Gesundheit

Gelenkschmerzen in den Wechseljahren: Das hilft wirklich

Gelenkschmerzen in den Wechseljahren ist eines der häufigsten Indize für den abfallenden Östrogenmangel. Was dagegen wirklich hilft

Frau hat Gelenkschmerzen und greift sich an ihr Knie
Gelenkschmerzen in den Wechseljahren: Das hilft wirklic iStock

Wie entstehen Gelenkschmerzen in den Wechseljahren

Hitzewallungen, Haarausfall und eben auch Gelenkschmerzen sind die häufigsten Symptome innerhalb der Wechseljahre. Viele Frauen leiden stark unter der hormonellen Veränderung ihres Körpers, die auch "an den Knochen nagen" und den Alltag beschweren. Denn: Schon beim Aufstehen merkt man die Gelenksteifheit, die sich zwar im Laufe des Tages legt, jedoch oftmals in reine Schmerzen übergeht. Somit steigt auch das Risiko auf chronische Krankheiten wie der Knochenschwund (Osteoporose) oder das Schmerzleiden nimmt auch nach der Menopause, die zwischen 45 bis 55 Jahren einsetzt, nicht mehr ab. Stattdessen kann es sogar schlimmer und die Beschwerden mehr werden.

Wissenschaftler sind sich mittlerweile sicher, dass die Hormonveränderung während der körperlichen Umstellung Schuld an der abnehmenden Gelenkgesundheit ist.

Drei wichtige Indizien, die für einen direkten Zusammenhang zwischen Östrogenen und Gelenken sprechen:

  1. Östrogene fördern die Entstehung von Endorphinen, also der Botenstoffe, die für die Unterdrückung und Linderung von Schmerzen verantwortlich sind. Fehlt das Hormon, sinkt die Schmerzgrenze. Die Konsequenz: Blessuren tun schneller weh.

  2. Als Entzündungshemmer erweisen sich die Sexualhormone in der Immunabwehr. Werden diese in den Wechseljahren weniger, ist die Gefahr, Entzündungen zu entfachen, besonders groß. Zudem sorgt der Östrogenmangel für eine schlechtere Durchblutung innerhalb der Gelenke, sodass ebenfalls Schmerzen begünstigt werden.

  3. Östrogene sind für die Aufnahme von Flüssigkeit in den Gelenken verantwortlich und regen die Kollagenbildung an. Fehlen diese in der Zeit der Hormonumstellung, schwächt die Kollagenbildung ab. Die Folge: Die einzelnen Fasern sind weniger elastisch, Knorpel und Gelenkstrukturen werden steif und damit anfälliger für Schäden und Schmerzen.

Was hilft bei Gelenkschmerzen in den Wechseljahren?

Von einer Hormontherapie über bewährte Methoden bis hin zu Hausmittel - was gegen Gelenkschmerzen in den Wechseljahren hilft, kann ganz unterschiedlich sein und individuell angepasst werden. Fest steht: Bevor Sie auf eine risikobehaftete Hormonbehandlung setzen, sollte erst der Weg über "harmlose" Mittel führen. Die beliebtesten Methoden, die Linderung versprechen, im Überblick:

  • Sie haben Schmerzen in den Fingern? Dann könnte schon eine Selbst-Massage Linderung versprechen. Etwas Pfefferminzöl auftragen und einmassieren, wenn sich die Gelenke warm anfühlen. Empfinden Sie Ihr Gelenk als steif, kann Rosmarin für Abhilfe sorgen.

  • Größere Gelenke an Hüften und Knie werden am besten mit einer Akupunktur oder Krankengymnastik behandelt, um wieder Entspannung an die gewünschten Stellen zu bekommen. Auch Fischölkapseln können bei der Entlastung zusätzlich helfen.

  • Entzündungshemmende Lebensmittel wirken ebenfalls bei Gelenkschmerzen. Am besten eignet sich hierbei Kurkuma, Spinat, Mangold und Feldsalat. Linderung auf die leckere Art...

  • Das A und O; auch wenn es schwer fällt: Bewegung! Ob leichte Spaziergänge, Yoga Schwimmen oder Gymnastik- alles ist erlaubt, solange sich die Gelenkflüssigkeit austauschen kann und die Knochen, Knorpel und das Bindegewebe ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden können.

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