Interior

Interior: Die weiblichen Seiten des Designs

Home sweet home: Frauen lieben es, einzurichten – da wäre es doch nur konsequent, wenn in der Interior-Branche entsprehend viele Designerinnen und Entscheiderinnen arbeiten, richtig?! Bei der Designbrand Made.com ist das so – ein guter Grund, sie vorzustellen

Lampen von Made.com
Foto: PR Made.com

Wer sich für Möbel und Wohn-Objekte begeistert, und nicht über ein Budget ohne Grenzen verfügt, wird früher oder später made.com kennenlernen. Wir finden: lieber früher – denn dieses junge Label aus London hat Überzeugendes zu bieten.

Natürlich geht es bei einer Möbelmarke in erster Linie um das Design – also um die modernen Möbel, Objekte und Accessoires, die Made.com verkauft. Und mit denen sich das Unternehmen schon bei Stylisten, Inneneinrichtern und Interior-Redakteuren beliebt gemacht hat. Aber dieses Unternehmen hat eben noch mehr zu bieten. Erstens, ein zeitgemäßes Geschäftsmodell. Alle Accessoires und Möbel – wöchentlich gibt es neue Entwürfe – werden ausschließlich über den eigenen Online-Store verkauft. Es gibt weder Zwischenhändler noch Lager noch Läden. Und vieles wird erst produziert, wenn eine gewisse Menge bestellt ist, so kann auch mal etwas Gewagtes ausprobiert werden und nichts muss im Hinterstübchen verstauben. Plus: Die Produktionskette ist herrlich transparent. Der zweite wirklich coole Punkt ist: Made.com fördert junge Kreative. Jede Saison engagiert das Unternehmen unabhängige Designer – nicht nur etablierte, sondern auch junge aufstrebende Talente. Sie bekommen die Chance, ihre Entwürfe einem großen Publikum anzubieten, sich einen Namen zu machen – ohne ihre Freiheit augeben zu müssen.  Last not least, arbeiten bei Made.com im Inhouse-Designteam mehrheitlich Frauen ­­–­ Ruth Wassermann ist Design Director und seit 7 Jahren im Unternehmen. Im Interview erzählt sie von ihren Vorbildern und Vorlieben.

Designer Made.com
Foto: Made.com / Ruth Wassermann (o.mi.) und ihr Team

Welche Möbeldesignerinnen beeindrucken Sie persönlich?

R.W.: Ich liebe die Arbeit von Patricia Urquiola und Paola Navone - beide haben einen zeitgenössischen Stil, der sich auf neue und aufregende Weise auf die Tradition bezieht. Es gibt auch viele neue Möbeldesignerinnen, die sich unabhängig von großen Marken einen Namen machen, wie zum Beispiel Eny-Lee Parker und Elan Byrdin aus den USA – oder Egg Collective. Ich bin auch ein Fan von der Modedesignerin Jenna Lyons, die ich für eine wirklich inspirierende Frau halte – sie ist mühelos stilvoll und ich bin ein großer Pinterest-Stalker ihres Stils und ihres Arbeitsansatzes.

Welche Designer-Zusammenarbeit war für Sie in letzter Zeit am beeindruckensten?

R.W.: Wir haben das Glück mit einer großen Anzahl von externen Designer*Innen zusammenzuarbeiten und mit den unterschiedlichsten, sehr talentierten Leuten. Das ist eines der wahren Privilegien dieses Jobs. In diesen herausfordernden Zeiten, in denen wir alle mit Arbeit auf Distanz zurechtkommen mussten, würde ich sagen – der Geist, der ungebrochene Wille und die anhaltende Kreativität des Teams bei Made.com sind es, die mich gerade am meisten beeindrucken. 

Wann wussten Sie, dass Sie als Designerin arbeiten wollen?

R.W.: Das wusste ich schon in meiner Schulzeit. Aber es geht mir nicht nur um die Kreativität. Ich interessiere mich leidenschaftlich für das menschliche Element in den Häusern und für die Verbindung der Menschen mit Marken und Produkten ... und wie sich die eng mit ihren persönlichen Werten verbinden.

Haben Sie das Gefühl, dass die Designbranche heute offener für weibliche Kreative ist?

R.W.: Ja, es gibt eindeutig eine positive Entwicklung, aber es ist noch ein weiter Weg bis zur vollständigen Gleichberechtigung. Made.com ist eine Ausnahme, da wir ein mehrheitlich weibliches Designteam haben. Das ist etwas, worauf ich sehr stolz bin.

Gibt es auch ein Möbelstück oder eine Kollektion bei made.com, auf die Sie besonders stolz sind?

Ich liebe einige der neuen Sofaprogramme, die wir kürzlich auf den Markt gebracht haben – etwa das „Dion“ in weißem Bouclé. Wir haben unseren Fokus auf Investitionsstücke gelegt, auf Polstermöbel mit weicher Silhouette, die sind wirklich gut gelungen, sie entsprechen der aktuellen Stimmung. Gut durchdachte Designs, die aus hochwertigen Materialien hergestellt sind und Langlebigkeit garantieren.

Autorin: Carla Mülhens

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