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Fashion Week Paris

Fashion Week Paris: Die Highlights für Frühjahr/Sommer 2020

Die schönsten Looks vom Runway der Paris Fashion Week Frühjahr/Sommer 2020, die glamourösesten Mode-Momente der Designer und die wichtigsten Gäste bei den Shows: MADAME.de zeigt die Highlights der französischen Hauptstadt

Gigi Hadid und weitere Models bei der Chanel-Show S/S 2020 in Paris
Die Modelriege, u.a. mit Gigi Hadid, bei der ersten Pret-à-Porter-Show von Virginie Viard, der Nachfolgerin von Karl Lagerfeld bei Chanel Getty Images

Die Highlights der Paris Fashion Week Frühjahr/Sommer 2020

Zum Ende des Monats zog es Presse, Influencer und Modekenner nach Paris. Die französische Hauptstadt und Heimat von Dior, Chanel und Co. zeigte sich von seiner besten Seite und präsentierte die Shows unter anderem direkt vor dem schönsten Wahrzeichen der Stadt: dem Eiffelturm.

Der kleine personelle Wechsel, der kurz vor der Fashion Week in Paris verkündet wurde, erschütterte die Modewelt nicht: Vetements-Designer Demna Gvasalia verließ das von ihm mitgegründete Haus und konzentriert sich von nun an ganz auf seinen Posten als Kreativdirektor bei Balenciaga.

Dior und Saint Laurent: Haute Nature und Orient Chic

Während der Fashion Week in Mailand war das Thema Dschungel sehr präsent und auch in Paris war die Natur ein Thema. Dior gestaltete für die Präsentation zusammen mit dem Designkollektiv Coloco einen Wald aus Bäumen in großen Übertöpfen. Die Nähe zur Nachhaltigkeit und die Intention der gesamten Kollektion ging auch nach der Show weiter: Alle Bäume wurden anschließend in das Stadtbild von Paris integriert. Die Kollektion von Maria Grazia Chiuri war geprägt von bestickten Kleidern mit Blumenmustern und geprägten Stoffen in zarter Blütenform. Die Kreationen aus leichten Chiffon-Stoffen schienen förmlich durch den künstlichen Wald zu schweben. Das Accessoire der Saison: In Anlehnung an Miss Dior trug jedes Model einen Strohhut - die Schwester von Gründer Christian Dior trug den Sonnenschutz gerne bei der Gartenarbeit. Schönster Look der Kollektion war das ausgestellte Bustierkleid in Stroh-Optik. Schauspielerinnen Julianne Moore und Jennifer Lawrence, sowie Influencerin Chiara Ferragni saßen in der ersten Reihe.

Die Location für die Show von Saint Laurent konnte als der wohl spektakulärste Ort verbucht werden: Sie fand direkt unter dem Eiffelturm im Zentrum der Stadt statt. Schwarz, chic und elegant wie gewohnt, mutete die neue Kollektion unter der Leitung von Chefdesigner Anthony Vaccarello an. Die charakteristischen breiten Schultern der Blazer und Mäntel fungierten als Fundament, kurze Shorts und Jeanshosen vervollständigten die Looks. Westen wirkten vom Schnitt her maskulin, erhielten jedoch durch das samtige Material und die Kombination zu Rüschenblusen und Volant-Einteiler eine feminine Note. Der zweite Teil der Show war wesentlich farbenfroher: Fernöstliche Muster und goldene Ornamente trafen sich auf transparenten Stoffen wieder. Die langen Kleider, Pluderhosen und künstlerischen Korsagen wurden mit breiten Taillengürteln gestylt. Zum Schluss betrat Topmodel Naomi Campbell in einem glänzenden schwarzen Anzug den Laufsteg. Im Hintergrund schimmerte der Eiffelturm mit tausenden Lichtern.

Maison Margiela präsentiert erwartete Extravaganz

Am zweiten Tag der Paris Fashion Week versammelte sich das Mode-Publikum bei der Show von Maison Margiela. Die Models betraten den hellen Laufsteg und präsentierten die Kollektion für Frühjahr und Sommer 2020 unter der Leitung von John Galliano. Der Meister der Dekonstruktion übertraf sich wieder einmal selbst: Uniformen, Layering sowie die Kombination verschiedener Materialien, Drapierungen und Silhouetten standen im Fokus. Als Basis trugen die Models hochgeschlossene Shirts mit weißem Kragen, die an Krankenschwester-Uniformen erinnerten. Asymmetrische Mäntel und Capes wurden darüber getragen oder mit einem Gürtel am Körper drapiert. Kurze Trenchcoats mit Vinyl-Elementen wurden zu Ledershorts und groben Wollmänteln getragen. Die Kopfbedeckungen variierten von Schwesternhauben über Matrosen-Mützen bis hin zu Nonnen-Habits. John Galliano erfüllte in einem Wort all das, wofür er bekannt ist: Extravaganz.

Dries van Noten x Christian Lacroix: Rückkehr des Haute Couture-Meisters

Seit 2009 war es still um ihn geworden: Christian Lacroix verließ sein eigenes Label und arbeitete nur noch vereinzelt als Designer bei verschiedenen Theaterproduktionen. Für die Kollektion von Dries van Noten für Frühjahr und Sommer 2020 kehrte er nach Paris zurück, wo er seine außergewöhnlichen Designs, seinen Blick für aufregende Haute Couture und seinen unverkennbaren Stil noch einmal zum Besten gab. Aus der Kooperation entstanden sehr sinnliche Looks mit glamouröser Note. Dries van Notens geradliniger Blick für Silhouetten war in den Oversize-Pullovern und langen Mänteln wiederzufinden. Gepaart wurden diese mit Zebra-Prints und großflächigen Blumenmustern. Auch Korsagen mit drapierten Schleppen, Applikationen aus Straußenfedern und Blazer aus Brokatstoff wurden von den Models präsentiert. Das Hochzeitskleid ganz am Ende der Show war eine perfekte Symbiose aus beiden Designern: Schlichte Basis mit extravagantem Überkleid und Kopfschmuck aus Federn.

Boho-Chic bei Isabel Marant und frischer Wind bei Off-White

Was trägt man im Frühjahr und Sommer 2020 zum Festival, am Strand oder in einer lauschigen Ibiza-Nacht? Isabel Marant hatte die Antwort: Ihre Kollektion, die viele Indie-Elemente aufgriff und lässiges Flair versprühte, spielte mit den typischen Komponenten. Fransen, Troddeln, Batik-Muster und Strickereien zogen sich durch die gesamte Kollektion, samt Tuniken, legerer Zweiteiler, Denim-Latzhosen und leichter Rüschenkleider. Isabel Marant setzte auf viele - sehr - kurze Shorts und Kleider, die die Vorfreude auf den Hochsommer 2020 schon jetzt aufkommen ließ.

Virgil Abloh gilt als die Hoffnung für die Zukunft der Mode - umso trauriger die Tatsache, dass der Designer seiner Show in Paris aus gesundheitlichen Gründen nicht beiwohnen konnte und sein Team die Kollektion von Off-White für Frühjahr/Sommer 2020 allein präsentierte. Auch in dieser Saison stand Athleisure Wear im Fokus: Das Label zeigte mit schlichten Silhouetten und Cut-Outs, wie schick sportliche Looks anmuten können. Die Model-Schwestern Gigi und Bella Hadid präsentierten zusammen mit anderen Mädchen cleane, dekonstruierte Looks. Am Ende der Show wurde es aber noch einmal bunt: Pink sorgte für farbliche Akzente.

Chloé: Zart auf hart

Natacha Ramsay-Levi zeigte ihre fünfte Kollektion für das französische Label Chloé. Die zarten Looks mit femininer Note schwebten geradezu den Laufsteg entlang, wurden aber mit derben Boots gestylt. Das Modehaus setzte für die neue Saison auf den Neckholder-Ausschnitt und präsentierte auch dieses Mal die charakteristischen Maxikleider des Hauses - im Layering mit Hosen und T-Shirts bekamen diese nun aber einen neuen Look. Aufgeknöpfte Kleider fungierten über Blusen als schicke Alternative zum Mantel. Besonderer Hingucker: Eine edle Seidenbluse in sattem Blau.

Balmain: Geometrische Raffinesse

Tag 3 der Paris Fashion Week führte die Besucher zur Show von Balmain. Chefdesigner Olivier Rousteing zeigte eine ungewöhnlich farbenprächtige Kollektion für Frühjah/Sommer 2020 und spielte mit sämtlichen Formen der Geometrie. Kleider wurden durch Kreise aus Kunststoff zusammengehalten, gestreifte Rollkragen-Shirts zu Schlaghosen kombiniert und Rauten-Muster trafen sich auf Bustier-Oberteilen. Der typische Balmain-Blazer mit goldenen Knöpfen und breiten Schultern wurde in dieser Saison als Kleid getragen. Farbakzente setzten die Anzüge aus buntem Denim, gelbe Haute Couture-Kleider in Fransen-Optik und wallende Seidengewänder in Orange und Grün. Die Coolness, die das Label auszeichnet, unterstrichen die letzten Kreationen: Schwarze Kleider und Zweiteiler aus Samt rundeten das Spektakel ab.

Romantische Opulenz bei Comme des Garçons und Hermès' Hommage an die Handwerkskunst

Rei Kawakubo setzte bei der Frühjahr/Sommer-Präsentation für 2020 in Paris auf Elemente aus dem Zeitalter des Barocks: Blumen-Dessins, Glitzer- und Goldelemente sowie eine Farbpalette von Weiß über Blutrot bis hin zu Dunkelgrün prägten die opulenten Designs. Hinzu kamen dekonstruierte Silhouetten, asymmetrische Formen und ein raffiniertes Spiel mit Armlängen, die teilweise keine Gliedmaßen hervorblitzen ließen. Eines der aufregendsten Designs war das Kokon-Kleid: Das Model war mit einem gesteppten und geblümten Baumwollstoff mit Seidenelementen am Hals und den Beinen regelrecht eingewickelt worden.

Organisation ist alles - das bewies Hermès-Designerin Nadège Vanhee-Cybulski bei der Fashion Week in der französischen Hauptstadt. Noch im Sommer hatte sie sich eine kurze Babypause gegönnt, um pünktlich Ende September zur Präsentation der neuen Frühjahr- und Sommermode zurück zu sein. Diese stand ganz im Zeichen der Sattlerkunst, die in Frankreich nach wie vor einen hohen Stellenwert einnimmt. Das Verarbeiten von Leder war eines der prägnantesten Stilmerkmale überhaupt: Das Naturmaterial fand sich an Kleidern, Blazern und Hosen wieder oder wurde als Patchwork-Element in Jacken verarbeitet. Farblich konzentrierte sich Vanhee-Cybulski auf nüchterne Nuancen: Erdtöne, Weiß und Schwarz brachten die Eleganz der Hermès-Kollektion auf den Punkt.

Maxikleider bei Valentino und Blumenprints bei Givenchy

Dass Pierpaolo Piccioli die Maison auch alleine im Griff hat, beweist der Designer seit Chiuris Wechsel zu Gucci bravurös. Fantasievoll und knallig war die Kollektion für Frühjahr und Sommer 2020 am sechsten Tag der Paris Fashion Week. Piccioli versteht es wie kein anderer, mit knalligen Farben - in diesem Falle Neon - zu spielen. Auch an besonderen Details mangelte es den Outfits nicht: Volants, Federn, Rüschen, Stickereien und transparenter Tüll kündigten vor allem an wallenden Maxikleidern an, wie elegant und gleichzeitig fantasievoll der Sommer im Hause Valentino wird.

Bei Givenchy standen schmal geschnittene Blazer auf dem Programm: Wo andere auf den typischen Oversize-Schnitt der 80er Jahre setzten, verfolgte die Oberbekleidung von Chef-Designerin Claire Waight Keller einen neuen Kurs. Dieser wurde bei den Kleidern der Designerin noch deutlicher: Blumenmuster brachten die gewohnte Givenchy-Strenge ins Wanken. Seidenplissées, voluminöse Silhouetten und tiefe V-Ausschnitte zeigten eine verspielte Seite des Labels und Model Kaia Gerber lief in einem rosafarbenen Seiden-BH zum Lederrock über den Catwalk, was subtil sexy wirkte.

Balenciaga: Mehr als nur Mode?

Bei Balenciaga gab es Fragen über Fragen - vor und während der Show. Wie wird sich Demna Gvasalia nach dem Rückzug von seinem eigenen Label Vetements verhalten? Kann Balenciagas Kollektion an die vorherigen, erfolgreichen Präsentationen anknüpfen? Warum ist das Setting ganz in Blau gehalten und wieso sitzen die Journalisten aus UK eigentlich ganz außen? Zur letzten Frage: Die blaue Kulisse und das Seating der Journalisten kann kein Zufall sein. Ein politisches Statement zur europäischen Lage und dem Brexit wurde hier ganz bewusst gesetzt!

Modisch blieben keine Fragen offen: Balenciaga überzeugte mit einer Coolness, die das Label auch schon in den letzten Kollektionen an den Tag legte. Oversize-Silhouetten, Schulterpolster und Anzüge bestimmten die Designs, die stark an die 80er und 90er Jahre angelehnt waren. Hingucker waren die Kleider in Kegelform, bei denen der Reifrock maximal ausladend war. Das Highlight der Show war allerdings ein anderes: Nadja Auermann kehrte für das Label auf den Laufsteg zurück. In einem schwarzen Maxikleid mit Rüschen an den Saumenden und einem trichterförmigen Stehkragen schritt die 90er-Ikone über den Runway.

Nadja Auermann auf dem Laufsteg für balenciaga
Highlight der Balenciaga-Show: Nadja Auermann kehrt auf den Laufsteg zurück ImaxTree

Stella McCartneys Nachhaltigkeit und Handwerkskunst bei Alexander Mcqueen

Model bei Stella McCartney
Pudertöne, wenige Muster und starke Silhouetten prägten die Kollektion von Stella McCartney für Frühjahr/Sommer 2020 Getty Images

Dass Stella McCartney auf ehtische Luxusmode setzt, ist nichts Neues, aber die 48-jährige Designerin ging bei ihrer Präsentation der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2020 noch einen Schritt weiter. Der Presse erklärte sie nach der Show am Montagmorgen, dass es bis dato ihre nachhaltigste Präsentation sei. Mit Absätzen an den Schuhen, die aus nachhaltigem Holz entstanden sind, Basttaschen, die von Frauen aus Madagaskar hergestellt wurden und Kunstpelzen aus Polyester und Bio-Kunststoff bestärkt die Engländerin diese These.

Welche Highlights die Kollektion noch zu bieten hatte? Vor allem die Blusen, Mäntel und Kleider fielen dank der Saumenden, die Schuppen ähnelten, auf. Zu den runden Details gesellten sich außerdem Capeärmel, aufgesetzte Taschen an Hemden oder Jacken und Tunnelzug-Elemente. Eine Inspirationsquelle waren außergewöhnliche Frauen der Vergangenheit und Gegenwart, die keine Angst haben, sich die Welt zu eigen zu machen.

Sarah Burton, die Verantwortliche für die Kreationen bei Alexander McQueen, entwarf eine der schönsten Kollektionen der Pariser Modewoche. Nach dem intern verschriebenen Kredo, mehr Achtsamkeit aufzubauen, war es dem Label gelungen, anspruchsvolle Designs mit Fokus auf die Handwerkskunst zu kreieren. Aufwendig sei die Designphase gewesen, erklärte Burton im Nachhinein. Ihr Team und sie sammelten Inspirationen aus aller Welt, belegten Nähworkshops und ließen die Eindrücke in ihre Kollektion einfließen, ohne dabei die verspielt romantische Handschrift zu verlieren.

Mit Spitze und Tüll brach Burton die Schwere von Damast- und Lederstoffen auf, die sich wie ein roter Faden durch die Präsentation zogen. Goldfarbene Ösen und Blumenstickereien verliehen vor allem den Kleidern eine elegante Note. Die Raffinesse der Kleidung zeigte sich auch im letzten Teil der Show: Minikleider in Pastell und mit floralem Dessin bildeten den gelungen Abschluss einer starken Kollektion für Frühjahr/Sommer 2020.

Model bei Alexander McQueen
Nicht an Stacheln, sondern an Blüten, soll das Minikleid von Alexander McQueen erinnern ImaxTree

Das Grand Finale in Paris: Chanel, Miu Miu und Louis Vuitton

Den Auftakt am letzten Tag der Fashion Week machte für die Frühjahr/Sommer-Saison 2020 in diesem Jahr Chanel. Es war nicht nur das erste Défilé des Tages, sondern auch das Debut der neuen Kreativ-Direktorin Virginie Viard - zumindest in der Ready-to-Wear-Linie. Die Designerin führte uns, zusammen mit Gigi Hadid und Kaia Gerber, auf ein Dächer-Set von Paris, wie immer im Grand Palais veranstaltet. Mit Häusernachbauten der französischen Hauptstadt gelang dem Modehaus mal wieder ein ganz besonderer Coup, der unter dem Titel "Chanel sur le toits de Paris" stand.

Chanel setzte auf die Mode der eleganten, aber dennoch urbanen Pariserin. Dazu bediente sich Viard an Kleidungsstücken, die täglich zum Einsatz kommen - und das nicht nur in der französischen Hauptstadt: Trenchcoats, Maxikleider, Strumpfhosen und Pumps mit mittlerem Absatz prägten die Kollektion. Ein bequemer Look, der die Mesdames und Mesdemoiselles im nächsten Sommer genauso tragen könnten. Das Highlight waren die klassischen Tweedjacken: Kombiniert zu lässigen Bermuda- und Kombi-Shorts, symbolisierten sie das frische, leichte Chanel unter Virginie Viard und erinnerten an die "moderne Damen-Uniform", die schon Coco verfolgte. Châpeau!

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