Zeitgeist

Kleiderschrank-Detox: Tipps zum Ausmisten von Topmodel Lily Cole und Arizona Muse

Der World Earth Day hat viele Facetten - auch in der Modewelt. Passend hierzu erklären zwei Models, wie Sie Ihren Kleiderschrank nachhaltig umrüsten sollten

Kleiderschrank
Darum kann der Blick in den eigenen Kleiderschrank die Umwelt verbessern Foto: iStock

Am 22. April 2020 wird der internationale World Earth Day gefeiert - und das bereits zum 50. Mal. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um auf die aktuellen Zustände zu blicken, die trotz großartiger nachhaltiger Projekte in der Modeindustrie immer noch erschreckend sind.

So beeinflusst die Modeindustrie die Umwelt

Aktuell verbraucht die Modebranche jährlich 98 Millionen Tonnen nicht erneuerbarer Ressourcen. Für die Herstellung einer einzigen Jeans werden fast 3.000 Liter Wasser benötigt - was der Trinkwassermenge eines durchschnittlichen Erwachsenen für knapp zwei Jahre entspricht. Zwischen 2000 und 2014 hat sich die Textilproduktion mehr als verdoppelt: Der Durchschnittsverbraucher kauft 60 Prozent mehr Kleidungsstücke als zu Beginn der 00er Jahre - Tendenz steigend. Jedoch wurde im Durchschnitt in den letzten zwölf Monaten zwischen 53 Prozent und 79 Prozent der Kleidung, die wir besitzen, nicht getragen.

Doch woran liegt das und was kann jeder Einzelne von uns dafür tun, um bewusster einzukaufen? Diese Frage haben sich auch die beiden Topmodels Lily Cole und Arizona Muse gestellt und haben in Kooperation mit Vestiaire Collective einen Detox-Guide entwickelt. Warum der Blick in den eigenen Kleiderschrank lohnenswert ist:

Kleiderschrank-Detox in 4 Schritten

  1. Überblick verschaffen

Vier Boxen und viel Zeit: Überlegen Sie gut und misten Sie Ihren gesamten Kleiderschrank nach den Kriterien "weiterverkaufen, spenden, wiederverwenden und recyclen" aus - pro Thema eine Box. Fassen Sie jedes Kleidungsstück an und gehen Sie in sich - Sie werden überrascht sein, von was Sie sich alles trennen können.

  1. Die richtige Pflege

Ihre übrig gebliebenen Schätze bedürfen passender Pflege - denn: Bleiben diese gut in Schuss, müssen Sie sie nicht ersetzen und schonen gleichzeitig die Umwelt. Kein Geheimtipp hierfür, aber einer, der viel zu oft außer Acht gelassen wird. Werfen Sie einen Blick auf das Pflegeetikett und versuchen Sie - falls das Material es erlaubt - auch Alternativen zum Waschen zu finden wie lüften, besprühen und dämpfen.

  1. Machen Sie Ihre Garderobe zukunftsfähig

Eine gut sortierte Garderobe kann noch mehr - Sie inspiriert! Erstellen Sie eine persönliche Checkliste, nach der Sie in Zukunft vorgehen wollen: Trendstücke mit hoher Qualität, Secondhand-Shops und neue Marken, die auf nachhaltige Produktion setzen.

  1. Teilen Sie die Erfahrung

Die schönste Möglichkeit, etwas für die Umwelt zu tun, ist selbst Vorbild zu sein und andere teilhaben zulassen. Begeistern Sie Freunde und Familie davon, sich auch den Kleiderschrank vorzunehmen und schildern Sie Ihre Eindrücke.

Noch mehr Tipps? Vestiaire teilt tolle Garderoben-Detox-Ideen jeden Freitag auf Instagram unter dem Hashtag #FashionShouldFeelGood - zum Inspirieren lassen oder anderen Ideen geben.