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Gerstenkorn am Auge: Ursachen und Behandlung

Ein Gerstenkorn am Auge kann unangenehm sein – was Sie tun können, um es schnellstmöglich wieder loszuwerden und wann der Gang zum Arzt notwendig ist, erfahren Sie hier

Gerstenkorn an einem blauen Auge
Gerstenkorn am Auge kann schmerzhaft sein - wie Sie es richtig behandeln lesen Sie hier Dominica Zaborowski

Gerstenkorn im Auge - Was tun?

Das Augenlid ist rot, schmerzt und drückt – wahrscheinlich haben Sie es mit einem Gerstenkorn am Auge zu tun. Doch keine Sorge: Es handelt sich dabei um eine Entzündung, die Sie gut selbst in den Griff bekommen können und die in der Regel nach wenigen Tagen ausgestanden ist. Im Folgenden erklären wir Ihnen, welche konkreten Symptome die Entzündung verursacht und wie Sie ein Gerstenkorn von einem Hagel- oder Grießkorn unterscheiden können. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie ein Gerstenkorn schnellstmöglich loswerden können.

Gerstenkorn am Auge – die häufigsten Symptome 

Bei einem Gerstenkorn, auch Hordeolum genannt, kommt es zu Jucken und einer schmerzhaften Schwellung des Augenlids, die sich oft anfühlt, als befände sich ein Fremdkörper im Auge – daher auch der Name Gerstenkorn. Dahinter steckt eine bakterielle Entzündung einer Schweiß- oder Talgdrüse, oft ausgelöst durch Staphylokokken, die sich auf unserer Haut befinden und für gewöhnlich keine Probleme bereiten. Ein Gerstenkorn ist also ein kleiner Abszess, der sich im Laufe der bakteriellen Infektion mit Eiter füllt.

Gerstenkorn am Auge entfernen – das hilft wirklich

Ein Gerstenkorn ist normalerweise kein Grund für einen Arztbesuch. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie daran leiden, empfiehlt sich zunächst ein Gang zur Apotheke. Dort gibt es rezeptfreie Augensalben und Augentropfen, die dabei helfen können, die entzündete Stelle zu desinfizieren und so ein Ausbreiten der Infektion auf das gesamte Augenlid zu vermeiden. Während Tropfen besonders für die Anwendung am Tag geeignet sind, können Salben das Gerstenkorn nachts gut behandeln, da sich während des Schlafens ein lang anhaltender Film auf die Hornhaut des Auges legen kann. Achten Sie außerdem unbedingt darauf, sich möglichst nicht die Augen zu reiben und waschen Sie sich regelmäßig die Hände, um ein Ausbreiten der Infektion auf die Bindehaut des Auges zu vermeiden. Hierfür ist es auch ratsam, häufig die Handtücher im Bad zu wechseln. Verzichten Sie unbedingt darauf, den Abszess auszudrücken. Solche Versuche können die Entzündung noch verstärken. Für gewöhnlich klingt ein Gerstenkorn nach einer Woche von allein wieder ab, da sich die entzündete Stelle letztlich von selbst öffnet und das Sekret abfließen kann. Ist dies nach längerer Zeit jedoch nicht der Fall, kann ein Arzt durch das Öffnen der Stelle ein Abfließen erzwingen.

MADAME.de-Tipp: Manchmal werden auch Hausmittel wie Kompressen mit Kamillentee empfohlen – auch wenn diesem eine beruhigende Wirkung nachgesagt wird, kann sich die Entzündung dadurch noch verschlimmern. Schließlich kann dabei nicht sichergestellt werden, dass steril gearbeitet wird. Außerdem haben Bakterien durch die befeuchtete, warme Haut noch leichteres Spiel.

Der Unterschied zwischen Gerstenkorn und Hagelkorn

Manchmal klagen Menschen über ein lästiges Gerstenkorn, tatsächlich leiden sie aber an einem Hagelkorn (in der Medizin auch Chalazion genannt) – hier gibt es einen wichtigen Unterschied: Anders als beim Gerstenkorn, bei dem Bakterien eine Entzündung einer Drüse hervorrufen, ist beim Hagelkorn eine Talgdrüse verstopft. Da beides am Auge auftreten kann und sie eine ähnliche Größe haben, werden die beiden Erscheinungen häufig miteinander verwechselt. Um den Unterschied zu erkennen, sollten Sie daher überprüfen, ob sich die Haut am Augenlid bewegen lässt. Wenn dies der Fall ist und die Berührung nur wenig Schmerzen bereitet, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Hagelkorn. Es braucht für gewöhnlich etwa zwei Wochen, um von allein zu verschwinden, daher sollte man sich auch deshalb zunächst keine Sorgen machen. Wer nach dieser Zeit allerdings noch immer Probleme damit hat, sollte einen Arzt konsultieren und es gegebenenfalls operativ entfernen lassen.

MADAME.de-Tipp: Wenn Sie häufiger an Gersten- oder Hagelkörnern leiden, kann es sinnvoll sein, dies mit einem Arzt zu besprechen. Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass Ihr Immunsystem geschwächt ist oder Sie an Diabetes mellitus leiden.

Sind Milien auch Gerstenkörner und wie kann man sie entfernen?

Milien, oft auch als Grießkörner oder Hautgrieß bekannt, sind keine Gerstenkörner, sondern kleine, harmlose Zysten unterhalb der Haut. Die Verhärtungen bilden sich aus bisher ungeklärter Ursache an den Talgdrüsen, wenn sich dort Zellen verhornen. Sie sind ein kosmetisches Problem ohne Krankheitssymptome und lassen sich von einem Dermatologen oder bei einer Gesichtsbehandlung durch geschultes Kosmetikpersonal entfernen. Dabei wird die Haut leicht angeritzt, um die Milien nahezu schmerz- und narbenfrei herausdrücken zu können. Sie können am ganzen Körper, vorrangig aber im Gesicht und somit auch am Auge auftreten. Wenn Milien am Sehorgan zutage treten, ist es ratsam, dass ein Arzt das Grießkorn entfernt, denn die Gefahr ist hoch, dass die sensible Haut oder gar das Auge verletzt wird und sich dadurch entzündet.

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