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Reise

City Guide Tokio: Die besten Tipps für die japanische Metropole

Hauptstadt für Stilbewusste und Genießer. Tokio fasziniert auf sehr unterschiedlichen Ebenen. MADAME zeigt Ihnen im City Guide, welche Orte Sie nicht verpassen sollten

Tokio von oben mit allen Gebäuden
Der City Guide über Tokio verrät, wo Sie bei ihrer nächsten Reise anhalten sollten iStock

Es ist meine erste Reise in die fast zehn Millionen Einwohner zählende Metropole. Und die Erwartungen sind hochgesteckt. Die meisten Besucher aus dem Freundeskreis sind elektrisiert vom Lifestyle der japanischen Hauptstadt. Das feine Essen! Die ebenso feine Art der Menschen! Die allerfeinste Kunst! Wird man durch die Straßen der Stadt gefahren, fällt zunächst einmal Folgendes auf: Trotz der vielen, vielen Individuen, die hier leben und arbeiten, gibt es kein Verkehrschaos (jeder, der sich ein Auto anschafft, muss einen Parkplatz nachweisen, habe ich mir erklären lassen).

Es ist unerwartet heiß (die Stadt liegt auf demselben Breitengrad wie Kreta), und man verbaut hier gern die Farbe Beige (gibt der City einen leicht altmodischen Anstrich). Die Dezenz und die Höflichkeit, mit der man dem anderen begegnet, haben zur Folge, dass man viel Geduld braucht. Der weiß behandschuhte Taxifahrer schaut eben gern gründlich mit der Lupe auf das Smartphone, auf dem die schon herausgesuchte Zieladresse leuchtet. Und wer shoppen geht, muss darauf gefasst sein, dass die Ware erst einmal umfassend ausgepackt und untersucht wird, bevor sie sorgfältigst verpackt in der Einkaufstüte übergeben wird. Also verhalten wir uns zenartig und genießen die wirklich tollen Facetten der Stadt: die spektakulären Aussichtspunkte überall (das Mori Building, das „Park Hyatt“, der Fernsehturm), das Essen, das so gut ist wie sein Ruf.

Sogar Herz und Lunge eines Tieres ist man bereit zu verspeisen bei einer solchen Qualität (siehe Restaurant-Tipp „Yakitori Toricho“); die avantgardistischen Museen machen Spaß, öffnen Horizont und Herz. Die unterschiedlichen Stadtviertel kann man am besten zu Fuß erlaufen – das schicke Ginza, das ausgehfeine Roppongi, das hippe Shibuya. Meine Plateausandalen-müden Füße habe ich auf diesen Touren mit den wunderbar leichten Sneakers der japanischen Marke Onitsuka Tiger gerettet. Und meine Street Credibility als Mutter rettete ich mit einem hölzernen Samurai-Schwert, das ein sehr alter Mann in einem Haushaltswarenladen aus einer Art Schirmständer zog und das ich zu Hause einem glücklichen Siebenjährigen in die Hand drücken konnte.

Hotels

Aman Tokyo

Sicher das schönste und spektakulärste der Tokioter Hotels. In einer Stadt, in der man eng zusammenlebt, bedeutet so viel Raum Luxus: Schon das kleinste der im Ryokan-Stil eingerichteten Doppelzimmer misst 71 m2. Das Spa lädt auf 2500 m2 und einem 30-Meter-Pool zum Entspannen ein. Das kürzlich renovierte „The Café by Aman“ serviert den ganzen Tag französische Klassiker in der grünen Oase des Otemachi- Waldes am Fuße des gleichnamigen Tower, in deren obersten sechs Stockwerken das Hotel zu Hause ist. DZ ab 949 Euro, aman.com

Palace Hotel

Hell und luftig sind die 290 Zimmer auf 23 Stockwerken, teilweise mit Balkonen und Blick auf die benachbarten Kaisergärten. Besonders nettes Frühstück auf der Terrasse, an der ein Kanal vorbeifließt und Bambusstauden das asiatische Flair verstärken. DZ ab 700 Euro, palacehoteltokyo.com

Trunk Hotel

In unmittelbarer Nähe der beliebten Shopping-Meile Cat Street im Bezirk Shibuya liegt dieses Boutiquehotel mit Organic-Food-Restaurant (indoor und outdoor), Lounge, Bar und Coworking- Space sowie eigenem Conceptstore. Man hat sich hier dem Prinzip des „Socializing“ verschrieben. Die multikulturelle Crowd mit aufgeklappten Laptops freut’s. EZ ab 258 Euro, trunk-hotel.com

Hotel Gajoen Tokyo

Im Jahre 1928 gegründet, punktet das 60-Zimmer- Boutiquehotel mit antiken Holzschnitzereien und Lackarbeiten. Im Park mit Koi- Karpfen-Teich und Wassergärten findet man Ruhe. Im Stadtteil Meguro kann man in das lokale Leben mit kleinen Boutiquen und Restaurants eintauchen. DZ ab 512 Euro, slh.com

Kunst

Mori Building Digital Art Museum

In diesem digitalen Kunstmuseum verschieben sich die Vorstellungen, die man sich von einem Museum macht. Das Kollektiv teamLab Borderless zeigt auf 10 000 m2 Kunst, die 520 Computer und 470 Projektoren generieren. Auf Böden, Hügel und Wänden werden digitale Traumwelten erzeugt, fließen ineinander und spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters. Man wird selbst Teil der Kunst. Es empfiehlt sich, flache Schuhe zu tragen und vorab Karten online zu buchen. borderless.teamlab.art

Museum 21_21 Design Sight

Das von Stararchitekt Tadao Ando und Modedesigner Issey Miyake entworfene Haus hat es sich zum Ziel gesetzt, unsere Perspektive auf Design zu verändern, indem es mit all unseren Sinneswahrnehmungen spielt. Schicht für Schicht werden in Video- und Soundarbeiten Töne, Bilder, Formen und Rhythmen übereinandergelegt. Ein wahrlich multimediales Erlebnis in einem spannenden Gebäude. 2121designsight.jp

Mori Art Museum

Der beeindruckende Mori Tower in Roppongi beherbergt im 53. Stockwerk ein Architekturmuseum, das sich urbanem Leben widmet. „Catastrophe and the Power of Art“ heißt die Ausstellung vom 6.10. bis 20.1.2019. Sie zeigt Arbeiten, die im Hinblick auf Umweltkatastrophen wie das Erdbeben in Japan 2011 entstanden sind. Nicht versäumen: Von der Aussichtsplattform des Gebäudes hat man einen gigantischen Blick auf die Megacity. mori.art.museum/en

Ginza Maison Hermès Le Forum

Wechselnde Ausstellungen bereichern den Art Space im achten Stockwerk des Hermès-Stores im schicken Ginza-Viertel. maisonhermes.jp/en/ginza/le-forum/

Enoura Observatory der Odawara Art Foundation

Im Rücken die Hakone-Berge, im Blick die malerische Sagami- Bucht: Der japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto schuf mit dem Enoura-Observatorium ein bemerkenswertes Kleinod, etwa 1,5 Stunden Autofahrt von Tokio entfernt. Der Komplex umfasst eine Kunstgalerie, eine Bühne aus Glas, ein Teehaus, einen Garten und ein Empfangsgebäude. Jedes Bauwerk fängt die Sonnenstrahlen zu den unterschiedlichsten Tageszeiten auf, reflektiert sie oder bündelt sie auf besondere Weise. Die zum Teil jahrtausendealten Steine und Skulpturen auf dem Gelände sammelte Sugimoto über Jahrzehnte. odawara-af.com/en/

Shopping

Cat Street

Ganz anders als die großen Flagshipstores internationaler Marken in Ginza reihen sich hier auf etwa einem Kilometer kleine lokale Shops, Vintage-Läden, Bars, Nagelstudios, Friseure und Cafés aneinander. Die Cat Street verbindet die Trendviertel Shibuya und Harajuku. Haltestelle Shibuya Station oder Harajuku Station

Beams

Den Conceptstore Beams gibt es in Tokio 21-mal. Wir waren in Shinjuku und haben dort zwischen traditionellen Mitbringseln wie japanischem Geduldsspielzeug, Kimonos und hippen Newcomer-Labels gestöbert. Ideal für einen Trend-Überblick und für ausgefallene Geschenke. www.beams.co.jp/global/

Food

Yakumo Saryo

Eine Galerie, ein Teesalon und ein feines Restaurant werden hier in einem einmaligen Setting kombiniert. Geschmackvoller kann japanisches Interior kaum sein. Allerdings: Wer zum Dinner kommen möchte, muss von einem Stammgast eingeladen werden. yakumosaryo.jp/e/

Tsukiji Fish Market

Ein Muss ist ein Spaziergang über den Fischmarkt, am besten am Vormittag. Die Auslagen regen den Appetit auf einen unkomplizierten Lunch in einem der vielen kleinen Lokale an – oder einen Happen to go. tsukijimarket. or.jp/tukiji_e.htm

Yakitori Toricho

Dieses auf Fleisch- und Fischspieße spezialisierte Mini- Lokal im Keller ist der Hit: Hier probiert man Dinge, die man nie für möglich gehalten hätte wie Knorpel, Herz und Lunge. Roppongi, 7 Chome−10−23

Park Hyatt Bar

Legendär ist die Szene aus „Lost in Translation“, in der Scarlett Johansson und Bill Murray sich an der Bar des „Park Hyatt“ näher kennenlernen. Immer noch legendär sind die Livemusik-Abende und der Wahnsinnsblick aus dem 52. Stockwerk auf die glitzernde Metropole. hyatt.com

Dieser Artikel ist erstmalig in der MADAME-Ausgabe 12/18 erschienen.

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