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Kultur

Körpersprache deuten: 10 Signale der nonverbalen Kommunikation und was sie bedeuten

Was kommunizieren wir auf nonverbale Art und Weise? Körpersprache deuten ist ein spannendes Unterfangen. Diese 10 Signale der Körpersprache sollten Sie unbedingt kennen

Shirley MacLaine und Anthony Perkins flirten in The Matchmaker von 1958
Wie würden Sie die Körpersprache deuten? – Shirley MacLaine und Anthony Perkins in The Matchmaker von 1958 Paramount Pictures/Getty Images

Körpersprache deuten: Die Wirkung des Nonverbalen

Was möchte Ihr Gegenüber Ihnen mitteilen? Nicht auf die verbale Art und Weise, sondern was ist womöglich seine wahre Intention? Schließlich gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Gesagten und dem eigentlich Gemeinten – letzteres kann via nonverbale Kommunikation bewusst oder unbewusst mitgeteilt werden. Mimik und Gestik sind hierbei besonders wichtig, wenn man die Körpersprache deuten möchte.

Die Erforschung der Körpersprache ist ein komplexes Thema – und ein ziemlich Spannendes. Sie hilft uns, bestimmte Situationen im Leben besser einschätzen zu können und gibt uns Einblicke in die Gefühlslage der Person, die uns gegenüber steht. Egal ob beim ersten Date, bei einem Vorstellungsgespräch, im Meeting oder während eines Streits: Die Körpersprache kann sogar wirkungsvoller sein als das Gesagte.

10 wichtige Signale der nonverbalen Kommunikation

Verschränkte Arme, Augenrollen, in den Haaren spielen, den Blick senken – wenn wir sprechen, stehen wir nicht einfach nur leblos da. Wobei selbst das ein Signal für sich wäre. Diese 10 Signale der Körpersprache sollten Sie unbedingt zu deuten wissen:

1. Verschränkte Arme

Verschränkte Arme können zweierlei Bedeutung haben: Selbstschutz oder Unsicherheit. Achten Sie auf zusätzliche nonverbale Signale wie fehlender Blickkontakt oder ein Zittern in der Stimme. Ersteres spricht meistens für Unsicherheit.

Übrigens: Verschränkte Arme müssen nicht immer auf Desinteresse hindeuten. Eine Gesprächssituation, die eher für den Selbstschutz spricht, findet beim Zuhören bestimmter Veranstaltungen statt. Wenn Zuschauer mit überschlagenen Beinen und verschränkten Armen auf den Stühlen sitzen, so gelten die Arme eher als eine Art "Schutzwall" und nicht als Mittel von Desinteresse.

2. Hand an den Hals legen

Auch dieses Körpersignal ist ein Hinweis für Unsicherheit oder den Schutzreflex. Der Hals gilt als empfindliches Körperteil. Wird er verdeckt, so wollen wir uns beschützen. Neigen wir hingegen den Kopf hin und her so zeigt dies vor allem eines: Wir fühlen uns in der gegebenen Situation sehr wohl.

3. Leichtes erröten

Leichtes Erröten kann Verlegenheit oder auch Scham zum Ausdruck bringen. Je nach Situation ist dem Gegenüber das Gesagte vielleicht unangenehm oder Sie selbst bringen ihn in Verlegenheit.

4. Mit einem Stift in der Hand wackeln

Bei Politikern oft gesehen oder auch im Meeting: Wackeln Menschen mit einem Stift in der Hand, so gilt dieser als eine Art Barriere, die vor Gegenargumenten schützen soll. Beobachten Sie also, wie Ihr Gegenüber mit einem Stift hin und her wedelt, so hat dies nichts mit Nervosität oder einem Tick zu tun.

5. Griff an die Nase

Vorsicht: Ein Griff an die Nase kann auf eventuelle Lügen hindeuten. Das hat sogar einen ganz einfachen Grund: Wenn wir lügen, schütten wir Adrenalin aus. Diese Ausschüttung wirkt sich auf die Kapillaren in der Nase aus, welche anfangen zu jucken. Natürlich kann derjenige auch einfach nur aufgeregt sein. Hierbei sollten Sie auch auf die verbale Kommunikation achten.

6. Blinzeln

Die Augen werden nicht umsonst als Spiegel der Seele beschrieben. Achten Sie mal darauf, wie oft Ihr Gegenüber blinzelt. Wer konzentriert und strukturiert spricht, der blinzelt weniger. Viel Blinzeln kann demnach auf eine Lüge hinweisen, da diese Menschen oft schnell reden. Langsames Blinzeln ist oftmals ein Zeichen für Unzufriedenheit.

Unser Tipp: Blickkontakt bei Gesprächen ist demnach nicht nur höflich, sondern auch wichtig für das Wahrnehmen des Blinzelns. In den Augen lässt sich meistens sehr viel mehr erkennen, als wir auf den ersten Blick meinen.

7. Gestikulieren

Die Hände sind verräterisch! Sich die Hände während eines Gesprächs zu reiben bedeutet meist Zuversicht. Behält eine Person die Hände in der Tasche so symbolisiert das Überlegenheit. Aber Vorsicht: Wildes gestikulieren bedeutet oftmals, dass sich Ihr Gegenüber unsicher fühlt. Wahrscheinlich ist ihm bei dem Gesagten nicht sehr wohl und er sucht vergebens nach passenden Worten.

Viele Personen im Meeting
Die Ellenbogen auf den Tisch ablegen, lächeln oder stehen anstatt sitzen: Die Körperhaltung sagt einiges über die Person aus iStock

8. Im Sitzen die Ellenbogen ablegen

Beim Vorstellungsgespräch oder in Meetings sitzen wir meistens an einem Tisch. Beobachten Sie die anderen Personen mal ganz genau: Sitzen Sie aufrecht oder stützen sie sich auf dem Tisch ab? Wer seine Ellenbogen auf dem Tisch ablegt, der symbolisiert Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen.

Unser Tipp: Die perfekte Körperhaltung für ein Vorstellungsgespräch ist Brust raus, Schultern zurück und locker die Arme auf den Tisch ablegen.

9. Ein fester Handschlag

Neben dem ersten Blickkontakt und der verbalen Begrüßung ist auch die nonverbale Kommunikation relevant: Ein fester Handschlag assoziiert Kompetenz und Interesse – ganz im Gegenteil eines schlaffen Händedrucks.

Vorsicht: Ein zu fester Händedruck, der mit einem starren Blick ausgeübt wird, soll häufig einschüchternd wirken. Achten Sie darauf!

10. Auf die Lippe beißen

Gehen wir an dieser Stelle davon aus, dass es sich hierbei um keinen Flirtversuch handelt (denn auch das ist möglich), so zeigt der Biss oder das Kauen auf der Unterlippe ein Zögern der Person. Womöglich herrscht eine gewisse Skepsis des Gesagten vor.

Körpersprache deuten: Beim Flirten

Welche Bedeutung hat es, wenn eine fremde Person Sie anlächelt? Ist dies bereits eine Einladung zum flirten? Die Körpersprache beim Flirten kann ein wahrer Türöffner sein und Ihnen zeigen, ob Ihr Gegenüber Sie attraktiv und interessant findet. Diese wichtigen Körpersignale beim Flirten sollten Sie demnach kennen:

  • Berührungen am Arm

Zarte Berührungen am Arm des jeweils Anderen weisen auf gegenseitige Sympathie hin. Diese Gestik überschreitet bereits den allgemeinen Schutzraum und zeigt: Du gefällst mir!

  • Blickkontakt

Studien haben ergeben, dass ein Blickkontakt von bis zu 3 Sekunden als angenehm empfunden wird. Schaut Ihnen jemand so lange in die Augen, dann besteht eindeutiges Interesse. Folgt daraufhin ein verschmitztes Lächeln, dann sollen Sie in die Offensive gehen.

  • Durch die Haare streichen

Streichen sich Männer durch die Haare, dann demonstriert dies Männlichkeit und sein Verlangen nach "mehr" als nur Blickkontakt. Diese schüchterne Gestik ist ein Zeichen der Verführung.

  • Arme vor der Brust verschließen

Im Gegensatz zu der oben genannten Intention, dass verschränkte Arme Selbstschutz und Unsicherheit bedeuten, gilt beim vermeintlichen Flirten: es herrscht Desinteresse!

Ein Paar flirtet mit nonverbaler Kommunikation
Berührungen sind ein wahres Indiz für: Ich mag dich! iStock

Körpersprache bewusst wahrnehmen

Mittels Körpersprache lassen sich Gefühle und (un)bewusste Intention anderer wahrnehmen. Wir empfehlen Ihnen, stets auf die eigene Körperhaltung zu achten. Lernen Sie außerdem, diese in stressigen oder unangenehmen Situationen zu kontrollieren.

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