Horoskop

Jahreshoroskop 2021: Krebs

Jahreshoroskop 2021 Krebs
Das große Jahreshoroskop 2021 Krebs Foto: Dominica Zaborowski

Sie wissen ja, was man gern mal über den Krebs sagt: drei Schritte vor, zwei zurück. Das ist, wenn auch völlig zu unrecht, meist leider nicht bewundernd gemeint. In einer Welt, die immer weiter, weiter, weiter will und in der alle so fürchterlich am Hetzen und Hasten sind, dass sie vor lauter Hetzen und Hasten schon vergessen haben, was eigentlich ihr Ziel war, da wirkt so ein vermeintliches Auf-der-Stelle-treten erst mal kontraproduktiv. Wobei Ihre hyperaktiven Kritiker offenbar nicht subtrahieren können: Auch mit dem einen Schritt, der übrig bleibt, kommt man stetig voran. Und das mit dem Schritt zurück muss ja nicht Rückschritt bedeuten – ein wenig zurückzutreten, auch innerlich, heißt: Man gewinnt Abstand zu den Dingen, kann sie mit etwas Distanz ganz anders beurteilen, objektiver, weniger emotional.

Zusätzlich statten die Sterne Sie 2021 mit einer gehörigen Portion Gelassenheit aus. Seien wir ehrlich, die können Sie ganz gut gebrauchen. Sie gelten als das Sensibelchen unter den Tierkreiszeichen. Nicht falsch verstehen, ist eine wunderbare Eigenschaft. Weil Sie jeden Zwischenton registrieren, keine Schwarz- Weiß-Denkerin sind, sondern eher eine Kandidatin für die Fifty Shades of Grey (was im nächsten Jahr durchaus erotisch zu verstehen ist. Zwinkersmiley!). Das führt aber auch dazu, dass Sie sich oft vor lauter Grübeln und Abwägen selbst im Weg stehen. Doch jetzt wird alles leichter. Jetzt ist: Ommm!

Das können Sie gleich mal im Job und in Ihrer Beziehung austesten. Da kündigen sich im April und im Herbst Stress und atmosphärische Störungen an. Was Sie sonst hätte hyperventilieren lassen, atmen Sie nun einfach weg. Mit Zuversicht und Optimismus vertrauen Sie darauf, dass wieder bessere Zeiten kommen. Ganz konkret kommen die im Hochsommer. Da haben Sie einen echten Lauf. Ansonsten wird das ein Jahr, in dem sich Höhen und Tiefen die Klinke in die Hand geben.

Keine Angst, nichts Extremes (mögen Sie gar nicht), keine Achttausender, eher so Weserbergland-Hügelchen. Die neu gewonnene Gelassenheit lehrt Sie noch etwas Entscheidendes: Alles kann, nichts muss. Je weniger Sie dem Erfolg (Beförderung, Gratifikation mit Sternchen) hinterherhecheln, desto mehr kommen die Angebote wie von selbst. Und Sie können dann ganz cool reagieren mit einem: „Na, mal gucken, ob ich das überhaupt will.“ Denn als ausgewiesener Family & Friends-Krebs definieren Sie sich nicht nur über die Arbeit. Es ist ja so: Wenn man loslässt, hat man die Hände auch wieder frei für andere Dinge.

Bezogen auf Ihr Liebesleben (wir erwähnten es bereits) dürfen Sie das speziell für Anfang März und den Juni gern sehr wörtlich nehmen. Im August sind dagegen noch mal Ihr Bullshit-Detektor und Ihre Menschenkenntnis gefragt: Wegen diverser Vorkommnisse machen Sie Inventur in Ihrer Freundesliste und sortieren die Energiefresser aus (Saturn lässt grüßen).

Leicht fällt Ihnen das nicht, Sie sind eine Bewahrerin vor dem Herrn. Marie Kondo würde verzweifeln an Ihnen. Sie heben nicht nur den alten, abgeliebten Teddy auf, Sie verteidigen auch fast vergessene Traditionen. Statt Ihr Leben mit Selfies auf Insta zu dokumentieren, schreiben Sie täglich, ganz oldschool, lieber Tagebuch. Und als im Frühjahr die Welt stillstand und alle ihre Keller ausmisteten, kramten auch Sie in den Kisten. Aber nur, um eine nostalgische Reise zu sich selbst zu unternehmen. Sie fanden die Lackschühchen, die Sie sofort daran erinnerten, wie Sie mit fünf waren, die Fotos von der Klassenreise nach Florenz und die glühenden Briefe Ihres ersten Schwarms, die auch ein wenig Aufschluss darüber geben, warum Sie so wurden, wie Sie jetzt sind. Aufräumen, das bedeutet für Sie nicht, sich vom Ballast zu befreien. Für Sie bedeutet Aufräumen: das Heute im Gestern finden. Und darum kann zurückschauen manchmal genauso hilfreich sein, wie einen Schritt zurückzutreten.