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Was macht Iman heute?

Iman ist die Witwe von David Bowie und gehörte zu den Supermodels der 80er Jahre. Doch was macht die gebürtige Somalierin Iman heute?

Iman auf dem roten Teppich
Iman, eines der Topmodels der 90er Jahre Foto: Getty Images

Imans früher Aufstieg in der Modelwelt

Iman Mohamed Abdulmajid wird am 25. Juli 1955 in Somalia geboren. Für ihre Eltern, einen Botschafter und eine Ärztin, ist sie das fünfte Kind. Ihnen gelingt es, die drei Töchter an der Beschneidung vorbei zu schmuggeln, die damals und zum Teil heute noch in Teilen Afrikas üblich ist. Sie wächst wohlbehütet auf, lernt in ihrer Kindheit bereits fünf Sprachen - Somali, Arabisch, Italienisch, Französisch und Englisch - und besucht nach ihrem High School Abschluss die Universität in Nairobi, Ägypten. Dorz studiert sie Politikwissenschaften und lebt ein Leben, von dem viele afrikanische Mädchen nicht einmal zu träumen wagen.

Auf dem Campus ihrer Uni wird sie von dem berühmten Fotografen Peter Beard entdeckt, der ihr das Modelbusiness schmackhaft und sie mit den ersten wichtigen Persönlichkeiten des Business bekannt macht. 1976 zieht sie in die USA, um ihre Karriere voranzubringen. Noch im selben Jahr ist sie auf ihrem ersten Vogue-Cover zu sehen.

Ihre große Statur und ihre feinen Glieder, langen Beine und der schlanke Hals sind es, die die Designer und Fotografen in Atem halten: Donna Karan, Gianni Versace, Helmut Newton, Annie Leibovitz und viele mehr reißen sich um die schöne Afrikanerin. Doch Yves Saint Laurent ist wohl ihr größter Verehrer und bucht sie für sämtliche Kampagnen und Shows.

Iman: Zwischen Schauspielerei und Aktivismus

Parallel zu ihrer Modelkarriere setzt Iman einen Fuß in die Tür nach Hollywood und ist im Laufe der Jahre in mehreren Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. 1985 spielt sie in "Miami Vice", sowie in dem Film "Out of Africa" mit Robert Redford und Meryl Streep, der im selben Jahr mit mehreren Oscars - unter anderem "Bester Film" und "Beste Regie" - ausgezeichnet wird. Auch im sechsten Teil der Star Trek Saga ist das Model zu sehen und im Film "House Party 2" hat sie ebenfalls eine Rolle.

1994 eröffnet sie ihre eigne Beautymarke "Iman Cosmetics", die sich als erste Linie vor allem auf dunkelhäutige Farbnuancen konzentriert. 2010 gehört das Unternehmen zu einem der stärksten im Geschäft - Iman begründet den Erfolg auf ihrer jahrelangen Erfahrung im Modelbusiness.

Die Afrikanerin begleitet seit ihrer frühen Kindheit der Kampf für ein gerechtes Leben: Die aus Somalia stammende Schönheit ist sich schon früh bewusst, dass die Verhältnisse unter denen sie aufwächst, nicht der Normalität entsprechen. Immer wieder setzt sie sich für den Bau von Schulen, die Bildung von Mädchen und das Verbot der weiblichen Beschneidung ein.

Iman privat: Drei Ehen und zwei Kinder

Schon mit 18 Jahren heiratet Iman das erste Mal - den jungen Hotelier Hassan aus Somalia. Die Ehe hält nur wenige Jahre und wird geschieden, als Iman in die USA geht. 1977 heiratet sie erneut: Basketballer Spencer Haywood ist der Glückliche. Die gemeinsame Tochter Zulekha kommt zwei Jahre später zur Welt. Auch diese Ehe hält nicht ewig und wird 1987 wieder geschieden.

1992 heiratet Iman zum dritten Mal: Die Ehe mit Musiker David Bowie sorgt für Aufsehen, da beide bereits große Beliebtheit in der Öffentlichkeit genießen. 2000 kommt die gemeinsame Tochter Alexandria Zahra Jones zur Welt. Die Familie lebt hauptsächlich in London und Manhattan. Als David Bowie am 10. Januar 2016 verstirbt, nimmt die ganze Welt Abschied von dem Ausnahmekünstler und kondoliert der Witwe, die mit folgenden Worten tröstet: "Der Schmerz ist echt - aber Gott auch!"

Was macht Iman heute?

Aus ihrem Zuhause in New York konzentriert sich die 65-Jährige aktuell auf ihr Hauptanliegen: Unterstützung vieler Charity-Projekte. Seit 2019 ist sie federführende Unterstützerin der Organisation "CARE", die gegen Kinderarmut und für mehr Bildung kämpft. Sie ist zudem Botschafterin bei "Save the Children" und arbeitet eng mit "Childrens Defence Fund" zusammen und tritt regelmäßig in Kampagnen auf. Zudem nimmt ihre Arbeit als Aktivistin gegen sogenannte Blutdiamanten und die damit verbundene Ausbeutung einen Großteil ihres Alltags in Anspruch.