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Magazin-Artikel

Die besten non-invasiven Eingriffe

In der ästhetischen Medizin ist Prävention das Gebot der Stunde. Das Ziel von Ärzten und Patienten: einen möglichst natürlich schönen Look zu wahren. Die besten non-invasiven Eingriffe im Überblick

Frau bekommt Botox Injektionen
Das sind die besten non-invasiven EIngriffe iStock

Mit einer ästhetisch-medizinischen Behandlung die natürliche Schönheit unauffällig unterstreichen – was zunächst nach einem Widerspruch klingt, ist seit einiger Zeit die Maxime in der ästhetischen Medizin. Dank einer kontinuierlichen technologischen wie fachlichen Weiterentwicklung an der Treatment-Front sind solche subtilen Ergebnisse aktueller denn je. "Patienten kommen nicht mehr mit konkreten Wünschen zu mir, sie fragen mich eher: ‚Was kann ich tun, um besser auszusehen?‘“, sagt Dr. Christian Merkel, Dermatologe im Münchner Haut- und Laserzentrum an der Oper. "Tweakment“ ("to tweak“, zu Deutsch "optimieren“) lautet der Begriff, der den Trend nach Selbstoptimierung mit möglichst sanften Mitteln beschreibt.

Non-invasive Methoden und sogenannte Lunchtime- Sitzungen, nach denen man direkt wieder einsatzfähig ist, gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Dabei lassen die einzelnen Behandlungen sich immer besser auf die jeweiligen Bedürfnisse der Patienten abstimmen und unterschiedliche Verfahren werden für bestmögliche Ergebnisse kombiniert. "2020 ist in Sachen ästhetische Medizin das Jahr der Ganzheitlichkeit. Während man 2018 auf das Mittelgesicht und Wangen oder 2019 auf die Kinnlinie geschaut hat, geht es heute um eine Art Assessment, bei dem jede Patientin individuell betrachtet wird und Empfehlungen von uns bekommt“, erklärt Dr. Merkel.

Damit wächst auch die Anforderung an die Ärzte. "Das Beratungsgespräch“, sagt Dr. Christian Lenz, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, "wird heute immer wichtiger.“ Zumal die Klientel immer jünger wird. Was unter anderem daran liegt, dass die ästhetische Medizin nun auf Prävention aufbaut. Der Gedanke dahinter: Bereits früh und regelmäßig mit kleinen Optimierungen beginnen, um dem im wahrsten Sinne des Wortes großen Cut im Alter vorzubeugen. "Diese Vorgehensweise ist sehr sinnvoll, da wir hier nicht von großen Eingriffe wie Fettabsaugungen oder Face Lifts sprechen. Es geht vielmehr darum, Fältchen bereits früh am Entstehen zu hindern, damit die Haut möglichst lange straff bleibt“, so Dr. Lenz.

Natürlich trage man bei jungen Patienten eine besondere ärztliche Verantwortung. "Ich muss junge Menschen ernst nehmen, die heute vor allem aufgrund der Einflüsse aus dem Social- Media-Bereich in größerer Zahl zu mir kommen“, stellt Dr. Merkel fest. "Hier versuche ich im Beratungsgespräch herauszufinden, welche Motive sie für den Eingriffe haben. Wenn jemand mit dem Wunsch zu mir kommt, wie ein Influencer auf Instagram auszusehen, lehne ich die Behandlung ab. Dann leidet er nämlich oft unter einer falschen Selbstwahrnehmung.“

Grundsätzlich unterscheiden sich junge und reifere Patienten in ihren Erwartungen an eine Behandlung. Während es Jüngeren mehr um eine Optimierung einzelner Partien geht, setzen Ältere den Fokus eher auf die Faltenbekämpfung. Und auch wenn sich viele Methoden heute gezielt an unterschiedliche Altersgruppen anpassen lassen, gibt es je nach Lebensabschnitt besonders gefragte – und geeignete Treatments. Hier ein Überblick:

Die besten non-invasiven Eingriffe

Ab 25 Jahren

Nasenkorrektur mit Hyaluronsäure

Was ist es? Dieses non-invasive Treatment, auch „Ten-Minute- Nose-Job“ genannt, gilt als schnell und unkompliziert. Eine Ausfallzeit gibt es nicht. Besonders bei jungen Patienten findet der Trend aus Asien aktuell Anklang. „Kleine Asymmetrien, Unebenheiten oder Verschiebungen an den Nasenflügeln oder auf dem Nasenrücken können mit unterschiedlichen Hyaluronfillern ausgeglichen werden. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar und halten bis zu zwei Jahre“, erklärt Dr. Christian Merkel. „Ich arbeite am liebsten mit bewährten und zertifizierten Produkten, wie beispielsweise von Restylane. Diese Filler sind klinisch getestet und dem menschlichen Hyaluron sehr ähnlich.“

Welche Risiken gibt es? Schwellungen und Rötungen können auftreten. Bei Treatments im Nasenbereich gilt: Der behandelnde Arzt muss erfahren sein, um keine Schäden anzurichten. Wichtige Gefäße, die auch die Augen versorgen, laufen durch die Nase. Verletzt man diese, könne das im schlimmsten Fall zur Erblindung führen, warnt Dr. Merkel.

Kosten: ca. 500 Euro

Facial 4.0

Was ist es? Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine Gesichtsbehandlung. Bei dieser wird z. B. mit dem JetPeel, einem stiftförmigen Hightech-Gerät, unter Hochdruck Hyaluronsäure in die oberste Hautschicht eingeschleust. „Dieses Facial ist keine Neuheit, sondern ein besonders effektiver Klassiker, der gerade wieder angesagt ist“, erläutert Dr. Merkel. „Kleine Trockenheitsfältchen werden ausgeglichen und die Haut sieht danach wieder prall und frisch aus.“ In jungen Jahren perfekt zur Prävention von Falten und schlaffe Haut. Der Experte empfiehlt einen Behandlungszyklus von vier Wochen.

Welche Risiken gibt es? Es kann zu Schwellungen, Rötungen oder Reizungen kommen.

Kosten: ab 80 Euro

Ab 35

Baby Botox

Was ist es? Eine Botulinumtoxin-Behandlung, bei der rund 50 Prozent weniger Produkt zum Einsatz kommt als üblich. "Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr ungefähr um ein Drittel gestiegen“, berichtet Dr. Merkel. Das Prinzip: bereits frühzeitig kleine Mengen Botulinumtoxin in Partien um die Augen und im Stirnbereich zu injizieren, um mimischen Falten im Alter vorzubeugen. "Eine solche Maßnahme macht aber erst Sinn, wenn Falten auch im entspannten Zustand zu sehen sind“, rät der Experte. Sein Kollege Dr. Lenz ergänzt: "Es geht lediglich darum, erste Fältchen, die auch ohne Mimik zu sehen sind, auszuschalten, damit sich die Haut entspannen kann.“ Das Ergebnis hält ungefähr drei Monate.

Welche Risiken gibt es? Es könnte zu Schwellungen und Blutergüssen kommen.

Kosten: ab 200 Euro

Body Contouring

Was ist es? Das Straffen und Formen des Körpers ohne medizinischen Eingriff. "Body Contouring mit non-invasiven Methoden ist der Trend 2020“, ist Dr. Merkel überzeugt. Es gibt eine Vielzahl von Geräten, die sich jeweils um Fettreduktion, Muskelaufbau oder Hautstraffung kümmern. Welche Technik in welchem Maß zum Einsatz kommt, wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientin abgestimmt. Für bestmögliche Ergebnisse setzt man am besten auf eine Kombination verschiedener Maßnahmen. Dabei werden die entsprechenden Geräte auf der betroffenen Stelle platziert und stimulieren diese entweder mit elektromagnetischen Wellen, Kältereizen oder Massagetechniken. "Das ist nachhaltiger als eine Fettabsaugung oder ein chirurgischer Eingriff, da eine Rundum-Verbesserung erzielt wird“, erklärt der Facharzt. Patienten seien außerdem direkt wieder einsatzfähig.

Welche Risiken gibt es? Hin und wieder kann es zu Sensibilitätsstörungen und leichten Schwellungen nach der Behandlung kommen. "Die verschwinden aber schnell wieder“, so Dr. Merkel.

Kosten: ab 500 Euro

Ab 45 Jahren

Zellverjüngung mit Nanofett

Was ist es? Ein Verfahren zur Verbesserung der Hautstruktur. Die Methode nutzt die Fähigkeit von Stammzellen, die Geweberegeneration und -reparatur anzukurbeln. Die Idee: die wertvollen Stammzellen zu transferieren. Viele von ihnen befinden sich im Fettgewebe, das am gesamten Körper verteilt ist. Also wird an einer beliebigen Stelle ein wenig Fettgewebe abgesaugt und so aufbereitet und verfeinert, dass eine Art Eigenfett, das sogenannte Nanofett, entsteht. "Diese Substanz wird dann ins Gesicht injiziert, wo sie sich gut verteilt und das gesamte Hautbild praller und frischer macht“, erklärt Dr. Merkel. Diese Behandlung sei im Alter von Vorteil, da die Haut hier an Kollagen sowie Elasten verliert und einfällt.

Welche Risiken gibt es? Wie bei jedem Eingriff kann es zu Infektionen kommen.

Kosten: ab 1.500 Euro

Phenolpeeling

Was ist es? Das Upgrade zum klassischen Fruchtsäure-Peeling. Es bearbeitet die tiefen Hautschichten und wirkt daher besonders nachhaltig. Wenn die Haut stark pigmentiert oder lichtgeschädigt ist, Aknenarben oder tiefe Falten hat, könne dieses medizinische Peeling wie eine absolute Erneuerung und Verjüngung der Haut wirken, so Experte Dr. Merkel. "Es dringt nicht nur in die oberflächlichen, sondern bis in die unteren Hautschichten, weswegen oft sogar eine Vollnarkose nötig ist.“ Auch in diesem Fall gilt: unbedingt an einen Fachmann wenden. "Eine Kosmetikerin sollte hier keinesfalls aufgesucht werden. Denn um beispielsweise Melasmen, eine häufige Form der Hyperpigmentierung, wirklich zu verbessern, muss man die Haut ‚zerstören‘. Nur so kann sie sich erneuern. Das kann durchaus ein bisschen bluten und sollte nur unter medizinischer Expertise geschehen“, ergänzt Dr. Lenz.

Welche Risiken gibt es? Da es neben Schwellungen und Rötungen zu einer dauer haften Aufhellung der Haut kommen kann, ist es ungeeignet für Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Die Ausfallzeit kann zwei Wochen betragen.

Kosten: ab 1.000 Euro

Ab 55 Jahren

Agnes – The New Facelift

Was ist es? Ein Behandlungssystem, das mit einer Kombination aus Radiofrequenz-Wellen und Micro-Needling für eine Art Mini-Facelift ohne OP sorgt. "Optimal geeignet“, so Dr. Merkel, „ist das Verfahren für eine hängende Kinnpartie, Hängebacken, Tränensäcke und Co.“ Das Gerät besteht aus einem Handstück, an dem kleine Nadeln angebracht sind, die bis zu sechs Millimeter tief in die Haut vordringen. Dabei gibt es Radiofrequenz in Form eines Hitzeimpulses ab: Das Gewebe erwärmt sich auf 70 bis 80 Grad, Fettdepots können schmelzen und die Kollagenproduktion wird angeregt. "Die Behandlung dauert etwa 15 Minuten. Erste Ergebnisse sind sofort sichtbar, bauen sich aber bis zu drei Monate lang auf.“

Welche Risiken gibt es? Schwellungen, Rötungen oder blaue Flecken.

Kosten: ab 500 Euro.

Modernes Fadenlifting

Was ist es? Eine schonende, minimalinvasive Methode zur Stra der Haut. Hierbei werden spezielle Fäden per Nadel unter die Haut gezogen, die diese leicht anheben. Zusätzlich regen die Fäden beim Auflösen die Kollagenbildung an, was den Effekt verstärkt. So weit nichts Neues. "Das Besondere an den Fäden heute ist, dass jedes Bedürfnis individuell gehandhabt werden kann. Es gibt moderne Fäden mit innovativen Haken-Formen, die es ermöglichen, die Haut nicht nur glatt zu ziehen, sondern bei Bedarf auch zu stauchen oder Ähnliches“, erläutert Dr. Lenz. So könnten Gesichtspartien individuell modelliert werden. Das Ergebnis wird nach zwei bis drei Monaten optimal sichtbar und hält ein Jahr vor. Der neueste Clou: Fäden, die mit Hyaluron überzogen sind. "Diese Fäden haben keine Haken, sondern sind glatt. Sie werden nur ganz knapp unterhalb der obersten Hautschicht eingezogen und sorgen für besonders viel Volumen.“ Geeignet sind sie bereits für Patienten ab dreißig.

Welche Risiken gibt es?Wie bei jedem kleinen Eingriff kann es zu blauen Flecken oder Rötungen kommen. "Man sollte unbedingt zu einem Profi gehen. Wenn man zu oberflächlich arbeitet, könnte die Haut sich an manchen Stellen kräuseln und einziehen“, warnt Dr. Lenz.

Kosten: ca. 1.000 Euro.

Dieser Artikel ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 06/20 erschienen. 

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