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Fernreise

Indian Summer: Neuengland zeigt sich im Herbst von seiner schönsten Seite

Wenn sich die Blätter rot, orange und gelb färben, ist es soweit: der Indian Summer hält in Nordamerika Einzug. Wo es dann am schönsten ist? In Neuengland. Ein Guide

Der Indian Summer in Cape Cod in Neuengland
Im Hochommer ist es der Strand und im Indian Summer die Farbenpracht, die dutzende Urlauber nach Cape Cod locken iStock

Was ist der Indian Summer?

Wenn in Deutschland der Herbst einzieht, ist das Wetter oft trist. Dicke, graue Wolken prägen den Tag, Regen ist keine Seltenheit und auch Wiesen und Wald sind von dem Niederschlag durchnässt. Anders ist es hingegen in Nordamerika: Wenn der Spätsommer in den Herbst übergeht, glühen die Wälder richtig auf. Die Baumwipfel zeigen sich in leuchtendem Rot, Gelb oder Orange, der Himmel strahlt blauer denn je und warme Luft zieht durch das Land. Dieses Naturphänomen wird als Indian Summer benannt. Vor allem Nordamerika ist mit dieser Wetterperiode gesegnet, die sich von Kanada bis hin in den mittleren Westen erstreckt und jedes Jahr aufs Neue, Einheimische wie Besucher begeistert.

Woher genau der Wortlaut stammt und auf was er abzielt, ist nicht eindeutig überliefert. Viele Bevölkerungsteile ziehen den Zusammenhang mit der Haupt-Jagdsaison der Indianer, die jährlich im Herbst stattfand.

Wann ist der Indian Summer?

Ab Anfang bis Mitte September beginnt das "foliage", also die Blattverfärbung, wie es der Amerikaner sagen würde. Dabei hält der Indian Summer zuerst in den nördlichen Teilen inne, bevor er sich seinen Weg in die südlicheren Staaten der Ostküste bahnt. Deshalb ist das Naturspektakel in seiner vollen Pracht auch noch bis weit in den Oktober zu erleben - vor allem in Massachusetts und Connecticut zeigt sich die Natur dann von seiner schönsten Seite.

Übrigens: Hierzulande ist der Indian Summer vergleichbar mit dem Altweibersommer, der ebenfalls ein warmes Klima und Trockenheit beschreibt.

Indian Summer in Neuengland

Eine der schönsten Destinationen im Indian Summer sind die Neuengland-Staaten. Von Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, New Hampshire, Vermont bis Maine taucht die Natur in die buntesten Herbstfarben ein und deklariert den Nachsommer als schönste Reisezeit. Da jeder Bundesstaat seinen ganz eigenen Charme hat, ist es ratsam, sich nicht auf einen festzulegen. Viel besser ist das Mieten eines Leihwagens, damit möglichst viel erkundet werden kann.

Landkarte von Neuengland
Alle sechs Neuengland-Staaten im Überblick iStock

Was unbedingt auf der Bucket List stehen soll? Die schönsten Must-Sees für Neuengland im Indian Summer:

Maine im Indian Summer

Maine ist der größte und zugleich nördlichste Bundesstaat Neuenglands. Kein Wunder, dass es dort auch eine ganze Menge an Indian Summer-Aktivitäten zu bestaunen gibt. Vorrangig sind hierbei die State Parks zu erwähnen, deren Anzahl bei 32 liegt. Eine Wandertour, um die komplette Fülle des "fall foliage" mitzuerleben, ist fast schon Pflicht. Einen grandiosen Blick über die Baumwipfel bietet der Mount Kathadin im Baxter State Park. Wesentlich bequemer, aber genauso schön, lässt sich die Natur aus dem Autofenster von der Staatsstraße 11, die nicht umsonst als Panoramastraße eingestuft wurde, bestaunen.

MADAME.de-Tipp: Nicht gerade für das Fine Dining, aber wegen des Geschmacks über die Grenzen Maines bekannt sind die Diner. Die schnuckeligen Restaurants blicken auf eine alte Tradition zurück und bieten vor allem Köstlichkeiten aus regionalen Zutaten an - ideal für Frühstücks- oder Burger-Liebhaber.

Straße im Indian Summer in Maine
Fast schon mystisch wirkt die Atmosphäre im Indian Summer in Maine iStock

New Hampshire im Herbst

Der September und Oktober ist die beste Reisezeit für New Hampshire. Bei angenehmen Temperaturen macht das Erkunden der Natur in den White Mountains oder in Küstennähe am meisten Spaß. Apropos Natur: Man sagt dem Bundesstaat nach, dass seine Wälder wohl die schönste Färbung des Blattwerks aufweisen. Vor allem der Ahornbäume ist diese Behauptung zu verdanken, denn die Baumart zeigt seine Blätter in der Erntesaison Herbst in den strahlendsten Nuancen.

MADAME.de-Tipp: Neben der Produktion des Ahornsirups ist der Indian Summer auch in Sachen Kürbisernte nicht zu verkennen. Viele Gemeinden veranstalten dann Kürbis Festivals, auf denen es die Gewächse in Vielzahl zu kaufen und die außergewöhnlichsten Exemplare zu bestaunen gibt. Eines der schönsten findet in Keene, New Hampshire, statt, das vor allem im Dunklen ein echtes Schauspiel ist.

Aussicht auf die Bucht von Portsmouth
Auch die Hafenstadt Portsmouth in New Hampshire ist sehenswert iStock

Massachusetts im Indian Summer

Ab Ende September bis weit in den Oktober hinein ist die Hochphase des Indian Summers in Massachusetts. Das Phänomen lässt sich gleichermaßen gut an der Küste als auch im Inneren des Staates erleben und verzückt mit seinen wundervollen Ecken. Eine der schönsten ist dabei Cape Cod. Auf der Halbinsel sollten neben langen Strandspaziergängen aber auch die Ortschaften Brewster, Sandwich oder Dennis erkundet werden, die vor Historie nur so strotzen. Wem die Großstadt fehlt, sollte nach Bosten reisen. Auf einem der ausgeschilderten Walks lässt sich die Stadt am besten erkunden - aber bitte nicht länger als zwei Tage: weitere tolle Spots im Nordosten der USA warten.

MADAME.de-Tipp: Ehrwürdige Bauten, viel Geschichte und noch mehr Prestige sind in den umliegenden Universitäten Yale, Brown und Dartmouth zu bestaunen.

Rotklinker-Fassaden in einer Straße in Boston
Rotklinker-Fassaden sind typisch in Neuengland, hier in Boston iStock

Die besten Hotels in Neuengland

1. The Press Hotel in Portland, Maine

2. The Sailmaker's House in Portsmouth, New Hampshire

3. Eben House in Provinetown, Massachusetts

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