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Hautpflege

Intimhygiene: Der schmale Grat zwischen Sauberkeit und Überreizung

Intime Hygiene ist ein schwieriges Thema, weil es einen ganz sensiblen Bereich unseres Körpers in den Mittelpunkt stellt: Die Vulva. Wie sie am besten gereinigt wird, erfahren Sie hier

Intime Hygiene
Intime Hygiene ist wichtig für die Frauengesundheit - und besteht aus vielen kleinen Bausteinen Foto: iStock

Kein anderer Teil des Körpers ist so empfindlich wie der Intimbereich. Vor allem bei uns Frauen ist die richtige Pflege wichtig und trägt im weitesten Sinne zur Gesundheit der Organe wie der Blase oder der Gebärmutter bei.

Doch wie genau sollte intime Pflege aussehen? Müssen Unterschiede gemacht werden, zum Beispiel nach dem Sex? Wir räumen mit falschen Annahmen auf und legen die Karten auf den Tisch, in der Hoffnung, dass auch Sie in Zukunft alles richtig machen.

Darum ist die Vulva von Grund auf sauber

Der menschliche Körper ist schon faszinierend - vor allem, der der Frau. Die Vagina verfügt über selbstreinigende Fähigkeiten, die sie sauber und gesund halten: Spezielle Keime bilden beim sichtbaren Teil des weiblichen Geschlechtsorgans die sogenannte Scheidenflora, welche sie vor dem Befall von Bakterien schützt und ein bestmögliches Klima erzeugt.

Intimhygiene unter der Dusche

Wer weiß, dass die Scheidenflora bereits einen Großteil der Arbeit in puncto Reinlichkeit übernimmt, muss unter der Dusche gar nicht mehr so viel waschen wie bisher angenommen. Die intime Hygiene unter der Dusche sollte sich daher auf die Reinigung mit Wasser beschränken.

Wer trotzdem das Gefühl hat, das würde nicht reichen, kann die äußeren Schamlippen mit etwas parfümfreier Seife waschen, die die Scheide nicht überreizt.

Das macht unter Umständen sogar fast immer Sinn, denn an den äußeren Schamlippen befinden sich Schweißdrüsen, die beim Schwitzen Sekret absondern. Hören Sie aber trotzdem immer auf Ihren Körper: Brennt es nach der täglichen Dusche im Schritt, ist eine übermäßige intime Hygiene vielleicht Schuld am unangenehmen Jucken.

Intimhygiene nach dem Sex

Beim Sex schwitzen wir nicht nur, auch Bakterien haben ein leichtes Spiel, in die Scheide einzudringen und im schlimmsten Fall eine Blasenentzündung auszulösen. Für die intime Hygiene nach dem Sex ist es deshalb wichtig, sobald wie möglich auf die Toilette zu gehen, wenn das Liebesspiel vorbei ist: Der Urin spült Bakterien und Keime einfach aus Harnröhre und Scheide aus.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, braust sich nach dem Geschlechtsverkehr kurzerhand unter der Dusche ab. Für den Frische-Kick, den man sich im Anschluss oft wünscht, sorgt die kurze Dusche obendrauf.

Intimhygiene: Do's & Don'ts auf einen Blick

Dont's

  • Vagina täglich mit parfümierter Seife waschen oder gar spülen

  • Die intime Hygiene nach dem Sex missachten

  • Unterwäsche aus synthetischen Stoffen tragen

  • Auch zu enge Hosen können den Intimbereich reizen

Do's

  • Vagina täglich mit Wasser sanft reinigen

  • Nach dem Sex die Toilette benutzen

  • Unterwäsche aus Baumwolle oder anderen atmungsaktiven Stoffen tragen

  • Die Verwendung von Gleitgel beim Sex bewahrt die Scheide vor Reizungen

  • Vorsorgetermine beim Gynäkologen halbjährig wahrnehmen

  • Beckenbodentraining unterstützt den gesamten Intimbereich dabei, stark zu bleiben