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Die MADAME Bücherliste – November

Ein Artikel von MADAME Redaktion
12 Nov. 2025

Bücher, die bewegen – über Vergänglichkeit, Freiheit und das, was bleibt. (Foto: Sombre von Unsplash)
Bücher, die bewegen – über Vergänglichkeit, Freiheit und das, was bleibt. (Foto: Sombre von Unsplash)

Zwischen Aufbruch und Abschied, Lust und Loslassen: Unsere November-Bücher erzählen von jungen Stimmen, alten Lieben und dem Mut, neu zu beginnen.

In „Lázár" erzählt der erst 22-jährige Autor Neli Biedermann ein eindrucksvolles, von seiner eigenen Familiengeschichte inspiriertes Epos über den Niedergang einer ungarischen Adelsfamilie. Besonders beeindruckend ist Biedermanns souveräner Umgang mit Perspektiv- und Stimmungswechseln.

„Die Assistentin“ von Caroline Wahl (Rowohlt) erzählt von Charlotte, die für einen zunehmend übergriffigen und fordernden Verleger arbeitet. Das Buch strotzt vor Erzähllust und Ironie, die Erzählerin kommentiert das Geschehen in süffisantem Ton und hält uns mit vielen Me-too-Momenten in Atem.

Als die Frauenärztin Dr. Bärbel Grashoff selbst an Brustkrebs erkrankt, merkt sie schnell, dass Fachwissen allein nicht reicht. Gemeinsam mit der Illustratorin Marie Luisa Kerkhoff hat sie deshalb die Graphic Novel „Das Ende der Unversehrtheit“ (Anker Wechsel) geschaffen, in der sie von ihrer Reise erzählt und wichtige Informationen teilt.

In ihrem „New York Times“-Bestseller „Gossip“ (dtv) gelingt Kelsey McKinney beides: Sie befriedigt unsere Lust am Tratsch und zeigt gleichzeitig dessen gesellschaftliche Dimension auf.

Schimpansen putzen die Zähne toter Artgenossen, Wale tragen ihre Toten durchs Meer. In ihrem fesselnden und berührenden Buch „Das Schweigen der Schimpansen“ geht die Wissenschaftsphilosophin Susana Monsó der Frage nach, wie Tiere den Tod wahrnehmen – und hilft uns dadurch auch, unser eigenes Verhältnis zur Vergänglichkeit zu verstehen.

Ältere Frauen verschwinden oft aus der Öffentlichkeit, als hätten sie (im Gegensatz zu Männern) nichts mehr zu bieten, sobald ihre Jugend verblasst. Verena Lueken macht in ihrem erfrischenden, bereichernden Buch „Alte Frauen“ (Ullstein) von Verena Lueken genau das Gegenteil: Sie beleuchtet weibliche Karrieren, die häufig erst im Alter starteten, darunter die von Vivian Gornick, Jane Campbell und Carmen Herrera. Geht doch.

Der US-Amerikaner Eric Puchner hat mit „Weißes Licht“ (Hanser blau) einen großen Familienroman geschaffen, an dessen Anfang eine Dreiecksbeziehung steht, die nicht nur die Leben der Beteiligten prägt, sondern auch deren Kinder. Vor der Landschaft Montanas entfaltet er die große Frage, ob wir unsere eigene Geschichte bestimmen können.

In ihrem besonderen Biografie-Roman „Prinzessin Alice“ (Claasen) verleiht Irene Dische der hochadeligen Alice von Battenberg (1885–1965), Großmutter von King Charles III., eine Stimme und zeigt sie als eigenwillige, tiefgläubige und humorvolle Person, die andere als verrückt abzustempeln versuchten.

Der titelgebende „Fluch der Falodun Frauen“ (Aufbau) scheint dafür zu sorgen, dass die Frauen der Familie von ihren Männern verlassen werden und in ihr Geburtshaus in Lagos zurückkehren. Dort richten sich alle Augen auf Eniiyi – kann sie den Fluch endlich brechen? In Oyinkan Braithwaites melancholischem, doch hoffnungsvollen Roman verbindet sich Realismus mit mystischen Elementen zu einer unwiderstehlichen Mischung.

1956, 17 Jahre, nachdem die jüdische Dichterin Mascha Kaléko Nazi-Deutschland verlassen hat, kehrt sie zurück. Der Autor und Journalist Volker Weidermann erzählt in „Wenn ich eine Wolke wäre“ (Kiepenheuer & Witsch) von dieser einjährigen Reise in die Vergangenheit, die auch eine Suche nach einer Zukunft ist.

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