Gender Pricing - Oder warum ich nur noch Männerrasierer kaufe

Der 8. März ist seit 1921 Weltfrauentag. Ein Tag, den Berlin sogar zum Feiertag bestimmt hat. Und auch, wenn sich die Situation der Frauen seit 1921 ohne Frage verbessert hat, kann ich eine, vermeintlich lapidare Sache immer noch nicht ganz nachvollziehen: Gender Pricing 

Gender Pricing: Warum Frauen mehr zahlen

Das ist Gender Pricing: Fürs gleiche Geld gibt es statt einem zwei Rasierer - weil sie blau sind

Was ist Gender Pricing 
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Der Begriff Gender Pricing drückt genau das aus, was die beiden Worte in Kombination schon andeuten: Für vermeintlich gleiche Produkte werden je nach Geschlecht unterschiedliche Preise vom Hersteller verlangt. Klingt dubios, aber achten Sie mal drauf. Wer sich fragt, wo genau die Unterschiede gemacht werden, wird vom Glauben abfallen — sagen wir es mal so: Frauen zahlen immer drauf. 

Pinker Rasierer? Ne, zu Teuer! 

Am deutlichsten ist Gender Pricing bei der Preispolitik von alltäglichen Pflegeprodukten wie Rasierern zu erkennen. Laut eines Artikels auf Spiegel Online, zahlen Frauen im Schnitt für einen Rasierer 33 % mehr als Männer. Oft nur, weil er einfach pink ist, auch wenn alle anderen Produktmerkmale gleich sind. Weitere Beispiele sind in den Bereichen Kleidung oder Damenhygiene zu finden. Daher auch der in dem Zusammenhang oft verwendete Begriff "Pink Tax". Wo bleibt da bitte die geschlechtliche Gleichstellung? 

Gender Pricing bekämpfen 

Gender Pricing ist eine glorreiche Erfindung des Marketings, mit der es nicht schlecht fährt — bis jetzt! Denn je mehr Frauen wir für das Thema sensibilisieren, desto enormer wird der Druck auf die Unternehmen. Absatzeinbußen sind die Folge. Stellen Sie sich beim nächsten Einkauf in der Drogerie also die Frage, ob das gleichwertige Produkt in blau nicht auch den Job erledigt. Und beginnen Sie den nächsten Smalltalk mit Kolleginnen oder Bekannten unbedingt mit der Frage: Und, habt ihr eigentlich schon mal was Gender Pricing gehört?