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Coronavirus

Corona-Maßnahmen: So reagieren andere EU-Länder auf die erneute Ausbreitung

Die erneute Ausbreitung des Coronavirus zwingt auch die anderen EU-Länder in die Knie. Welche Maßnahmen in Dänemark, Frankreich und Co. jetzt angepeilt werden

Landkarte Europa
Corona-Maßnahmen: So reagieren andere EU-Länder auf die erneute Ausbreitung Foto: iStock

Es kann einen immer schlimmer treffen - oder auch besser. So zumindest, wenn man sich die Maßnahmen unserer Nachbarländer und weiterer Staaten Europas anschaut. Auch sie mussten in den letzten Tagen und für die kommenden Wochen Maßnahmen treffen, um die Ausbreitung von Covid-19 nicht weiter in die Höhe schießen zu lassen. Was das, neben einer Maskenpflicht im Freien, Schließungen von Bars oder Versammlungsverbot noch bedeutet? Die wichtigsten Maßnahmen pro Land im Überblick.

Diese Maßnahmen streben andere EU-Länder zur Eindämmung der Pandemie an

Dänemark

Unser nördlichstes Nachbarland hat schon bereits seit Mitte September aufgrund steigender Infektionszahlen die Beschränkungen verschärft. So schließen Restaurants und Bars schon ab 22 Uhr, ein Mund-Nasen-Schutz wurde in den Lokalitäten eingeführt, Versammlungen - auch für private Veranstaltungen - wurde die Teilnehmerzahl von 50 begrenzt und der Nahverkehr soll in der Rushhour vermieden werden. Mit Erfolg: Die Zahlen haben sich in Dänemark etwas erholt, vor allem das stark betroffene Kopenhagen hat den starken Anstieg der Coronafälle mindern können. Einen Grund, diesen Weg nicht weiter fortzusetzen, sieht der Ministerpräsident also nicht. Die Regelungen sollen nach wie vor geltend bleiben.

Frankreich

Frankreich hat die Pandemie stark getroffen. Seit dieser Woche gelten in den Städten Paris, Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe die höchste Warnstufe, ein Schritt vor dem Gesundheitsnotstand. In den Metropolen Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Etienne kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran ebenfalls diese Maßnahme ab dem 31. Oktober an. Zudem mussten alle Bars und Cafés schließen, in Restaurants gelten strenge Hygienerichtlinien. Wollen sich Privathaushalte treffen, muss der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten und Maske getragen werden.

Italien

Der Schock von der letzten Pandemie-Welle mit über 30.000 Todesfällen sitzt bei den Italienern noch tief. Regierungschef Giuseppe Conte führte deshalb seit Anstieg der Zahlen direkt eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit an. Wer dem widersagt, droht eine empfindliche Geldstrafe. Außerdem ordnete die Regierung für Einreisende aus Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Tschechien eine Test-Pflicht an.

Spanien

Ein fragwürdiger Rekord stellte Spaniens Hauptstadt letztens auf: Der dort gemessene Inzidenzwert konnte wöchentlich mehr als 700 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern messen. Einen Teil-Lockdown, der daraufhin in Kraft trat, wurde mittlerweile wieder von der Regionalregierung abgewandt - mit der Begründung der unzulässigen Beschränkung der "Rechte und fundamentalen Freiheiten" der betroffenen 4,5 Millionen Einwohner. Die Zentralregierung Madrids appelliert dennoch an die Bürger der Stadt, das Haus nicht zwingend zu verlassen.

Österreich

Österreich verzeichnet einen neuen Höchststand bei den Neuansteckungen mit mehr als 1.200 Fällen binnen 24 Stunden. Die Regierung fühlte sich zum Handeln veranlasst und rollte wieder die aufgehobene Maskenpflicht  in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Zudem gelten Tirol oder Vorarlberg als Risikogebiete innerhalb des Landes. Auch ein zweiter Lockdown schließt das Ministerium um Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck nicht mehr aus.