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Haarpflege

John Paul DeJoria: Der Mitbegründer von Paul Mitchell im Interview

Haare sind sein Business: Paul-Mitchell-Systems-Mitbegründer John Paul DeJoria über gute Frisuren und gute Friseure

Nasse Haare mit Kamm
John Paul Dejoria: Der Mitbegründer von Paul Mitchell im Interview iStock

Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen einzigen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“ – dieser Spruch von Konfuzius geht einem durch den Kopf, wenn man sich mit Unternehmer John Paul DeJoria unterhält. Der familiäre Umgang mit seinem Team, die Begeisterung für die eigenen Produkte – das kommt von Herzen: „Ich liebe Menschen. Und Haare sind der einfachste Weg, anderen ein gutes Gefühl zu geben.“ Wohl auch deshalb ist DeJoria seiner Branche seit 48 Jahren treu.

Der Mitbegründer von Paul Mitchell im Interview

Madame: Wie gefällt Ihnen Ihre Frisur heute?

John Paul DeJoria: Ich liebe sie! Mit Gel und glatt zu einem Zopf zurückgenommen – so trage ich meine Haare schon seit 39 Jahren und bin sehr zufrieden damit.

Warum sind gerade Frauen oft unglücklich mit ihrem Look?

Ich glaube nicht, dass das an einer generellen Unzufriedenheit liegt, sondern daran, dass Frauen sich gerne verändern. Das ist etwas sehr Positives. Sie sind viel kreativer als die meisten Männer und machen ihre Frisur von vielen Faktoren abhängig wie Trends oder auch Jahreszeiten. Sie verändern sich, wie sich Haartrends verändern. Auch der Zeitgeist verändert sich.

Bedingt der Zeitgeist die Frisurentrends?

Nein, genau andersherum. Das voluminöse Haar in der Disco-Ära der 80er ist da ein gutes Beispiel. Bereits in den 70ern gab es diese Tendenz, die Frisuren waren somit dem Zeitgeist voraus. Menschen spüren, dass Veränderung in der Luft liegt und drücken das über ihre Haare aus.

Apropos Veränderung: Wenn ich einen neuen Look will, wie finde ich heraus, was mir stehen könnte?

Am besten, man lässt sich professionell beraten. Es macht keinen Sinn, mit einem Celebrity-Foto zum Friseur zu gehen und denselben Look zu wollen. Eine Frisur sollte die eigene Persönlichkeit herausstellen und nicht andere imitieren.

Wie finde ich einen guten Friseur oder Haarsalon?

Man kann sich verschiedene Salons ansehen und den Friseuren bei der Arbeit zuschauen. Ein guter Friseur ist nicht unbedingt der, der im schicksten oder teuersten Salon arbeitet. Er sollte seinen Kunden zuhören und nicht nur vor sich hin plaudern. Man muss viel ausprobieren, bis es ein Match gibt.

John Paul Dejoria
Eine eigene Ginmarke, eine Villa voller antiker Kunstschätze, sechs Kinder, vier Enkel: John Paul DeJoria hat sich in jedem Lebensbereich verwirklicht. Er lebt mit seiner Frau Eloise in Malibu, Kalifornien. Getty Images

Was kann ich mit meinem Look alles ausdrücken?

Die Frisur soll nicht nur die Persönlichkeit unterstreichen, die man bereits besitzt, sondern auch eine Facette repräsentieren, die man nach außen zeigen möchte. Neben der Kleidung helfen Haare, ein Image zu kreieren.

Was vor allem für Prominente wichtig ist …

Genau. Die meisten berühmten Personen haben einen ikonischen Look und bleiben dabei. Farrah Fawcett hatte jahrelang den gleichen Look. George Clooney hat einen eigenen Hairstyle. Das hilft, eine Persönlichkeit zu schaffen.

Warum ist das so?

Weil wir unterbewusst auf das Haar achten, noch bevor wir einer Person ins Gesicht schauen. Make-up kann den Look unterstützen, aber das Haar ist entscheidend.

Lässt sich am Haar der soziale Status ablesen?

Definitiv. Dabei geht es aber weniger um den Schnitt oder die Farbe, sondern um Gepflegtheit.

Lohnt es sich, auf Instagram nach Inspiration zu suchen?

Das kann gut sein, ich habe Instagram aber nicht einmal auf dem Handy.


Dieser Artikel erschien erstmals im MADAME Magazin 10/19

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