Coronavirus

Corona und Weihnachten: Traditionelles Fest "Fiktion"

Weihnachten rückt immer näher und immer mehr Menschen stellen sich die Frage, wie in diesem Jahr trotz Corona gefeiert werden kann. Ein schottischer Klinik-Chef hat zum traditionellen Fest eine klare Meinung: Es sei "Fiktion"

Frau schiebt Tanenbaum auf Schlitten durch den Schnee, der Sohn geht hinterher
Corona und Weihnachten: Traditionelles Fest "Fiktion" Foto: iStock

Noch knapp neun Wochen bis Weihnachten. Neun Wochen, in denen wir hoffen, dass sich die Corona-Pandemie nicht noch weiter verschlimmert - und uns das Fest der Liebe gänzlich vermiest. Denn, wenn weitere Schutzmaßnahmen durch Bund und Länder zur Eindämmung des Virus beschlossen werden, steht das Weihnachtsfest, so wie wir es kennen, auf dem Spiel.

Schottischer Forscher glaubt nicht an ein Weihnachtswunder

Einen Schritt weiter und wesentlich düsterer klingt die Prognose des schottischen Professors Jason Leitch, der erst kürzlich in der BBC-Radiosendung "Good Morning Scotland" verriet: "Wir werden uns nicht in großen Gruppen mit mehreren Familien treffen können - das ist in diesem Jahr Fiktion." Damit löste er in Schottland regelrechte Panik aus, die Bürger könnten nicht mit ihren Liebsten feiern. Die Bestürzung ging sogar so weit, dass die Politik ein klares Statement abgeben soll, wie die Lage zu Weihnachten aussehen könnte.

Wird in Deutschland Gleiches eintreffen?

Hierzulande wird erstmals "normal", wenn auch mit Einschränkungen und Veränderungen geplant. Demnach soll es in diesem Jahr nicht nur zu Sonderregelungen beim Glühweinausschank kommen, sondern auch bei den Gottesdiensten sucht man nach Lösungen, die es möglich machen, dass viele Gläubige auf einmal zur Weihnachtspredigt anwesend sein können. Von Austragungsorten im Freien wie etwa auf einem Marktplatz oder im Stadion ist die Rede...

So hoffnungsvoll das auch klingt, Bundesgesundheitsminister Spahn appelliert dennoch an die Gemeinden und Bürger, gerade in den nächsten Wochen vorsichtig zu sein - schließlich entscheiden diese über die Festlichkeiten im Dezember.

Um es in seinen Worten auszudrücken: "Wir haben es gemeinsam selbst in der Hand".