitigen Einnahme. Achten Sie darauf, nicht nur zu Vitamin B12 zu greifen, sondern auch zu Vitamin B3, B5 und B7. Diese werden auch als Biotin und Niacin oder Nicotinsäure bezeichnet. Vor allem in den Wintermonaten, wenn wenig Sonnenlicht verfügbar ist, können sie eine jahreszeitbedingte Müdigkeit verhindern.

Wie entsteht das Nachmittagstief?

Oftmals wird das Nachmittagstief mit der Ernährung in Verbindung gebracht: Der Körper steht im normalen Arbeitsalltag (unbewusst) unter Stress und verbraucht somit Energie. Um die Energiereserven wieder aufzufüllen, greifen viele nach dem bereits zuvor beschriebenem „Brainfood", um wieder munter zu werden. Selbiges erledigt auch die Mittagspause im Büro. Der Clou kommt allerdings jetzt: Unser Körper benötigt auch Energie, um die aufgenommene Nahrung zu verdauen. Zusätzlich führt „schweres“ Essen wie Nudeln, Pommes & Co. dazu, dass der Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe steigt und schnell wieder sinkt. Wer also wieder am Schreibtisch sitzt, benötigt die Energie nicht nur für die Arbeit, sondern auch für den natürlichen Verdauungsvorgang. Die Folge: Wir werden schlapp und müde.

Das "Nachmittagstief" tritt meistens nach der Mittagspause während der Arbeit ein

Das Nachmittagstief tritt meistens nach der Mittagspause während der Arbeit ein


Ursachen für Müdigkeit im Alltag

Müdigkeit tritt jedoch auch unabhängig von der Ernährungsweise oder dem Arbeitsalltag ein. Ein Beispiel: Sie starten fit und ausgeschlafen in den Tag und haben freie Zeit für sich. Selbst in der U-Bahn kann plötzliche Müdigkeit auftreten, nachmittags daheim auf der Couch, oder beim Treffen mit Freunden. Wenn das Essen in diesem Fall nicht schuld sein kann, dann können es die folgenden Dinge sein:



Übrigens: Koffein kann der Müdigkeit nur kurzzeitig entgegenwirken und ist somit nicht wirklich nachhaltig. Ganz im Gegenteil: Die Wirkung tritt zwar schon nach 15-20 Minuten ein, allerdings lässt sie auch stark wieder nach, dass man nach einem Kaffee noch müder sein kann als zuvor. Im Falle einer Dehydrierung oder aufgrund von zu wenig Schlaf, kann übrigens auch der Konsum von Kaffee nicht wacher machen – aus diesem Grund sollten Sie lieber die oben genannten fünf Tipps im Hinterkopf behalten.