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Styling

Logomania – Wenn das Logo zum Modestatement wird

"Weniger ist mehr" war gestern: Das Logo, das nach wie vor als der Heilige Gral einer Marke gilt, hat sich in den letzten Jahren vom Minimalen zum Maximalen entwickelt. Wieso, weshalb, warum? Wir gehen dem Logomania-Trend auf die Spur

Logomania – ein Modetrend, hinter dem mehr hintersteckt als vermutet
Logomania – ein Modetrend, hinter dem mehr hintersteckt als vermutet Logomania – ein Modetrend, hinter dem mehr steckt als man zuerst vermutet Getty Images

Die Entwicklung des Markenlogos

Das Logo steht schon länger nicht mehr nur für die Marke selbst. Agierte es zu Beginn vorerst als eine dezente Art der Wiedererkennung, ist es heute präsenter als je zuvor. Markennamen und Logos werden plakativ auf Kleidung und Taschen gedruckt, was das Zeug hält. "Logomania" nennt sich der Trend, bei dem schlichtweg gilt: Je größer, desto besser. Alle Welt soll sehen, welches Label man trägt, denn das gilt als cool und angesagt. Fendi bedruckt ganze Kleidungsstücke mit dem "FF"-Logo und auch Salvatore Ferragamo bringt das Cancini (wieder) groß heraus. Doch wieso eigentlich?

Dahinter steckt gewiss eine kluge Marketing-Strategie, denn was erzielt mehr Aufmerksamkeit als ein von oben bis unten durchgebrandetes Kleidungsstück? Außerdem steckt hinter all dem ein wenig Nostalgie – und wir Menschen lieben Nostalgie! Es versetzt uns zurück in die Zeiten, als das bekannteste und auffälligste Logo, das man kannte, von Louis Vuitton war. Ferner erinnert es uns an die simplen Logo-Shirts von Calvin Klein, Diesel & Co.

Logomania – mehr als nur ein Modetrend

Trends kommen und gehen und erleben hin und wieder ihre Hochsaison – so war und ist es beim Animal Print, bei Cordhosen oder auch bei dem Samt-Revival. Allerdings gibt es zwischen dieser Art von Modetrends und dem Logomania-Hype einen prägnanten Unterschied, denn die Wirkungs- und Darstellungsweise ist eine ganz andere: Labels können mit der plakativen Darstellung des eigenen Logos auf viele Arten spielen und somit die eigene Philosophie und Ästhetik zum Ausdruck bringen. Denn eines ist klar – das Logo ist das größte Verkaufsargument einer Marke.

Viele Labels haben diesen Hype erkannt und für sich genutzt: Gucci rekreierte kurzerhand das eigene Monogramm und isnzenierte scherzhaft ein GUCCY-Logo (ja, mit "Y"). Dieser Streich war aus Marketing-Sicht ein voller Erfolg, denn das Label ließ seither Taschen und Accessoires mit diesem Monogramm bedrucken. Balenciaga setzt auf Logo-Schals mit eigenem Schriftzug und Fendi gibt es ab sofort im Allover FF-Look. Die Idee geht auf: Jeder will es, jeder kauft es.

Aus Gucci wird Guccy – die Rechtschreibfehler der Fälschungen zu übernehmen, ist ein kluger Schachzug des Labels
Aus Gucci wird Guccy – die Rechtschreibfehler der Fälschungen zu übernehmen, ist ein kluger Schachzug des Labels Aus Gucci wird Guccy – die Rechtschreibfehler der Fälschungen zu übernehmen, ist ein kluger Schachzug des Labels Getty Images

Logomania – was kommt danach?

Auch diese Phase wird in der Modewelt irgendwann wieder passé sein und durch etwas Neues ersetzt. Erinnern wir uns kurz zurück: Wir hatten Logos als Statussymbol (Chanel), Logos mit ein wenig Ironie (Vetements und DHL), Logos als prunkvolle Variante (der SUPREME-Schriftzug) oder als politisches Statement (Prabal Gurung 2017). Nun sind wir bei einer neuen Stufe angelangt – und diese geht von Anerkennung bis über zur Schaustellung von Reichtum und Aufmerksamkeit. Was als nächstes kommt? Lassen wir uns doch überraschen, denn spannend ist es allemal.

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