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Philanthropin und Modeschöpferin

Margherita Missoni engagiert sich für Kinder in Afrika und lancierte kürzlich ihr eigenes Kinder-Label. Mit der Online-Community Videdressing versteigert die schöne Italienerin nun 90 Teile aus ihrem privaten Kleiderschrank. Im Gespräch erzählt sie über ihren Modestil und ihre Mission.

Eine Frau mit vielen Talenten: Margherita Missoni
Eine Frau mit vielen Talenten: Margherita Missoni Setzt sich aktiv für notleidende Kinder in Afrika ein: Margherita Missoni

Sieben Fragen an Margherita Missoni

Margherita Maccapani Missoni Amos ist Mutter zweier Söhne, Kreativkopf von Margherita Kids und Italien-Präsidentin von Oafrica. Im Gespräch mit MADAME erzählt die 32-Jährige von ihrem Alltag als Missoni-Erbin und dem Kampf gegen Kinderarmut.

Mein Modestil

Ich bin es gewöhnt, dass ich das Aushängeschild für "Bohemian-Chic“ bin. Doch mit den Jahren verändert sich das zunehmend. Nach wie vor liebe ich große Drucke – besonders toll finde ich Streifenmuster in unerwarteten Farben wie Military-Grün oder Koralle. Aber ich stelle fest, dass ich oft zurückhaltende Farben trage. Ansonsten favorisiere ich Empirekleider und Capes, die sind so schön dramatisch.

Meine Lieblingslabels

Dazu gehören – abgesehen von Missoni – Proenza Schouler, Arthur Arbesser, Marco De Vincenzo, The Row, Dior und das Londoner Label Isa Arfen.

Mein Kleiderschrank

… ist außerdem voll mit Basics von Uniqlo und American Apparel. Zu meinen absoluten Must-haves gehört ein Kleid von Diane von Furstenberg. Ich habe es bei einem Charity Event in New York ersteigert. Mein größter Schatz im Schrank ist ein in schimmernden Regenbogenfarben gehaltenes Lurexkleid von Marco De Vincenzo. Welches Stück ich bisher am häufigsten getragen habe? Meinen klassischen Burberry-Trenchcoat.

Das meiste Geld ...

... gebe ich für Schmuck aus. Denn er ist für die Ewigkeit gemacht.

Secondhand

Man darf nicht vergessen: Die Modeindustrie ist die zweitgrößte umweltverschmutzende Industrie auf der Welt. Hauptverursacher ist die gigantische Menge an Kleidungsstücken, die weggeworfen wird. Daher befürworte ich Konzepte wie Videdressing. Seit einigen Jahren verkaufe ich Teile meiner Garderobe, und es freut mich, dass inzwischen immer mehr Menschen diese Portale nutzen.

Charity

Mein persönliches Anliegen war schon immer, Kindern eine Stimme zu geben. Als ich Lisa Lovatt-Smith, eine alte Freundin meiner Mutter, 2003 in Paris traf und von ihrem neuen Projekt hörte, flog ich zwei Wochen später zu ihr nach Ghana, um ihr einige Monate zu helfen. Zurück in Italien, gründete ich eine Ländervertretung von Lisas Organisation OAfrica. Mein wichtigstes Ziel: genügend Geld aufzubringen, um Eltern so zu stärken, dass sie wieder eigenständig für ihre Kinder sorgen können. Bislang haben wir erreicht, dass 800 Kinder zu ihren Familien zurückkehren konnten.

Faszination Afrika

Die Ghanaer sind zuvorkommend, aufgeschlossen und freundlich. Was mich am meisten berührt, ist die Tatsache, dass sie nicht aufgeben, sondern mit ihrem Leben weitermachen, ungeachtet der Bedingungen um sie herum.

Nadine Hippler

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