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Styling

Die Herkunft und Bedeutung der Monogramme bekannter Luxusmarken

Wie kamen Luxusmarken wie Chanel, Fendi, Prada & Co. eigentlich zu ihrem Logo? Wir erklären Ihnen, was es mit den Monogrammen namhafter Luxusmarken auf sich hat

Das neue Monogramm von Burberry – weg ist der Ritter und der plakative Schriftzug
Das neue Monogramm von Burberry – weg ist der Ritter und der plakative Schriftzug Das neue Monogramm von Burberry – weg ist der Ritter und der plakative Schriftzug PR

Monogramme der Luxusmarken

Mode diente schon immer als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Sie unterliegt ständig dem Wandel, passt sich dem Zeitgeist an und steht per se immer ein wenig für Vergänglichkeit – nicht jedoch die Logos, die hinter namhaften Modehäusern wie Chanel, Louis Vuitton, Prada & Co. stehen und als das Heiligste einer Marke gelten. Doch welche Geschichte steckt eigentlich hinter dem „Doppel-C“ von Chanel oder dem bekannten Pferdewagen der Luxusmarke Hermès? Wir gehen der Bedeutung der Monogramme auf den Grund.

Herkunft und Bedeutung der Logos bekannter Luxusmarken

1. Chanel

Unverkennbar und wundervoll: Das in sich verschlungene „Doppel-C“-Logo von Chanel gehört zu den bekanntesten der Welt – doch welche Bedeutung steckt dahinter? Die genaue Herkunft des Chanel-Logos ist nicht ganz sicher, aber über die Grundtheorie ist man sich einig: Coco Chanel verbrachte einige Jahre in einem Kloster, dessen Einfachheit, Stille und Formensprache maßgebend für die Ideen ihrer Kollektionen waren. Symbole wie Sonne, Mond und Sterne tauchten immer wieder in den Skizzen auf. Auch für Minimalismus sowie schwarze und weiße Kleider fand Coco Chanel viel Begeisterung, was die schlichte Eleganz des Logos erklären. Wie auch immer das Logo letztendlich entstand – fest steht, dass Coco Chanel selbst das Logo entwarf.

2. Louis Vuitton

Berühmt berüchtigt: Der Koffer von Louis Vuitton ist mit dem Monogram übersäht
Berühmt berüchtigt: Der Koffer von Louis Vuitton ist mit dem Monogram übersäht Berühmt berüchtigt: Der Koffer von Louis Vuitton ist mit dem Monogram übersäht Getty Images

Zwar wurden bereits 1854 die ersten Koffer von Louis Vuitton mit dem Canvas hergestellt, das uns jetzt bekannte LV-Logo wurde allerdings nicht von dem Gründer selbst – Louis Vuitton – entwickelt, sondern rund 40 Jahre später von seinem Sohn: Georges Vuitton. Das Ergebnis war ein in sich verschlungenes L und V mit den Asien-inspirierten Ornamenten. Seitdem wurde mit dem Logo viel gespielt und ausprobiert: Als Marc Jacobs 1997 Kreativdirektor der Marke wurde, ließ er erstmals einen LV-Graffiti-Schriftzug über das braune Design sprühen. In den Folgejahren wurde das klassische LV-Monogram von einem japanischen Künstler mit pinken Kirschblütendesigns überarbeitet. Das ursprüngliche Design wurde jedoch bewahrt und gilt heute als eines der meistgefälschten Logos überhaupt.

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3. Hermès

Das weltbekannte Logo von Hermès ist seit mehr als 175 Jahren unverändert und steht für Beständigkeit und – Sattelwaren. Firmengründer Thierry Hermès übte eine Tätigkeit als Sattler aus, bevor er viel später sein Sortiment um Lederwaren erweiterte. Aus diesem Grund besteht das Logo aus einer Kutsche, vor die ein Pferd gespannt ist.

Das Logo von Hermès ziert eine Kutsche samt Pferd und Pagen
Das Logo von Hermès ziert eine Kutsche samt Pferd und Pagen Das Logo von Hermès ziert eine Kutsche samt Pferd und Pagen iStock

4. Prada

Haben Sie sich schon mal gefragt, was der Strick und die Knoten rundum dem Prada-Schriftzug für eine Bedeutung haben? Die Herkunft des Logos ist sehr interessant und geht bis Anfang der 1900er zurück. Das italienische Unternehmen wurde 1913 unter dem Namen Fratelli Prada (deutsch: Gebrüder Prada) gegründet, wobei es 1919 zum königlichen Hoflieferanten des Hauses Savoyen ernannt wurde. Daher stammt auch das Monogramm, welches das Wappen des Hauses sowie vier Achtknoten, den sogenannten Savoy-Knoten zeigt.

Auf dem Logo von Prada sieht man den Savoy-Knoten sowie das Wappen des Hauses Savoyen
Auf dem Logo von Prada sieht man den Savoy-Knoten sowie das Wappen des Hauses Savoyen Auf dem Logo von Prada sieht man den Savoy-Knoten sowie das Wappen des Hauses Savoyen Getty Images

5. Salvatore Ferragamo

Das Gancini bei Salvatore Ferragamo
Das Gancini bei Salvatore Ferragamo Das Gancini bei Salvatore Ferragamo PR

Einer Legende nach wurde das Gancini, wie sich das Monogramm von Salvatore Ferragamo nennt, bereits in den 1950er Jahren erdacht. Die große Aufmerksamkeit erzielte es allerdings erst 1970, als es den Verschluss der Fiamma Bag darstellte. Doch was soll das Monogramm genau darstellen? Als Inspiration galten die Eisengitter des Headquarters Palazzo Spini Feroni sowie Haken, an denen Pferde befestigt werden konnten. „Gancio“ bedeutet auf Deutsch „Haken“, hängt man noch die Plural-Endung –ini an, so bedeutet es übersetzt „kleiner Haken“.

6. Burberry

2018 geschah etwas, was sonst eher selten in der Geschichte eines Labels passiert: Das Burberry-Logo erhielt ein totales Makeover. 1856 gründete Thomas Burberry das Label, das Logo mit dem Burberry-Ritter wurde jedoch erst 1901 kreiert: Auf der Flagge des Ritters stand das lateinische Wort „Prorsum“, das auf Deutsch „vorwärts“ bedeutet – unter diesem Namen wurden später die Kollektionen für den Runway entworfen. Der Ritter auf dem galoppierenden Pferd galt seit jeher als Zeichen des Vorreiters in Sachen Mode.

Als 2018 Riccardo Tisci der neue Kreativdirektor des Hauses wurde, verschwand kurzerhand der Ritter und mit ihm die bekannte Burberry-Schrift. Das neue Logo zeigt sich jetzt als reine Wortmarke aus Großbuchstaben, bei denen auch die Serifen ausgespart wurden – einfach und erfrischend.

7. Versace

Das Versace-Logo zeigt den Kopf der Medusa, die Tochter der griechischen Meeresgöttin. Gianni Versace sah vor allem das Alte Rom und die Mythologie des Antiken Griechenlands als Inspirationsquelle. Aus diesem Grund ziert der Schlangenkopf der Medusa seit 1978 das Logo und steht somit als Sinnbild für Autorität, Attraktivität und fatale Faszination.

Der Kopf der Medusa bei dem Label Versace
Der Kopf der Medusa bei dem Label Versace Der Kopf der Medusa bei dem Label Versace iStock

8. Fendi

Das bekannte FF-Logo von Fendi besteht aus zwei F's, wovon eines verkehrt herum ist. Doch woher kommt das Logo überhaupt? Kein geringerer als Karl Lagerfeld kreierte 1965 binnen fünf Sekunden das Fendi-Logo, wobei FF für „Fun Fur“ steht. Das Label wurde nämlich aufgrund seiner Verwendung von Pelz bekannt. Seit jeher entwickelte sich das Logo zum wahren Statussymbol und wurde auf Handtaschen, Reisegepäck und Kleidung gedruckt.

Fendi im All-Over Look: Der Logomania-Trend ist hoch im Kommen
Fendi im All-Over Look: Der Logomania-Trend ist hoch im Kommen Das Fendi FF im All-Over-Look: Der Logomania-Trend ist hoch im Kommen Getty Images
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