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Edelsteine und ihre Bedeutung

Edelsteine begeistern die Menschheit seit Jahrtausenden. Schon in Jahrtausende alten Schriften wurden die wertvollen Steine erwähnt und haben seither nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ob auf dem Verlobungsring oder als Anhänger an einer Kette – nichts wirkt edler als ein schöner Klunker.

Wir haben in der Bilderstrecke die schönsten Steine zusammengestellt und verraten Ihnen, welche Wirkung und Bedeutung sie haben.

Edelsteine
Edelsteine (1/20) Thinkstock

Edelsteine

Minerale sind feste Materialien, die aus einem oder mehreren Elementen bestehen und einen kristallinen Aufbau haben.

Als Edelsteine bezeichnet man besonders schöne, bunte und seltene Minerale, die zudem relativ hart sind. Wären sie zu weich, würden die geschliffenen Steine viel zu schnell verkratzen.

Halbedelstein

Halbedelsteine sind Minerale die etwas häufiger in der Natur zu finden sind, wie zum Beispiel der Rosenquarz und der Bergkristall. Da der Begriff jedoch suggeriert, dass ein Halbedelstein weniger schön oder wertvoll wäre und daher etwas abwertend ist, werden diese Minerale jetzt allgemein als Schmucksteine bezeichnet.

Ringe mit Rosenquarz von Ole Lynggaard Copenhagen.

Edelsteine Schliff
Edelsteine Schliff (3/20) Thinkstock

Edelsteine Schliff

Bei aller Schönheit spielt bei Edelsteinen auch immer die dröge Mathematik eine Rolle, denn erst durch den richtigen Schliff wird der Stein zum Schmuckstück. Bei komplizierten Schliffformen wird dabei jeder Winkel berechnet, denn nur so entstehen die Farbenspiele, die jeden Stein zu etwas besonderem machen. Welcher Schliff der richtige ist, hängt dabei immer von der Beschaffenheit des Steins und natürlich der Art von Schmuck für den er gedacht ist ab.

Die bekannteste glatte Schliffform ist der Cabochonschliff. Dabei wird der Stein in eine klassische runde oder ovale Form geschliffen, bei der die Unterseite flach ist und auf dem Schmuckstück aufliegt, während die Oberseite nach Außen gewölbt ist.

Beim Facettenschliff dagegen bleibt die Oberfläche nicht glatt, sondern wird in viele kleine geschliffene Ebenen aufgeteilt. Die bekanntesten dieser Schliffformen sind der Brillantschliff (der klassische Diamantenschliff) und der Smaragdschliff. Je nachdem in welchem Winkel die Facetten zueinander angeordnet sind, bricht sind das Licht im Stein und lässt ihn bunt schimmern.

So oder so – Hauptsache es funkelt!

Opal
Opal (4/20) Thinkstock

Opal

Mehr Farbe in einem Stein geht kaum, der Opal ist nämlich ein wahrer Lichtkünstler: In dem Mineral brechen sich die Lichtstrahlen und lassen den Klunker in allen Farben des Regenbogens schillern.

Je größer, bunter und leuchtender das Feuer – die bunten Stellen im Stein - ist, desto teurer ist auch der Opal. Die Grundfarbe des Steins ist meist milchig grau, kann aber auch fast weiß oder – was besonders wertvoll ist – schwarz sein.

Rote Edelsteine
Rote Edelsteine (5/20) Thinkstock

Rote Edelsteine

Der bekannsteste und wertvollste rote Edelstein ist der Rubin. Aber es gibt auch andere rote Steine, die jedes Schmuckstück zum echten Hingucker machen.

Zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten ist der Granat, den schon die Wikinger als Schmuckstein nutzten und ihren Toten als Grabbeigabe mit auf die letzte Reise gaben. Am bekanntesten ist der „Böhmische Granatschmuck“, für den kleine, tiefrote Granatsteinchen dicht an dicht in Gold gefasst nebeneinander gesetzt werden.

Turmaline gibt es in zahlreichen verschiedenenen Farben. Die rote Variante wird Rubellit genannt, ihr Farbspektrum reicht von zartem Rosa über knalliges Pink bis hin zu einem tiefen Rot, das fast schon an Rubine erinnert.

Wunderschöne Liebesgesten: Roter Schmuck oder Schmuckstücke in warmen Rottönen aus Koralle.

Rubin
Rubin (6/20) Cartier

Rubin

Rubine sind Korunden, allerdings werden aber nur die klassisch roten Steine Rubine genannt. Die anderen gehören zu den Saphiren. Nicht nur als Stein für Ringe und Ketten sind Rubine beliebt, schon Könige schätzten den als "Stein des Lebens und der Liebe" bekannten Klunker als Zierde für ihre Kronen.

Die wirklich begehrten Rubine kommen meist aus Asien, wenn die Steine dann noch nicht künstlich behandelt wurden, können die Preise für mit Rubinen besetzten Schmuck schnell mal in die Millionen gehen.

Brosche in Palmenform von Cartier.

Hier finden Sie noch mehr berühmte Schmuckstücke von Cartier.

Saphir: Kate Middleton Verlobungsring
Saphir: Kate Middleton Verlobungsring (7/20) Getty Images

Saphir

Spätestens seit Prinz William seiner Freundin Kate Middleton zur Verlobung den saphirbesezten Ring seiner verstorbenen Mutter Diana ansteckte, ist der Saphir beliebt wie nie. Mehr oder weniger gute Imitate des Rings entwickelten sich nach dem berühmten Verlobungsfoto zum Verkaufsschlager für Schmuck.

Dass der Stein gerade für Verlobungsringe so beliebt ist, ist kein Zufall, denn Saphire symbolisieren Ruhe und Harmonie – und wer wünscht sich das nicht für seine Ehe?

Blauer Edelstein

Blau ist vielleicht einer der schönsten und nuancenreichsten Farbtöne für zeitlosen, edelsteinbesetzten Schmuck. Bei der riesigen Auswahl an Steinen und Farbtönen ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei.

Der blaue Diamant gehört zu den kostbarsten Edelsteinen der Welt. Der Preis für die beliebten Steinchen liegt bei Auktionen nicht selten im Millionenbereich.
Etwas weniger rar ist der Saphir, ein Korund und der Inbegriff des blauen Edelsteins. Ein Saphir muss aber nicht immer blau sein es gibt ihn auch in vielen anderen Farben. Neben dem gelben Saphir ist vor allem eine Variante in pink-orange beliebt, die besonders wertvoll ist.

Der hellblaue Aquamarin ist, wie der Name schon sagt, der Stein des Meeres. Er galt lange als Stein der Seefahrer und sollte sie als Talismann bei der Überfahrt schützen und sogar den Meeresgott besänftigen können. Die Farbe des Aquamarins kann sich je nach Einfallwinkel des Lichts verändern und fast farblos wirken.

Blaue Edelsteine von Tiffany & Co.

Rosenquarz Wirkung
Rosenquarz Wirkung (9/20) PR

Rosenquarz Wirkung

Seinen Namen hat der Rosenquarz – natürlich – von seiner blass-rosa Färbung. Die milchig-trüben Steine werden nicht nur zur Schmuck verarbeitet, sondern auch zu kleinen Kunstgegenständen und sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch wegen ihrer Wirkung beliebt.

Die Quarze gelten als Heilsteine, die Kopfschmerzen lindern und Herzprobleme heilen sollen. Bewiesen ist das natürlich nicht, aber was ein Symbol der Liebe ist, kann ja nur gut sein.

Ohrringe Fleure 68 von Coronelle mit Rosenquarz und Aventurin.

Bergkristall Wirkung
Bergkristall Wirkung (10/20) Thinkstock

Bergkristall Wirkung

Der Bergkristall ist ein farbloser Quarz und besteht aus vielen Kristallen, die in den unterschiedlichsten Formen wachsen können. Seinen Namen verdankt der Stein der Tatsache, dass meist in den Alpen gefunden wird.

Der Bergkristall wird auch als das "Aschenputtel" unter den edlen Klunkern bezeichnet: er ist zwar wunderschön anzusehen, gilt jedoch nicht als Edelstein. Beliebt sind die relativ günstigen Quarze trotzdem und werden, wie der Rosenquarz, auch wegen ihrer Wirkung geschätzt. Die Bergkristalle sind Symbole der Reinheit und Klarheit und sollen wahre Glücksbringer sein.

Smaragd
Smaragd (11/20) Getty Images

Smaragd

Als Smaragd wird die tiefgrüne und mit Abstand wertvollste Varietät des Berylls bezeichnet. Die grünen Steine stammen meist aus Südamerika und sind nur sehr selten ganz rein und ohne Risse, was sie jedoch nicht weniger wertvoll macht.

Hat ein Smaragd weder Risse noch Einschlüsse, kommt das schon einem Sechser im Lotto gleich. Entscheidend für den Preis eines Smaragdes ist aber vor allem die Farbe, je dunkler und intensiver das "smaragdgrün" desto teuer wird es, da kostet ein besonders schöner Smaragd dann auch mal mehr als ein gleichgroßer Diamant.

Schauspielerin Monica Bellucci mit einer Smaragd-Kette von Cartier.

Mondstein

Kein Stein schimmert so schön wie der Mondstein. Das Mineral ist, anders als der Name vermuten lässt, irdischen Ursprungs und verdankt seinen Namen dem Glanz, der an das Leuchten des Vollmonds erinnert.

Meist sind Mondsteine durchsichtig, weiß, grau oder bläulich – weniger bekannt sind Steine in pink, gelb oder grün. Obwohl das Mineral recht häufig vorkommt, sind die wirklich schönen und für Schmuck geeigneten Steine selten. Wie so viele andere wird der Mondstein daher oft kopiert und durch Labradorit oder Glassteine ersetzt.

Ketten mit Mondstein von Ole Lynggard Copenhagen.

Aquamarin
Aquamarin (13/20) Thinkstock

Aquamarin

Von zartem Hellblau bis zu grünlichen Meerblau – den Aquamarin gibt es in vielen verschiedenen Blautönen. Aquamarine sind besonders klare Steine und eignen sich durch ihre Härte für viele verschiedene Schliffe. Ob Ringe, Ketten oder Ohrringe – Aquamarinschmuck wirkt durch seine Klarheit immer edel und elegant.

Der Wert richtet sich nach der Farbe des Steins: je intensiver die Farbe, desto teuer die Steine. Weil die Steine in der Natur oft eher blass gefärbt sind, wird ihre Farbe durch die Behandlung mit Hitze intensiviert. Der Aquamarin gehört wie der Smaragd zur Mineralgruppe Beryll.

Beryll

Smaragde und Aquamarine kennt jeder. Dass diese Steine beide zur Mineralgruppe Beryll gehören und die Namen jeweils eine bestimmte Farbe oder Farbgruppe dieser Edelsteine bezeichnen, ist dagegen eher unbekannt. Alle anderen Farbvarianten der Beryll-Gruppe werden meist unter dem Namen Edel-Berylle zusammengefasst.

"Goldberylle" sind die tiefgelben bis goldenen Steine, die jedes Schmuckstück veredeln. Schon Kaiser Wilhelm II. soll die goldenen Klunker geliebt haben, weil ihre Farbe ihn an die eines kräftigen Weißweins erinnerte.

Zu Ehren des Bankiers und Kunstmäzens John P. Morgan wurde die Anfang des 20. Jahrhunderts gefundene rosane Varietät des Beryll "Morganit" getauft. Die hellrosa bis zartlilane Farbe macht den Morganit zu einem der beliebtesten Schmucksteine.

Ring mit Morganit von Tiffany & Co.

Onyx
Onyx (15/20) Cartier

Onyx

Was könnte edler und geheimnisvoller wirken als ein in Gold gefasster tiefschwarzer Edelstein? Ein sattes Schwarz, das je nach Schliff matt schimmert oder seidig glänzt, genau das macht den Onyx seit Jahrhunderten zum beliebten Schmuckstein.

Der Name bezeichnet gleich zwei verschiedene Steine. Der schwarze Chalcedon ist ebenso ein Onyx, wie der zweifarbige, schwarz-weiße Achat. Im Achat scheinen die übereinander liegenden Farbschichten schwach durch, der Stein wird wegen der Lagen auch besonders gerne für zweifarbige Steinkunst oder edle Manschettenknöpfe verwendet.

Da der Onyx sehr beliebt ist und die echten Steine nur sehr selten vorkommen, sind Fälschungen und Imitate recht häufig.

Anhänger von Cartier mit Onyx und Diamanten.

Amethyst

Die lilafarbenen Amethyste gehören zu den Quarzen. Oft ist die Farbe auch innerhalb kleiner Steine nicht einheitlich, was aber sehr schöne Farbschattierungen zur Folge haben kann. Wie bei vielen Steinen, sind die dunklen und farbintensiven Steine die wertvollsten, die geschliffen violetten Klunker sind ein Hingucker auf jedem Schmuckstück.

Der Amethyst soll zudem als Heilstein gegen jede Art von Süchten wirken im alten Griechenland trug man ein Amulett um den Hals um sich vor Trunkenheit zu schützen. Ob es nun hilft oder nicht – schön anzusehen sind die Steine allemal und werden unter anderem auch bei Tiffany Schmuck verarbeitet.

Ring mit Amethyst von Tiffany & Co.

Lapislazuli
Lapislazuli (17/20) Getty Images

Lapislazuli

Tiefes blau mit glänzenden Maserungen: Der Lapilazuli ist ein echter Traumstein! Die ausgefallenen Muster in diesem Stein enstehen durch die verschiedenen enthaltenen Minerale und machen jeden Stein zum echten Unikat.

Auch in der Kunst spielte der Lapislazuli eine große Rolle: Im Mittelalter stellte man aus den Edelsteinen eine blaue Farbe her, die jedoch wegen ihres hohen Preises eher selten zum Einsatz kam. Heute lässt man das zum Glück sein und nutzt den Lapislazuli so, wie er am schönsten zur Geltung kommt: als Hingucker auf Schmuckstücken jeder Art.

Schauspielerin Jada Pinkett Smith mit Lapislazuli-Ohrringen.

Turmalin

Turmaline gibt es in zahlreichen verschiedenenen Farben, von denen manchmal auch gleich mehrere in einem Kristall vorkommen. Der Turmalin ist damit ein absolut vielseitiger Stein, der sich nicht nur auf Schmuckstücken gut macht, sondern auch an ganz unerwarteter Stelle schmückt.

Die bunten Turmaline zieren nämlich auch die Meisterschale der Fußball-Bundesliga. Aber mal ehrlich, auf einem schicken Ring wären die Klunker doch sicher mindestens so gut aufgehoben.

Schlange mit Turmalin von Ole Lynggaard Copenhagen.

Topas
Topas (19/20) Pomellato

Topas

Auch der Topas ist ein kleines Farbwunder. Von kristallklar bis braun und blau gibt es zahlreiche Schattierungen, die jedoch eher mit vornehmer Blässe als mit Knallfarben daher kommen. Der Topas gehört zu den besonders harten Edelsteinen und ist durch seine relativ spröde Konsistenz eher schwer zu bearbeiten.

Da der Topas relativ häufig vorkommt, sind Schmuckstücke mit diesem Stein noch einigermaßen erschwinglich. Ausnahmen gibt es aber natürlich auch hier: Der Blautopas oder Edeltopas ist ein äußerst beliebter und wertvoller Edelstein. Ähnlich wie der Aquamarin ist auch der blaue Topas eher blass in der Farbe, kann aber durch Behandlung eine kräftigere Farbe bekommen.

Ringe mit Topas von Pomellato.

Jaspis
Jaspis (20/20) Cartier

Jaspis

Der Jaspis hat große Ähnlichkeit mit dem Chalcedon und ist ebenfalls ein Quarz, die beiden unterscheiden sich jedoch deutlich von der Struktur. Während die des Chalcedon faserig aufgebaut ist, ist sie beim Jaspis eher körnig. Mit dem bloßen Auge ist so etwas aber natürlich nicht zu erkennen, da fällt der Jaspis eher durch seine Sprenkel- und Streifenmuster auf.

Reiner Jaspis ist sehr selten, meist ist der Quarz mit anderen Mineralen wie Achat oder Opal verwachsen. Bereits im alten Griechenland wurde dem gescheckten Stein große Bedeutung beigemessen, so sollte er beruhigend auf seinen Träger wirken und Frauen eine angenehme und ruhige Schwangerschaft bescheren.

Manschettenknöpfe mit rotem Jaspis von Cartier.