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Hotel & Spa

Die schönsten Spa-Hotels in Europa

Wenn nicht nur der Körper, sondern auch die Seele Erholung braucht: MADAME zeigt Ihnen die schönsten Spa-Hotels in Europa am Mittelmeer, von der Côte d'Azur bis Montenegro

Pool mit blick auf das Meer in Santorini neben ihm stehen weiße Liegen unter einem weißen Baldrian im Sommer
Sie wollen dem Alltagsstress nicht nur entfliehen, sondern ihn vollkommen vergessen und luxuriös entspannen? Wir empfehlen Ihnen die schönsten Spa-Hotels in Europa iStock

Entspannung pur: Das sind die schönsten Spa-Hotels in Europa

Manchmal reicht Urlaub alleine nicht aus, um den Alltagsstress gänzlich hinter sich zu lassen. Zum Glück gibt es in Europa schöne Spa-Hotels, die sich ganz der Entspannung widmen. Hier können Sie Ihre Sorgen vergessen, bei Retreats entspannen und kehren nach dem Urlaub vollkommen erholt zurück nach Hause.

Fontsanta Hotel, Mallorca

Es leuchtet nicht auf Anhieb ein, weshalb man sich auf Mallorca in eine Wanne mit salzhaltigem Wasser begeben soll – statt einfach ins Meer, das einladend in Sichtweite schimmert. Und das auch noch an einem der schönsten Sandstrände, den die Insel zu bieten hat: Es Trenc, rund sechs Kilometer lang und von türkisfarbenem Wasser flankiert. Als ich allerdings in einer der alten Steinwannen des Spas im „Fontsanta Hotel“ im Südosten Mallorcas liege, stellt sich die Frage nicht mehr. Hier sprudelt die einzige Thermalquelle der Balearen. 38 Grad warmes Wasser umplätschert den Körper, aus einem goldenen Wasserhahn in Gestalt eines Schwanenhalses prasselt neues Nass auf mich herab, während ich in einen angenehmen Schwebezustand gerate. Man müsste schon federleicht sein, um tatsächlich „floaten“ zu können – so salzhaltig wie das Tote Meer ist das Wasser dann doch nicht. Dennoch werden dem schwefelhaltigen Thermalwasser besondere Heilkräfte zugeschrieben: Wunderheilungen bei Verbrennungen und sogar Kindersegen gehören zu den Legenden. Es soll wohltuend bei Gelenkbeschwerden wie Arthrose wirken, außerdem bei Hautreizungen. Am besten, man dusche das Wasser anschließend nicht gleich ab, schärft mir Spa-Managerin Vanessa ein: Das Salz sei klärend und glättend. Ich glaube es sofort, als die Haut angenehm prickelt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Herbergen für Pilger errichtet, die das „Wunderwasser“ aufsuchten, im Jahr 1845 gründete man ein Heilbad.

Die mallorquinische Eigentümerfamilie hat das historische Anwesen vor einigen Jahren in ein 5-Sterne-Paradies verwandelt, mit einem Interior in feinen Sand- und Steintönen, modernen Skulpturen und antiken Holztischen. Wer heute hierherpilgert, findet Ruhe in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebiets von Es Trenc und der Salinen Es Salobrar, mit ihren weißen Gebirgen aus Salzkristallen und vielen Flamingos unbedingt einen Ausflug wert. Inmitten des Gartens des „Fontsanta“ mit Olivenbäumen, Rosmarinhecken und Palmen liegt man auf Daybeds in der Sonne. Wem der Sinn nach Meer steht, der lässt sich mit dem Shuttle zum privaten Beachhouse des Hotels am Es-Trenc-Strand bringen, vorbei an den Koppeln eines Pferdegestüts und durch einen Pinienwald voller Kaninchen. Aber vorher stehen Behandlungen im Thermal-Spa auf dem Plan. Auf das 20-minütige Bad, aus dem ich mich nur widerwillig erhebe, folgen Runden im Dampfbad und im Thermal-Pool, ebenfalls aus der salzigen Quelle gespeist. Grobes Salz ist auch die Basis des 50-minütigen Body Scrubs, das die Haut geradezu poliert. Sämtliche Gesichts- und Körperpackungen (in meinem Fall sehr fischig riechende Algen) werden mit dem Quellwasser angerührt. Beim Abspülen verschwindet der strenge Geruch, wahrscheinlich sehr zur Freude der anderen Gäste im Restaurant, wohin ich mich nach einem abschließenden Facial begebe.

Das Besondere: Die einzige Thermalquelle der Balearen ist reich an hautberuhigenden Mineralien wie Chlor, Natrium, Magnesium und Kalzium. Die Quelle war bereits den Römern bekannt und wird im eleganten „Fontsanta Hotel Thermal Spa & Wellness“ von Physiotherapeuten und Massage-Spezialisten für therapeutische, stimulierende und entspannende Behandlungen eingesetzt.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 236 Euro, sieben Nächte ab 826 Euro p. P.; buchbar über den Premiumreiseanbieter Berner Travel, berner-travel.de

Kerstin Holzer

Revival Spa By Clarins im Aquas de Ibiza

An der Ostküste Ibizas, in Santa Eulalia del Rio, steht das „Revival Spa by Clarins“ im Designhotel „Aguas de Ibiza“ sowohl Hotelgästen als auch Einheimischen offen. Wer im Haus logiert, sollte die gewünschten Behandlungen deshalb bereits vor der Ankunft buchen. Oder man entscheidet sich gleich beim Check-in für eines der zahlreichen Spezialprogramme, beispielsweisedas „Weight Loss“-Paket. Dieses beinhaltet u. a. eine medizinische Untersuchung, sieben Trainingsstunden mit einem Personal Trainer (z. B. Fettverbrennungs-Zirkel, Functional Training oder sogenanntes High Intensity Workout), zwei Kajak- und zwei Trekking-Ausflüge sowie sechs Spa-Anwendungen und entschlackende Green Juices. Darüber hinaus sind im Spa besonders die Massagen, Facials und Body Treatments begehrt. Sie wurden von Clarins speziell dafür entwickelt, den Körper ganzheitlich zu entspannen. Sowohl die hautberuhigenden Gesichtsbehandlungen als auch die Anti-Aging-Programme kombinieren hochkonzentrierte Pflegeformeln mit mediterranen Wirkstoffen wie regionalen Blütenölen und Kräutern. Das Besondere: Das Element Wasser verleiht dem Spa seinen unverwechselbaren Charakter: Es gibt drei Indoor-Pools mit Wellenmaschine und einen Feng-Shui-Pool, der die Energie des Wassers auf den Badenden übertragen soll. Dazu kommen unterschiedlich intensive Hydrotherapie-Massagen, außerdem ergänzt eine stimulierende Walk-through- Duschanlage den Hamam, die Saunen und Römischen Bäder. Wer lieber im Trockenen bleibt, kann sich von einem der Personal Trainer antreiben lassen, die zu den besten der Insel gehören. Oder sich ganz entspannt in den angrenzenden Yoga- und Pilates- Räumen durchstrecken.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 140 Euro, sieben Tage, „Weight Loss“-Programm ab 1725 Euro; aguasdeibiza.com

Vair Spa im Borgo Egnazia, Apulien

Wer das „Borgo Egnazia“ besucht, checkt nicht in ein Hotel ein, sondern findet sich in einem liebevoll nachgebauten apulischen Dorf inmitten alter Olivenbäume wieder. Die zwischen Bari und Brindisi gelegene Anlage ist ein Miniatur-Universum mit 5-Sterne-Service, in dem u. a. Jessica Biel und Justin Timberlake geheiratet haben. An zwei privaten Stränden, in einer Tennis-Akademie und auf dem 18-Loch-Golfplatz kann man seinen Körper mit Blick auf das Adriatische Meer fordern und sich in sechs Restaurants, eines davon mit „Michelin“- Stern, kulinarisch verwöhnen lassen. Das Besondere: Die meisten Gäste kommen wegen des „Vair Spa“, das über den vergangenen Winter ausgebaut wurde. Im neuen Aroma Lab wird nun für jeden Gast der passende olfaktorische Glücksduft ermittelt, der ihn vom Spa bis auf sein Zimmer begleitet. Schließlich hat man sich hier das Erreichen von Glückseligkeit zum Ziel gesetzt. Ein „Maestro della Risata“, ein Lach-Meister, bringt den Gästen dazu die positiven Effekte des Lachens näher, das Stress reduziert und Oxytocin freisetzt. Die klassischen Massagen mit lokalen Blütenessenzen und Kräutern bleiben ein Highlight. Personal Trainer, Naturheilpraktiker und Experten auf dem Gebiet der Psychosomatik und Kneipp-Hydrotherapie bucht man nach Belieben, ebenso Schönheitstreatments oder einen Tag in der Spa-Suite.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 250 Euro, eine Woche ab 1750 Euro, Spa-Ticket für externe Gäste 40 Euro; borgoegnazia.com oder vairspa.com

Euphoria Retreat, Peleponnes

Wäre die Gründerin des Hotels in ihrer Jugend nicht an Krebs erkrankt, würde es das „Euphoria Retreat“ wohl nicht geben. Doch Marina Efraimoglou besiegte die Krankheit nicht nur, sondern setzte ihre über die Jahre erworbenen Kenntnisse der chinesischen und hellenistischen Heilkünste in dem Luxusresort nahe der mythischen Stadt Mystras um – samt byzantinischer Kunst und Zen-Minimalismus in den Gästezimmern.

Das Besondere: Fünf Elemente (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall) stehen im Zentrum der Philosophie des Hauses, nach der Stress abgebaut und Energie freigesetzt werden soll – ganz ohne Verzicht. Viel wirksamer sei es, „das Leben fröhlich, sinnlich und reich an Potenzial zu betrachten“, wie die Gründerin sagt. Die angestrebten psychischen Transformationsprozesse würden mit diesem Mindset sehr viel leichter fallen, ebenso wie die Entgiftung des Körpers, klassischer Gewichtsverlust oder auch Stressabbau. Herzstück des Retreats ist der über vier Ebenen angelegte Spa-Bereich mit avantgardistischem Sphären-Pool, Tepidarium, byzantinischem Hamam, Salzhöhle und Watsu-Becken.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 394 Euro, fünf Tage mit Detox-Programm, Bluttests und personalisierter Ernährungsmethode ab 1815 Euro, 2-Stunden-Spa-Ticket ab 100 Euro; euphoriaretreat.com

Diaos Cove, Kreta

Als Reiseziel ist Kreta mit seinen türkisfarbenen Buchten, der bezaubernden Altstadt und dem venezianischen Hafen von Chania und der Samaria-Schlucht sowieso einen Besuch wert. Und so organisiert das „Daios Cove Luxury Resort & Villas“ für seine Gäste maßgeschneiderte Exkursionen, Besichtigungen und Segeltörns rund um die größte Insel Griechenlands. Doch auch wer das Resort nicht verlassen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Mit individuellen Fitness- und Sportprogrammen, die die Personal Trainer des Hotels individuell nach den Bedürfnissen der Erholungsuchenden zusammenstellen, oder den „Magic Mondays“, an denen wechselnde Künstler die Hotelgäste nach einer spirituellen Reinigungszeremonie mit Lorbeer- und Salbeirauch unterhalten. Das Besondere: Die Therapeuten des „Goco Spa“ messen auf Wunsch mit einer speziellen Infrarotkamera den exakten Istzustand des Körpers und berechnen aus den Daten den Gesundheits- und Fitnessfortschritt. Auf Basis der Werte erstellen Lifestyle-Coachs einen individuellen Trainingsplan. Der kann auch nach dem Urlaub Grundlage für ein gesünderes Leben werden. So bringt man ein wertvolles Souvenir aus dem Urlaub mit nach Hause: einen gesundheitsfördernden Lebensstil. Weiteres Highlight: die erfahrenen Fitness-Experten des Resorts.Vom 22. bis 25. September hält beispielsweise der Yogaund Meditationslehrer Paul Dallaghan einen Workshop ab. Wohltuende Spa-Behandlungen mit lokalen Kräutern und Ölen der Insel, Dehn- und Drucktechniken aus Thailand und die Aktivierung der Energielinien lösen Blockaden und lockern Verspannungen, damit der Körper sich wieder geschmeidig und frisch anfühlt.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 180 Euro, 5-tägiges Yoga-Retreat mit Übernachtung & Halbpension ab 1300 Euro; daioscovecrete.com

Finca Serena, Mallorca

Wer gern etwas abseits von bekannten Stränden und wuseligen Altstadtzentren entspannt, ist in der „Finca Serena“ richtig. Der Landsitz im zentralen Teil der Insel, nahe der Serra de Tramuntana, verfügt über 25 luxuriöse Zimmer und Suiten und ist von 834 Olivenbäumen umgeben. Dazwischen Blüten- und Lavendelfelder sowie Pinien, Zypressen und Zitronenbäume, so weit das Auge reicht. Das Besondere: Die Natur ist hier tatsächlich Programm, sie soll beruhigen und entspannen. Die Interiordesignerin Pilar García-Nieto hat die Ideen von Besitzer Pau Guardans mit Naturstoffen umgesetzt. Ihr Motto dabei: Weniger ist mehr. Eine schwebende Bambusskulptur über der Rezeption, in den hellen Zimmern viel Stein, Holz und Baumwolle, nichts will laut sein. Der Weg der Gäste zum Zen ist ein individueller: Manche spazieren durch die Gärten, andere joggen über den sechs Kilometer langen Privatweg, wieder andere kommen bei Yoga und Meditation zu sich. Die Therapeuten der Finca stehen den Gästen dabei beratend zur Seite. Relax-Massagen der Kosmetikfirma Natura Bissé, Saunagänge, eine Runde im Indoor-Pool oder ein Workout im Gym können ebenso helfen, sich mit seinem Inneren zu verbinden.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 429 Euro, eine Woche ab 2440 Euro. Kinder sind erst ab 14 Jahren willkommen; fincaserenamallorca.com

Four Seasons Astir Palace, Athen

Wenige Minuten von der Athener Altstadt entfernt, liegt das ehemalige „Astir Hotel“ auf einer mit Pinien bewachsenen Halbinsel, die auf das kristallklare Ägäische Meer hinausragt. Erst in diesem Frühling wurde das Haus in ein „Four Seasons“Hotel umgewandelt und legt seinen Schwerpunkt nun auf ein umfassendes Sportund SpaAngebot. Trainiert werden kann beispielsweise in der hauseigenen TennisAkademie oder auf dem Basketballfeld. Wer mag, lernt an den drei Privatstränden Tauchen und Surfen oder joggt auf Privatwegen mit herrlichem Panoramablick über das Meer. Personal Trainer für Functional Fitness, Pilates und klassisches Gewichtstraining stehen den Gästen auf Anfrage zur Verfügung. Das Besondere: Herzstück des SpaBereichs ist das sogenannte Fountain House, das nach antiker griechischer Tradition gebaut wurde. Die Gäste detoxen hier in einer AromaDampfGrotte, einem Hamam und VitalityPool oder gönnen sich entspannende Treatments mit Pfl egeprodukten von Dr. Burgener aus der Schweiz. Liebhaber von Naturkosmetik kommen mit Behandlungen der spanischen Kosmetiklinie Ayuna Less is Beauty auf ihre Kosten, die hochkonzentrierte, dabei aber möglichst wenige Wirkstoff e enthält, um sensible Hauttypen nicht zu strapazieren.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 370 Euro, eine Woche ab 2012 Euro als Grand-Opening-Angebot, der Spa-Bereich steht auch Tagesgästen off en; fourseasons.com/athens/

Six Senses Kaplankaya, Bodrum

An der türkisblauen Ägäis im Norden von Bodrum, wo sich Felsklippen mit Sandbuchten, Zypressen und Olivenhainen abwechseln, liegt das Resort mit seinen Villen, Suiten und Gästezimmern – nicht weit entfernt von gleich zwei der sieben Weltwunder: dem Artemis Tempel von Ephesos und dem Mausoleum von Halikarnassos. Gebaut mit erneuerbaren und naturbelassenen Materialien, wirkt die Anlage zugleich schlicht und elegant. Der Geist beruhigt sich schon beim Check-in, nichts stört oder lenkt von der Entspannung ab. Natürlichkeit ist auch in der Küche Trumpf: Die Zutaten in den Restaurants kommen aus dem eigenen Biogarten und von Anbietern aus den umliegenden Dörfern, Bauern, Fischern und vom Markt, frisch und saisonal. Das Besondere: Wie in allen Six Senses Resorts spielen Spa und Wellness Angebote eine besondere Rolle. Das Konzept basiert auf den präventiven Prinzipien aus der fernöstlichen Medizin und wird durch lösungsorientierte Ansätze der west lichen Schulmedizin ergänzt. So können die Gäste beim „Core Wellness Programm“ zwischen Kursen zu ganzheitlichem Anti Aging, Gewichtsreduktion und „Women’s Health & Boot Camp“ wählen oder sich ihr Programm ganz individuell zusammenstellen lassen. Spezialisten aus den jeweiligen Bereichen begleiten die Teilnehmer bei Workouts, Gruppen-Wellness und Fitness-Aktivitäten und zeigen ihnen Wege zu einem gesünderen und erfüllten Lifestyle. Zwischendurch lässt man sich im 10 000 Quadratmeter großen Spa-Bereich verwöhnen. Die Stressflüchtigen erwartet eine hydrothermische Erlebniswelt mit Salzgrotte, Kristalldampfbad, Regenduschen und Saunen sowie Iglu- und Entspannungslounges. Dazu 20 Behandlungsräume, in denen das Spa-Menü von Schlammbädern über Hot Stone Massagen bis zur klassischen Maniküre alles umfasst, was man zum Loslassen und Verschönern braucht. Und weil ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt, ist auch das Fitness-Angebot des „Six Senses Kaplankaya Resort“ umfassend: Personal Trainer weisen die Gäste im Gym, KardioStudio oder in den Yogaund Pilatesräumen ein oder arbeiten mit ihnen auf den WallyballPlätzen, die an Squash courts erinnern und ein exzellentes CardioTraining bieten.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ ab 360 Euro, eine Woche in der DZ-Ridge-Villa Sea View ab 2302 Euro; über holidaycheck.de, sixsenses.com/Kaplankaya

Spa by Bakel, Portopiccolo Resort bei Triest

Wenn ich in ein Spa-Hotel fahre, dann meist mit einer Mission. Ich detoxe, faste oder pushe mich in Bootcamps zu Höchstleistungen. Entspannung? Die bleibt dabei oft auf der Strecke. Im italienischen Portopiccolo soll das dieses Mal anders laufen. Der einzige Plan, den ich habe: mich dem Nichtstun hingeben, verwöhnen lassen und die traumhafte Umgebung genießen. Dolce Vita statt Detox – Neuland für mich. Das kleinen Örtchen nahe Triest scheint dafür prädestiniert: Portopiccolo ist eine Art Luxusdorf mit eigenem Jachthafen und Beach-Club, malerisch gelegen in dem Küstenabschnitt, der die Burgen von Duino und Miramare verbindet. Und auch wenn die in die Hügel gebauten Häuser das suggerieren – Portopiccolo ist kein gewöhnliches Fischerdorf, sondern wurde innerhalb weniger Jahre in einem alten, brachliegenden Steinbruch errichtet, der heute eine traumhafte Kulisse für die luxuriösen Immobilien bildet. Mein erster Eindruck ist die herrlich frische Luft. Hier gibt es nämlich keine Autos. Alle Parkplätze sind im Felsen des ehemaligen Steinbruchs versteckt. Ich wohne im „Falisia“, dem einzigen Hotel im Ort. Wie alles andere hier entspricht auch dieses Domizil den Ansprüchen der gehobenen Kundschaft. Fünf Sterne, die in jeglicher Hinsicht erfüllt werden. Doch mein eigentliches Ziel der Reise ist das „Spa by Bakel“, in dem ich die nächsten zwei Tage das süße Nichtstun genießen möchte. Das Spa ist über mehrere Etagen verteilt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Trainingspool, im Stockwerk darüber der klassische Nassbereich und noch eine Etage weiter oben die Räume für die Beauty-Behandlungen. Auch wenn überall viel Holz und Naturstein eingesetzt wurden – die Anmutung des Spas ist sehr modern. Am ersten Tag buche ich ein Body Scrub mit Mangobutter. Professionelle Körperpeelings sind meiner Meinung nach eine der unterschätztesten Behandlungen. Nach 50 Minuten in den Händen von Kosmetikerin Laura bin ich nicht nur tiefenentspannt, meine Haut fühlt sich auch so glatt und weich an, dass ich den Rest des Tages ständig drüberstreichen möchte. Danach soll ein Detox Facial alle Stressspuren aus meinem Gesicht verschwinden lassen. Ausgiebig wird mein Teint gereinigt, gepeelt und so lange massiert, bis um die Augen keinerlei Schwellungen mehr zu sehen sind. Mein Anblick danach: durchgeknetet, aber herrlich rosig. Auch kulinarisch lasse ich mich voll und ganz auf das Genussprogramm ein. Zum Dinner gibt’s (statt wie sonst salzarme Detox- Kost) Brot mit feinstem Olivenöl, Köstlichkeiten aus dem Meer und Schokosoufflé. Am Ende falle ich satt und zufrieden ins Bett. Den nächsten Tag verbringe ich in der Wellness Area. Der Nassbereich ist nicht überdimensional groß, bietet aber alles, was Spa- Fans sich wünschen. Mein Lieblingsort ist der Außenpool. Während man im warmen Wasser treibt, hat man einen phänomenalen Blick aufs Meer. Was Ruhesuchende vermeiden sollten: das Spa am Wochenende zu besuchen. Da tummelt sich dort gefühlt die gesamte Umgebung inklusive Nachwuchs. Unter der Woche kann man hier jedoch wunderbar entspannen. Das ist mir in den letzten Tagen tatsächlich mehr als gelungen. Zwar komme ich nicht mit zwei Kilo weniger und guten Vorsätzen nach Hause – dafür aber mit einer Zufriedenheit, die mir bislang noch kein Fastenergebnis bescheren konnte.

Das Besondere: Das moderne Design sorgt augenblicklich für Entspannung, ebenso wie das Element Wasser, um das sich im „Spa by Bakel“ alles dreht. Herzstück ist der großzügige Indoor- und Outdoor-Pool mit Blick über den Golf von Triest, darum gruppieren sich ein Kneipp-Weg, Biosaunen und Hamam. Verwöhnen lässt man sich mit hochkonzentrierten Bakel-Pflegeprodukten in acht Behandlungsräumen oder dem Privat-Spa. Demnächst soll hier auch ein Medical Spa eröffnet werden.

Kosten & Infos: Übernachtung im DZ des Hotels „Falisia“ ab 190 Euro, eine Woche ab 1330 Euro, Tagesticket im Spa ab 44 Euro; portopiccolosistiana.it

Text: Suzana Dulabic

La Réserve Spa, Ramatuelle

Wenn Karl Lagerfeld einen Ort jahrzehntelang mit seinem Besuch geadelt hat, kann man davon ausgehen, dass man dort gut aufgehoben ist. Die „Réserve Ramatuelle“, zehn Minuten von Saint-Tropez in einem Olivenhain gelegen, ist so ein Ort. Der Steckbrief des Kleinods an der Côte d’Azur: zeitlos elegantes Design, 14 Villen, 19 Suiten und neun Zimmer. Neu ist der Privatstrand am Rand des Hotelgrundstücks, der als Restaurant und Sonnendeck dienen soll. Das Besondere: Jeden Gast erwartet in der „Réserve“ ein individuelles und perfekt abgestimmtes Programm mit Ernährungsberatung und der Betreuung durch Experten mit den Schwerpunkten Better Aging, Entgiftung, Gewichtsreduktion und Körperstraffung. Entspannt wird am privaten Pool oder im luxuriösen Spa, in dem man sich bei Anwendungen mit der Luxuspflege von Nescence und La Mer verwöhnen lassen kann.

Kosten & Infos: Übernachtung im Deluxe Room ab 850 Euro, Villa mit drei Schlafzimmern ab 4000 Euro, das Spa steht externen

The Chedi Luštica Bay, Montenegro

Wer mag, kann mit seiner eigenen Jacht im „Chedi LuŠtica Bay“ einchecken – die dazugehörige neue Marina nimmt Boote bis zu einer Länge von 30 Metern auf. Das Hotel selbst, in dem es auch mehrere Privatwohnungen gibt, liegt direkt am Hafen und bietet einen wundervollen Panoramablick auf die Adriaküste und das Dorf samt seinen kleinen Geschäften und den Bergen dahinter, die auch im Sommer oft schneebedeckt sind. Montenegro wird als Urlaubsdestination gerade erst entdeckt und belohnt die Pioniere mit einsamen Buchten und unberührter Natur ebenso wie mit der großen Gastfreundschaft der Einheimischen. Das Besondere: Die bodentiefen Fenster, die dem Hotel seinen Look geben, sind im „The Spa“ mit leichten Vorhängen als Schutz vor unerwünschten Einblicken ausgestattet, alles wirkt luftig und hell, der Puls wird sofort ruhiger. Die Treatments des „Chedi LuŠtica Bay“ basieren auf traditionellen Heilmethoden aus Bali, Indien und Tibet und werden durch moderne westliche Elemente ergänzt. Beispielsweise den stimulierenden Body-Polish-Treatments, bei denen die Haut gepeelt und entgiftet wird, während die Therapeutin durch gezielte Griffe den Stoffwechsel stimuliert. Spezielle Massagen für Kinder (wie das 30-minütige „Little Star Organic Facial“) gibt es hier ebenso wie die für ihren Glow bekannten Body Scrubs von Voya. Etwa das Treatment „Organic Lavender & Seaweed Sugar Glow“, bei dem die abgestorbenen Hautschüppchen mit einem Mix aus ätherischen Ölen und braunem Zucker entfernt werden.

Kosten & Infos: Übernachtung im Superior-Zimmer ab 181 Euro, eine Woche im DZ ab 1490 Euro; chedilusticabay.com

Wie finde ich das perfekte Spa?

Benjamin Jansen, Spa-Direktor der Steigenberger-Gruppe, über Trends und die perfekte Spa-Wahl

Madame: Was muss ein gutes Spa-Hotel bieten?

Benjamin Jansen: Vor allem einen ganzheitlichen Ansatz. Lange stand Wellness ausschließlich für Facials, Massagen und Saunabesuche. Heute wollen Kunden über ein Treatment hinaus beraten werden, um selbst im Alltag aktiv zu werden. Daher bieten viele Spas neben Beauty-Behandlungen auch maßgeschneiderte Sportprogramme, Mental Coachings und Ernährungsberatungen an.

Madame: Was sind aktuell die größten Trends?

Benjamin Jansen: Die Nähe zur Natur und Digital Detox sind wichtige Themen. Man möchte dem Trubel der Stadt entfliehen, um in der Natur die Akkus wieder aufzuladen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist Heilung. Zum einen in Form von Medical Spas, in denen traditionelle Heilmethoden mit moderner Medizin verknüpft werden. Zum anderen gibt es auch einen Trend zu alternativen, zum Teil sogar spirituellen Methoden. Etwa Treatments mit Cannabidiol-Öl, das die Nerven beruhigen soll, oder Kristalltherapie, die je nach Stein unterschiedliche Wirkungen auf den Körper verspricht.

Madame: Warum wächst das Interesse an Wellness? Benjamin Jansen: Die Anforderungen an die Gesellschaft werden immer höher. Dementsprechend muss man seinen Alltag anders gestalten, um gesund zu bleiben. Bei einer ganzheitlichen Betreuung im Spa-Hotel lernt man viel darüber, was einem selbst guttut, um das im Idealfall mitzunehmen. Auch das wachsende Körperbewusstsein und die verstärkte Auseinandersetzung mit Gesundheit spielen eine Rolle.

Madame: Wie findet man in der Masse an Angeboten das richtige Spa für sich?

Benjamin Jansen: Zuerst muss man sich überlegen, was der Körper in diesem Moment braucht. Nach einer stressigen Phase mag das ein klassischer Wellness-Aufenthalt mit Massagen sein, für mehr Power ein Aktivurlaub oder nach einer Phase mit schlechter Ernährung ein Detox-Trip, um den Körper zu entgiften. Um sich einen ersten Eindruck der Möglichkeiten zu machen, empfehle ich dann einen Blick auf Bewertungsportale.

Dieser Artikel ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 06/19 erschienen.

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