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Naomi Campbell als Brautstrauß

Die Haute Couture Woche geht in Paris mit der Kollektion von Knallbonbon Jean Paul Gaultier humorvoll zu Ende. Er thematisiert mit seinen Entwürfen für Spring 2015 ausschließlich Brautmode - auf seine ganz spezielle Art und Weise.

Naomi Campbell als tropischer Brautstrauß für Jean Paul Gaultier
Naomi Campbell als tropischer Brautstrauß für Jean Paul Gaultier Naomi Campbell als tropischer Brautstrauß für Jean Paul Gaultier Getty Images

Massenhochzeit bei Jean Paul Gaultier

Erst vor einem halben Jahr verkündete Jean Paul Gaultier das Ende seiner Prêt-à-porter-Linie. Ein Kind von langer Traurigkeit scheint der Designer jedoch nicht zu sein. Seine Haute Couture Spring 2015 Kollektion beweist, dass das Geschäft mit Mode durchaus ein spaßiges sein kann. Während kaum einer anderen Show war die Freude der Models so spürbar, und auch das Publikum bejubelte jeden Entwurf frenetisch.

Model-Legende Naomi Campbell wurde im Gegensatz zu ihren Kolleginnen allerdings nicht in eine Braut verwandelt, sondern stellte zwischen Cellophan und frischen Orchideen einen Brautstrauß dar. In einer Kollektion voller Brautkleider ist diese seltene Ehre wohl als letzte Model-Weihe zu verstehen.

Fantastisch fantasievolle Bräute der Haute Couture Spring 2015 Kollektion
Fantastisch fantasievolle Bräute der Haute Couture Spring 2015 Kollektion Fantastisch fantasievolle Bräute der Haute Couture Spring 2015 Kollektion Getty Images

Normalerweise steht eine Kollektion unter einem bestimmten Motto, an dem sich der Designer orientiert. Jean Paul Gaultier war das aber nicht genug. Er taufte seine Kollektion kurzerhand 61 Façons de Se Dire Oui und stellte damit 61 Arten vor, sich das Ja-Wort zu geben. Nach dieser Devise waren dem Schaffensprozess keine kreativen Grenzen gesetzt. Ballröcke aus Tüll wurden mit spitzen-besetzten Bomber-Jacken kombiniert, Tüll-Kleider im Empire-Stil trafen auf eine Haar-Torte aus Lockenwicklern, und die moderne Imker-Braut trägt gerne Gesichtsschutz am Altar.

Proud in jedem Alter: Christine Bergström, Violetta Sanchez und Axelle
Proud in jedem Alter: Christine Bergström, Violetta Sanchez und Axelle Proud in jedem Alter: Christine Bergström, Violetta Sanchez und Axelle Getty Images

61 Verrückte Brautkleider

Jean Paul Gaultier ließ sich auch bei der Auswahl seiner Models nicht beschränken und bewies unter anderem mit Christine Bergström, Violetta Sanchez und Axelle, dass Bräute in jedem Alter und jeder Körperform bezaubernd sind. Auch politisch setzte Gaultier Statements: Jeder Look bekam einen cleveren Namen. Ein Hosenanzug aus Satin wurde beispielsweise To Bi or Not to Bi getauft und soll auf die Rechte gleichgeschlechtlicher Ehen aufmerksam machen.

Die 61 Entwürfe des Designers lassen sich bis auf das übergreifende Motto schwer auf einen Nenner bringen. Bei seiner Materialauswahl griff der Designer tief in die Klamottenkiste und verwendete neben Tüll, Spitze und Satin auch Seide, Leder und Strick.

Auch die Silhouetten veränderten sich mit jedem gezeigten Entwurf: Kleider in Ball-Optik, wechselten sich mit Cocktailkleidern und Hosenröcken ab, auf die wiederum ausgestellte Röcke und Crop-Tops folgten.

Tropische Brautmode: Kleider mit Echsenprints von Jean Paul Gaultier
Tropische Brautmode: Kleider mit Echsenprints von Jean Paul Gaultier Tropische Brautmode: Kleider mit Echsenprints von Jean Paul Gaultier Getty Images
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