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Instagram-Star Chanel Iman im Interview: Die Bedeutung von Social Media

Sie ist nicht nur unser Covermodel, sie ist auch ein Star auf Instagram: ein Gespräch mit der US-Amerikanerin Chanel Iman über Follower-Zahlen als neue Währung des digitalen Zeitalters, Models als Selbstinszenierer und den Nutzen sozialer Medien

Model Chanel Iman
Chanel Iman ist ein Star auf Instagram – in der MADAME spricht sie mit uns über die Vor- und Nachteile der sozialen Plattform Jack Waterlot

Strahlend schön, ein bisschen zu spät, sehr hungrig und in einem kurzen Seidenoverall zu „All Star“-Sneakers erscheint Chanel Iman im Fotostudio in Manhattans Meatpacking District zu unserem Cover-Shooting. Warum die 28-Jährige ein derart vielgebuchtes Supermodel ist, erschließt sich sehr schnell: Für jede Pose knipst sie ihre innere Lampe an, jeder Blick sitzt. Nichts lässt erahnen, dass sie, wie sie sagt, gesundheitlich nicht auf der Höhe sei. Auf Instagram, wo die US-Amerikanerin 1,8 Millionen Follower unterhält, wurde kürzlich schon über eine zweite Schwangerschaft der Mutter einer kleinen Tochter spekuliert. Dazu würde man Chanel Iman nur ungern ansprechen: Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man auf Social Media genial networkt und Einblicke zulässt, gleichzeitig sein Privatleben aber diskret schützt. Auch der Erfolg einer Chanel Iman wird heute über ihre Aktivität in den sozialen Medien befeuert. Follower-Zahlen sind die neue Währung des digitalen Zeitalters – sie geben Auskunft darüber, wie viele Menschen er erreicht. Heute müssen Models fast immer eine bestimmte Anzahl an Followern haben, um überhaupt für Kampagnen, Runway-Shows oder redaktionelle Shootings gebucht zu werden.

Chanel Iman gehört noch zur letzten Garde der klassischen Supermodels, die sich ihren Ruhm in der Printbranche aufgebaut haben. Als sie mit 15 Jahren von Kalifornien nach New York zog, wurde sie eben nicht durchs Internet entdeckt; stattdessen belegte der Teenager mit afroamerikanisch-koreanischen Wurzeln 2006 den dritten Platz bei einem Wettbewerb der renommierten Agentur Ford Models. Kurz darauf buchte Marc Jacobs sie exklusiv für seine Show auf der New York Fashion Week; nur ein Jahr später wurde sie auf dem Cover der US-amerikanischen „Vogue“ mit anderen Kolleginnen als „The World’s Next Top Models“ geadelt. Es folgte eine Dekade mit vielen beruflichen Highlights: Sie lief etwa für Victoria’s Secret und moderierte mit dem israelischen Model Bar Refaeli eine Episode der MTV-Serie „House of Style“. Auch Chanels Ehemann ist in den USA eine Berühmtheit: 2017 lernte sie den New-York-Giants-Footballer Sterling Shepard kennen, dem sie auf einer Traumhochzeit in Los Angeles das Ja-Wort gab. Im August des folgenden Jahres wurde Tochter Cali Clay geboren.

Chanel Iman im Interview

MADAME: Chanel, gehört digitales Netzwerken heute eigentlich zum Berufsalltag eines Models wie Shootings und Mode?

CHANEL IMAN: Schon. Social Media sind für mich eine Art digitales Notizbuch, das außerdem meine Möglichkeiten erweitert. Ich kann mich präsentieren und selbst Werbung für mich machen. Models wie ich können so dafür sorgen, dass der Kunde uns kennenlernt, bevor er uns bucht. Da zählt natürlich Persönlichkeit.

„Für mich ist Instagram eine Art digitales Notizbuch, das meine Möglichkeiten erweitert. Es macht mir Spaß, mit anderen in Kontakt zu treten.“
Chanel Iman

MADAME: Haben Sie, wie viele Influencer, einen Social-Media-Manager, der sich um Ihre Accounts kümmert?

CHANEL IMAN: Nein. Das kommt für mich nicht infrage. Ich mache das lieber selber. Es geht ja schließlich um „Selbst“-Inszenierung. Zudem ist das meine Art und Weise, mit den Menschen, die mich von Anfang an unterstützt haben, in Verbindung zu treten. Ich finde es wichtig, dass meine Fans alle News als Erstes bei mir auf der Seite finden und lesen. So bleibt das viel persönlicher – und außerdem macht mir der Austausch mit ihnen wirklich viel Spaß.

MADAME: Viele Menschen betrachten Social Media als Zeitfresser. Sie auch?

CHANEL IMAN: Die Beschäftigung mit den digitalen Plattformen schluckt zwar Zeit, aber sie verschafft mir auch welche, so paradox es klingt. Um präsent zu sein, muss ich nicht mehr den ganzen Tag im Studio stehen, sondern kann bequem von zu Hause aus posten. Das ist mir wichtig, so habe ich mehr Zeit für meine Familie.

Dieses Interview ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 08/19 erschienen.

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