MADAME wird geladen...

Der Espresso-Guide für Kaffee-Liebhaber

Was ist eigentlich Espresso? Und wie gelingt uns der perfekte Café Crema daheim? Wir haben beim Barista Ulrich Carroux des Carroux Cafés in Hamburg bei einem Tässchen mal nachgefragt. Mit diesen zehn Fakten werden Sie zum perfekten Espresso-Connaisseur!

Was bildet die Basis für einen richtig guten Espresso?
Was bildet die Basis für einen richtig guten Espresso? (1/10) Carroux

Was bildet die Basis für einen richtig guten Espresso?

Wichtigstes Element ist eine sehr gute Bohne, denn aus einer schlechten Basis lässt sich kein guter Kaffee machen. Wer zu Hause eine Siebträgermaschine verwendet, sollte außerdem darauf achten, dass der Siebträger und die Brühgruppen (das ist der Teil der Maschine, in dem der Kaffee aufgebrüht wird) regelmäßig gesäubert werden. Nur eine saubere Kaffeemaschine lässt den Espresso im Endeffekt optimal zur Geltung kommen. Damit der Espresso nicht so schnell kalt wird, kann die Espresso-Tasse vorher mit heißem Wasser vorgewärmt werden.

Was unterscheidet einen Espresso von einem Kaffee?

Allgemein werden sowohl für Kaffee als auch für Espresso die gleichen Kaffeebohnen verwendet. Die Unterschiede liegen in dem jeweiligen Mischverhältnis der Bohnen und der Dauer der Röstung. Espresso-Bohnen sind dunkler geröstet als die der Cafe Crema, enthalten weniger Säure und sind dadurch bekömmlicher. Kaffeebohnen, die später für die Zubereitung von Espressi verwendet werden, werden ca. 18 Minuten bei 210 -220 Grad geröstet, die Bohnen für die Crema ca. 15 Minuten bei 210 Grad.

Wie erfolgt die Auswahl der Kaffeebohnen für einen Espresso?
Wie erfolgt die Auswahl der Kaffeebohnen für einen Espresso? (3/10) Carroux

Wie erfolgt die Auswahl der Kaffeebohnen für einen Espresso?

Ich beziehe meinen Rohkaffee von einem Bremer Rohkaffeehändler. Ich liebe unkomplizierte Strukturen: Deswegen hat sich meine Espressomischung seit 1998 nicht verändert und besteht seit jeher aus 80 % Arabica-Bohnen und 20 % gewaschener Robusta. Der Rest ist Firmengeheimnis (schmunzelnd).

Wie findet man die perfekte Espresso-Stärke für seinen Typ?
Wie findet man die perfekte Espresso-Stärke für seinen Typ? (4/10) Carroux

Wie findet man die perfekte Espresso-Stärke für seinen Typ?

Übung macht den Meister! Der Geschmack eines Espresso verändert sich je nach Einstellung des Drucks, der Durchlaufzeit, der Wasser- und natürlich auch der Kaffeemenge. Es wird sicherlich einige Versuche brauchen, aber mit ein wenig Experimentierfreudigkeit findet jeder seine perfekte Espresso-Stärke.

Was ist der meist-bestellte Espresso und warum?
Was ist der meist-bestellte Espresso und warum? (5/10) Carroux

Was ist der meist-bestellte Espresso und warum?

Ich biete hier in meinem Stammhaus in Hamburg Blankenese meine klassische Espressomischung an, die wir zweimal wöchentlich selbst nach dem traditionellen Trommelröstverfahren im Ladenlokal rösten. Die Rezeptur ist in Geschmack und Qualität seit der Gründung von Carroux Caffee unverändert und stößt bei meinen Gästen und Kunden seit jeher auf großen Anklang.

Wie bereitet man daheim den perfekten Espresso zu?
Wie bereitet man daheim den perfekten Espresso zu? (6/10) Carroux

Wie bereitet man daheim den perfekten Espresso zu?

Neben den Grundlagen einer idealen Bohne, einer sehr guten, sauberen Maschine sollte darauf geachtet werden, dass pro Espresso (25 ml) das Kaffeepulver etwa 25 Sekunden durchlaufen sollte. Dabei ist ein wenig Präzision gefragt, da eine Durchlaufzeit von weniger als 20 Sekunden den Espresso sauer macht, bei über 30 Sekunden wird er bitter.

Wie muss der Espresso als Grundlage für einen Cappuccino und Latte Macchiato „hergestellt“ werden? – Gibt es überhaupt Unterschiede?
Wie muss der Espresso als Grundlage für einen Cappuccino und Latte Macchiato „hergestellt“ werden? – Gibt es überhaupt Unterschiede? (7/10) Carroux

Wie muss der Espresso als Grundlage für einen Cappuccino und Latte Macchiato „hergestellt“ werden? – Gibt es überhaupt Unterschiede?

Auch für einen Cappuccino, Latte Macchiato oder andere Kaffespezialitäten verwenden wir als Grundlage unsere klassische Espresso-Mischung. Den Unterschied machen dann der Anteil und die Aufbereitung der Milch sowie die Menge des Espressos.

Kann man behaupten, dass sich Kaffeetrinker von Espresso-Liebhabern unterscheiden?
Kann man behaupten, dass sich Kaffeetrinker von Espresso-Liebhabern unterscheiden? (8/10) privat

Kann man behaupten, dass sich Kaffeetrinker von Espresso-Liebhabern unterscheiden?

Das ist reine Geschmackssache und so nicht pauschalisierbar. Wenn man es genau nimmt, ist Espresso ja auch Kaffee ;) Hier geht es eher um individuelle Vorlieben: Ob man eher pur genießt oder beispielsweise cremige Milchmixgetränke bevorzugt!

Wieso trinkt man (für gewöhnlich) einen Espresso nach dem Essen?
Wieso trinkt man (für gewöhnlich) einen Espresso nach dem Essen? (9/10) iStock

Wieso trinkt man (für gewöhnlich) einen Espresso nach dem Essen?

Espresso ist ein perfekter Digestif und ebenso eine wunderbare Alternative zum Dessert. Für mich ist das eine Sache des Genusses: Wer sein Mahl genießt, beendet es mit einer Tasse Espresso. Sein würzig-kräftiger und gleichzeitig samtiger Geschmack ist die ideale Abrundung von jedem Essen.




Anmerkung: Einen Espresso trinkt man übrigens nicht, damit das Essen besser verdaut werden kann - dies ist ein Irrtum! Der Gerbstoff Tannin hemmt die Aufnahme von Eisen, das im Essen enthalten ist. Er bindet es direkt und scheidet es danach wieder aus. Als wichtiges Spurenelement braucht der Körper jedoch das Eisen, weshalb man lieber mit dem Getränk direkt nach dem Essen warten sollte.

Welche Kaffee-Art eignet sich zu welchem Essen (deftig, süß, herzhaft, …)?
Welche Kaffee-Art eignet sich zu welchem Essen (deftig, süß, herzhaft, …)? (10/10)

Welche Kaffee-Art eignet sich zu welchem Essen (deftig, süß, herzhaft, …)?

Zu ganzen Mahlzeiten wie Dinner oder Lunch würde ich niemals einen Kaffee trinken. Dafür ist ein guter Kaffee – ob Cappuccino oder Espresso – einfach zu aromatisch und sollte für sich stehen. Nach dem Essen oder zwischendurch sieht es da schon anders aus – bleibt aber Geschmackssache: Die einen mögen es etwas süßer und milchiger, die anderen haben lieber einen starken Schwarzen in der Tasse.

Ich bin Espresso-Liebhaber und trinke, ob nach dem herzhaften oder süßen Essen, zwischendurch oder schon morgens nach dem Aufstehen, den schwarzen „Kurzen“ – gerne auch als Doppio.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';