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Hautpflege

Mission Makellos: Laser

Tak, tak, tak – wie High Heels auf Parkett klingt es in vielen modernen Arztpraxen: Laser bei der Arbeit. Die Geräte kommen seit mehr als 20 Jahren zum Einsatz und sind aus der ästhetischen Medizin nicht mehr wegzudenken. Hightech-Laser sind mehr als einfach nur gebündeltes Licht. Im Dienste makelloser Schönheit können die künstlich gerichteten Strahlen mal messerscharf, mal ganz sanft agieren: Je nach Wellenlänge sind sie kalt oder heiß, tragen Hautschichten schonend ab, radieren Falten aus, stimulieren kollagene Fasern oder durchdringen wie ein Skalpell das Gewebe. Laserstrahlen laufen parallel und phasengleich, wodurch das Licht fokussiert und punktgenau sehr viel Energie abgibt.

Augenlidstraffung mit Laser-Behandlung
Augenlidstraffung mit Laser-Behandlung (1/8) Thinkstock

Augenlider straffen

Laser mit Schnittmodus lassen sich bei der Straffung des Oberlids wie ein Skalpell nutzen. Schon beim Schneiden werden die kleinen Blutgefäße wieder verschweißt, es können allerdings unschöne Narben entstehen. Anders ist es beim Unterlid: "Bei der Straffung dieser Gesichtspartie haben sich fraktionierte Laser sehr gut bewährt. Hier kann man operativ ja nicht wirklich eingreifen", erklärt die Dermatologin Dr. Patricia Ogilvie.

Zu beachten: Für die Oberlidstraffung bevorzugen die meisten Ärzte nach wie vor das Skalpell, weil die Wundheilung nach einer Laserbehandlung teilweise nicht optimal verläuft. Ergebnis: Es findet eine dauerhafte Restrukturierung des Gewebes statt, und man gewinnt etwa zehn Jahre. Kosten für die gesamte Augenpartie etwa 500 Euro pro Sitzung.

Noch mehr Experten-Tipps finden Sie hier: Augenlidstraffung

Laser: Dauerhafte Haarentfernung
Laser: Dauerhafte Haarentfernung (2/8) Thinkstock

Dauerhafte Haarentfernung durch den Laser

Rasieren, wachsen, epilieren: Mittel und Methoden, lästiges Körperhaar loszuwerden, gibt es viele. Doch die meisten davon halten nicht lange – maximal mehrere Wochen bleiben Beine und Bikini-Zone haarfrei. Ein endgültiges Aus für die Haarwurzel versprechen Laser. Die Behandlung beruht auf einem physikalischen Trick: Der auf die Haut gesendete Lichtimpuls des Lasers gelangt über das Haar an die Haarwurzel. Dort wandelt sich seine Energie in Wärme um, wodurch die Wachstumszellen in der Haarwurzel zerstört werden. Die Laserenergie wird dabei vom Haarfarbstoff, dem Melanin, aufgenommen. Je dunkler das Haar und seine Wurzel, desto besser. Und: Ein Laser braucht Kontraste. Ideal für eine Laserbehandlung ist darum dunkles Haar auf heller Haut.

Als Innovation und zudem schnellster Laser der Welt gilt laut dem Dermatologen Dr. Hans-Ulrich Voigt der neue "LEDA EPI“-Diodenlaser: "Der Laser ist besonders effizient und auch bei dunklerer Haut geeignet. Die umliegende Haut kann zwischen den einzelnen Pulsen abkühlen und bleibt so optimal geschützt." Zu beachten: Der Erfolg der Behandlung hängt vom richtigen Wellenbereich, der Impulsdauer und der Energiedichte ab. Eine zu kurze Wellenlänge kann nicht tief genug eindringen und die tiefer liegenden Haarfollikel deshalb nicht erreichen. Zu lange Wellenbereiche bewirken eine zu starke Aufnahme des Laserlichts durch die Haut, sodass zu wenig Haarfollikel zerstört werden.

Ergebnis: Der Begriff "dauerhafte Haarentfernung ist laut der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) folgendermaßen definiert: Eine "signifikante Haarreduktion für einen Zeitraum, der länger ist als der Haarzyklus in der entsprechenden Region". Haare können also vereinzelt wieder nachwachsen, sodass die Behandlung wiederholt werden muss. Kosten Je nach Körperregion ab 100 Euro. Meistens sind drei bis sieben Sitzungen nötig.

Laser-Therapie: Besenreiser
Laser-Therapie: Besenreiser (3/8) Thinkstock

Laser-Therapie: Besenreiser

Die beste Indikation für Behandlungen mit Lichtenergie ist und bleibt die Couperose. Damit bezeichnet man feine, bläulich rote Äderchen, die durch die Haut schimmern. Sie zeigen sich meist am deutlichsten auf den Wangen und rund um die Nase. Ursachen: Veranlagung (genetisch bedingt), Sonne oder Bluthochdruck. "Durch die Behandlung mit modernen IPLGeräten (Intensed Pulsed Light) und Laser werden die Gefäße regelrecht zugeschweißt und dann vom Körper abgebaut“, erklärt der Dermatologe und Phlebologe Dr. Konstantin Feise von der Rosenpark Klinik in Darmstadt.

Zu beachten: Das Laserlicht dringt tiefer in die Haut als die Energie aus dem IPL-Gerät, weshalb nach Behandlungen mit IPL keine Gefahr der Narbenbildung besteht. Ergebnis: Die Gefäße, die behandelt wurden, bleiben verschwunden. Leider können sich bei Veranlagung aber immer wieder neue Äderchen bilden. Kosten Je nach Areal ab 150 Euro.

Mit dem Laser Narben verschwinden lassen
Mit dem Laser Narben verschwinden lassen (4/8) Thinkstock

Narben entfernen

Egal, wo sie auftauchen, Narben sind selten schön. Leider kann nach jeder auch noch so kleinen Verletzung eine Narbe entstehen. Das hängt mit dem Selbstheilungsmechanismus der Haut zusammen: Durch Narben versucht der Körper, Wunden zu schließen. Für die Behandlung kommen häufig ablative Laser zum Einsatz. Sie tragen die oberste Hautschicht bis zur mittleren Dermis ab. "So können vor allem Narben mit zahlreichen Niveauunterschieden abgetragen werden, weshalb diese Art der Behandlung besonders für Akne-Narben gut geeignet ist", erklärt Dr. Ogilvie.

Zu beachten: Bei ablativen Laserbehandlungen entsteht bei der Wundheilung eine Kruste. Wer zu Wundheilungsstörungen neigt, sollte das vorher mit seinem Arzt besprechen. Ergebnis: Narben können definitiv ganz verschwinden. Kosten für das ganze Gesicht um 900 Euro.

Laser: Tattoo entfernen
Laser: Tattoo entfernen (5/8) Thinkstock

Tattoo und Permantent-Make-up entfernen

Eine bahnbrechende Neuerung in der Lasertherapie ist der Picosekundenlaser. Er gilt als Durchbruch bei der Entfernung von Tätowierungen und Permanent-Make-up. "Der Laser kann selbst schwierige Farbtattoos mit Blau- und Grüntönen sowie bereits früher behandelte Tattoos in weniger Sitzungen, mit besseren Ergebnissen, weniger Schmerzen und einer deutlich verkürzten Erholungszeit entfernen, als es mit herkömmlichen Geräten möglich war", erklärt der Dermatologe Dr. Stefan Duve. Bei der Picosekundenlaser-Behandlung werden Tattoos, aber auch Pigmentflecken mit einem sehr kurzen und sehr intensiven Lichtimpuls bestrahlt. Die Farbpigmente lösen sich in winzige, staubähnliche Partikel auf, die nach der Behandlung allmählich vom Körper abgebaut werden.

Die Energie wird in einer Picosekunde, also einer Tausendstel-Nanosekunde abgegeben – daher der Name des Lasers. Ein weiterer Vorteil des neuen Hightech-Modells: "Das umliegende Gewebe wird geschont. Außerdem benötigt man etwa viermal weniger Zeit als mit den bisherigen Technologien", so Dr. Duve. Zu beachten: Bei allen Laserbehandlungen kann es zu Verbrennungen, kleinen Wunden und dementsprechend auch zur Narbenbildung kommen. Der Laser kann außerdem Fehlpigmentierungen auslösen. Ergebnis: Tattoos in den gängigen Farbnuancen lassen sich ausradieren. Kosten Meist sind fünf bis acht Sitzungen nötig, ab 500 Euro.

Laser: Pigmentstörung
Laser: Pigmentstörung (6/8) Thinkstock

Pigmentflecken

Kleine, bräunliche Punkte im Gesicht, auf Händen oder Dekolleté sind nur in Form von Sommersprossen wirklich sympathisch. Als mehr oder weniger große Pigmentansammlungen sind sie nicht so charmant und werden auch als Altersflecken bezeichnet. Die unschönen Spots entstehen meist in Folge von zu vielen Sonnenbädern sowie durch Hormonschwankungen oder Medikamente. Dabei werden Pigmentzellen (Melanozyten), die eigentlich als Schutz vor der Sonne gedacht sind, dauerhaft an die Hautoberfläche transportiert, wo dann die Hyperpigmentierung entsteht. Zum Glück funktionieren bei den störenden Flecken Lasertherapien sehr gut. Das gebündelte Licht schießt direkt auf die Farbansammlungen und sprengt die Pigmente bei Temperaturen bis zu 100 Grad regelrecht auseinander. Danach bildet sich für einige Tage eine feine Kruste auf der Haut, die zerstörten Pigmente werden durch körpereigene Zellen abtransportiert.

Zu beachten: Vor der Behandlung unbedingt vom Arzt klären lassen, ob die Hautveränderungen gutartig sind. Nach der Behandlung für einige Monate die Sonne meiden und täglich eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen. Die Therapie nur von einem Arzt durchführen lassen, der diese Art der Lasertherapie regelmäßig praktiziert – das gilt im Übrigen für alle Laseranwendungen. Werden die Pigmente mit einer zu geringen Energie behandelt, tauchen sie schnell wieder auf. Ergebnis: Wird der richtige Laser eingesetzt, verschwinden die Pigmentflecken nachhaltig. Kosten Pro Sitzung ab 75 Euro.

Neben einer Laser-Behandlung gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten. Erfahren Sie hier, was gegen Pigmentstörung hilft!

Laser bei Haarausfall
Laser bei Haarausfall (7/8) Thinkstock

Laser bei Haarausfall

Täglich einige Haare in der Bürste sind kein Drama. Erst wenn es mehr als 100 am Tag sind, spricht man von Haarausfall. Gegen die weit verbreitete Meinung, dass vor allem Männer davon bedroht sind, sprechen die Zahlen: Unter 50 Jahren leiden etwa zehn bis 20 Prozent der Frauen unter hormonell bedingtem Haarausfall, nach der Menopause ist fast die Hälfte der Frauen betroffen. Verantwortlich dafür ist das Dihydrotestosteron (DHT), ein Zwischenprodukt des männlichen Hormons Testosteron. Dadurch werden die Haare dünner und sind nicht mehr fest in der Kopfhaut verankert.

Neue Power für die Haarwurzeln verspricht die aktuelle Generation von Multi-Dioden-Lasern, die im Low-Energy-Modus Laserstrahlen aus dem Infrarot-Wellenlängenspektrum nutzen und tief in die Kopfhaut eindringen. Durch diese Niedrig-Energie-Strahlung – der Laser wird auch als Kaltlaser bezeichnet – sollen die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke der Haarwurzelzellen, in ihrer Aktivität angeregt werden. Zu beachten: Wenn die haarbildenden Zellen etwa durch Vernarbungen nach Pilzinfektionen oder Entzündungen zerstört sind, lässt sich das Haarwachstum nicht mehr reaktivieren. Erste Erfolge der Low-Energy-Lasertherapie stellen sich nach etwa zwei bis drei Monaten ein. Kosten Zehn Sitzungen etwa 600 Euro.

Falten-Therapie mit Fraxel-Laser
Falten-Therapie mit Fraxel-Laser (8/8) Thinkstock

Fractional Laser

Falten im Gesicht und um die Augen hat man früher mit dem ultragepulsten CO₂-Laser abgetragen. Bei diesem sogenannten Laser Skin Resurfacing verdampft der Energiestrahl die oberen Hautschichten. Das strafft die Haut, weil es die Zellen anregt, neues Kollagen zu bilden. Der Eingriff ist allerdings so schmerzhaft, dass eine Vollnarkose oder ein Dämmerschlaf nötig sind. Die Haut braucht bis zu drei Wochen, um zu heilen, und ist danach noch über lange Zeit gerötet. Schonender arbeitet der Erbium-YAG-Laser, weil er stärker vom Wasser im Gewebe absorbiert wird. Je nach Faltentiefe lässt er sich ablativ, also mit Hautabtragung, oder nur mit thermischer Tiefenwirkung ohne Verletzung der Oberfläche einsetzen.

Die Laser gibt es auch als sogenannte Fraxel-Laser, das heißt, die zu behandelnden Areale werden punktuell behandelt: Das Laserlicht wird nicht flächig eingesetzt, sondern auf viele kleine Gewebeareale verteilt (fraktioniert) und die dazwischenliegende Haut geschont. "Deshalb ist diese Lasertherapie auch für oberflächliche Knitterfältchen an Hals und Dekolleté geeignet", erklärt der Dermatologe Dr. Wolfgang Niederdorfer. Zu beachten: Bei Neigung zu Pigmentstörungen oder Hautkrankheiten ist die Behandlung mit CO₂-Lasern nicht geeignet. Ergebnis: Behandlungen mit dem Fraxel-Laser sollten für ein dauerhaftes Ergebnis jährlich wiederholt werden. Kosten Je nach Fläche ab 200 Euro pro Behandlung. Bei Fraxel-Laser-Behandlungen sind meistens zwei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis acht Wochen nötig.

Noch mehr Themen im Überblick: minimalinvasiv

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