Brustkrebs: Das geht uns alle an

Brustkrebs ist keine reine Frauenkrankheit, aber: wir sind am häufigsten davon betroffen. Ein Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen und Prävention zu leisten – unsere Pflicht!

Brustkrebs: Alles zur Frauenkrankheit

Zusammenhalt unter Frauen - im Brustkrebsmonat Oktober besonders wichtig. (Shirts von womom.de, Preis: ca.60 Euro)

Brustkrebs : Eine Frauenkrankheit

Brustkrebs – mit einer Rate von über 30 Prozent ist sie die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Laut dem Robert Koch Institut steigt mit circa 69.000 Neuerkrankungen jährlich die Zahlen an – und das nicht nur bei Frauen über 50! Viele der Betroffenen sind weit unter dieser Altersgrenze, was gegen den erwiesenen Prognosen anderer Krebsleiden steht. Ein Grund mehr, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen, denn: Brustkrebs geht uns alle an! Frühes Vorbeugen und ein Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen, kann helfen, Mammakarzinom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Erstaunlich: Zwar steigen die Neuerkrankungen stetig an – allerdings geht die Sterberate jährlich zurück. Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten aus Berlin belegen, dass die 5-Jahres-Überlebensrate nach der Diagnose weit über 80 Prozent liegt. Gute Nachrichten, die wohl auch auf die verbesserten Therapiemöglichkeiten und Früherkennung zurückzuführen sind.
 
Alter und Statistik: Wer ist betroffen zu erkranken? Frauen und Brustkrebs – das passt leider gut zusammen und deshalb auch kein Wunder, dass es so viele weibliche Betroffene gibt. Jede achte Frau ist von Mammakarzinom betroffen. Nähere Betrachtungen zeigen allerdings, dass unterschiedlich viele Frauen in den jeweiligen Altersgruppen erkranken. So wird nur bei lediglich einer von 110 Frauen im Alter von 35 Jahren in den kommenden zehn Jahren Brustkrebs diagnostiziert. Mit 45 Jahren ist dagegen eine von 47 betroffen und je älter man wird, desto höher steigt letztlich auch das Risiko…

Genaue Zahlenübersichten gibt es unter krebsdaten.de.
Brüste abtasten - eine Anleitung nach Dalton Marine Cosmetics

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Der Krankheit vorbeugen Regelmäßiges Abtasten der Brust auf Knötchen und die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen sind die ersten Vorbeugemaßnahmen, die jede Frau ganz leicht selbst durchführen kann. Frauen, die schon innerhalb der Familie sich mit dem Thema Krebs auseinandersetzen mussten, sollten im Hinblick auf Erbveranlagungen sich regelmäßigen Tests unterziehen. Allerdings unterscheiden sich auch die Maßnahmen von Alter zu Alter. Hier die verschiedenen Untersuchungen als Empfehlung für Sie:

Frauen ab 30


Frauen ab 40


Frauen ab 50


Mammografie-Screening: Das Früherkennungsprogramm für Frauen ab 50

Zwischen 2005 und 2009 wurde in Deutschland das Früherkennungsprogramm, die Mammografie, eingeführt. Das Screening bietet Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, sich alle zwei Jahre auf Brustkrebs überprüfen zu lassen. Dazu werden von der zentralen Stelle des Gesundheitsamtes jeweils Einladungen mit einem Terminvorschlag versendet, um den Frauen die Röntgenuntersuchung zu ermöglichen. Das qualitätsgesicherte Programm zur Früherkennung ist in dem genannten Altersbereich auch kostenlos und muss nicht separat gezahlt werden. Doch neben der Tatsache, dass bei einer frühen Krebsdiagnostik die Chancen auf eine Heilung gut stehen – so werden auch Stimmen laut, dass das Programm zur Überdiagnostik und Überbehandlung führe. 

Hier muss ganz klar die Frau selbst die Entscheidung treffen, ob sie den Termin wahrnehmen möchte oder nicht. Die nachgewiesene Strahlenbelastung und Überdiagnostik sprechen gegen das Programm. Gute Trefferquoten (77 von 95 Prozent) und eine schnelle Aufnahme von Behandlungsmöglichkeiten dafür.


 
Brustkrebs Anzeichen


Beim Selbstabtasten oder bei einem vermeintlich harmlosen Arztbesuch können Auffälligkeiten im Brustbereich auftreten, die nicht unterschätzt werden sollten. Ein weiterer Arztbesuch und Untersuchungen sind deshalb unbedingt zu empfehlen. Denn je früher Mammakarzinom festgestellt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung. Während der Arzt durch Blutuntersuchungen und dem reinen Abtasten die Diagnose erstellen kann, können Sie aber auch selbst folgende Symptome an Ihrem Körper erkennen:

Generationsübergreifend: Brustkrebs (Shirts erhältlich unter womom.de)

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Diagnose Brustkrebs – was nun?


„Viele Frauen reißt die Erkrankung erst einmal aus ihrem Alltag“ – so beschreibt Prof. Dr. Isabell Witzel, Leiterin des Brustzentrums am Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die Verkündung der Diagnose. Beruf, Familie und Freunde müssten dann vorerst zurückstrecken. Doch in Panik verfallen helfe nicht. Mit Bedacht sollte aber die nächsten Schritte und eventuellen Therapiemöglichkeiten überlegt werden. Die Medizinerin empfiehlt: „Frauen sollten sich zur Behandlung in ein zertifiziertes Brustzentrum begeben.“ Neben einer umfangreichen Beratung können die Patientinnen auf regelmäßige, qualitätskontrollierte Behandlungen hoffen. Weitere Empfehlung: Das Einholen einer Zweitmeinung.
Die Medizinerin macht aber auch Mut zum Durchhalten: „(…) Nach der Erkrankung leben die Betroffenen bewusster und versuchen, ihren Lebensstil über zum Beispiel Sport und Ernährung zu verändern.“

Die beste Behandlung nach der Diagnose 
Ein Grund für die guten Heilungschancen bei Brustkrebs sind die diversen Behandlungsmethoden. Chemotherapie, Bestrahlung, operative Möglichkeiten, Hormon- und Antikörpertherapien stehen zur Auswahl. Vor allem die Früherkennung und eine bessere Therapie hätten sich in den letzten zehn Jahren verändert. „Die Entwicklung zielt auf eine immer passgenauere und auf die Patientin abgestimmte Therapie hin“, so die Leiterin des Brustzentrums am UKE. Was jedoch nicht möglich ist: Eine allseits greifende Therapiemethode zu benennen. Jede Betroffene und jeder Krankheitsverlauf sind anders, so dass bei jedem eine andere Behandlung in Frage kommt.
 Auch in Sachen Behandlungszeitraum lässt sich keine allgemeingeltende Mindestdauer verzeichnen. Dies hängt immer stark mit der Krebsart und dem Krankheitsstadium ab.
Interessant: Krebspatienten, die offiziell als geheilt gelten, sind nicht gleich gesund. Weitere fünf Jahre müssen nach der Krebsbekämpfung vergehen und mögliche Langzeitnebenwirkungen abgewartet werden, um die Nachsorge endlich abschließen zu können.

Brustkrebsmonat Oktober

Die obligatorische Schleife: Das Symbol für Brustkrebs im Oktober

Brustkrebs bei Männern

Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Jedoch ist der Anteil sehr gering. Wenn bei Frauen jährlich über 69.000 Neuerkrankungen verzeichnet werden, sind es bei Männern gerade mal 650 – circa ein Prozent aller Betroffenen. Was sich jedoch nicht unterscheidet: Die Behandlungsweise. Auch sie erhalten eine persönlich abgestimmte Therapie, die ebenfalls im Brustzentrum behandelt werden kann.
 


Charity: Der Oktober als Brustkrebsmonat

Im Herbstmonat Oktober wird es Pink – der Farbe gegen Brustkrebs. Zahlreiche Unternehmen und Labels rufen mit gesonderten Aktionen zur Initiative gegen Mammakarzinom auf. Mit speziellen Sondereditionen machen sie auf die Krankheit und deren Risiken aufmerksam – alles für einen guten Zweck: Teile der Erlöse werden dann an PINK RIBBON Deutschland oder an den Brustkrebs Deutschland e.V. gespendet. Folgende Aktionen stehen ab dem 01. Oktober im Handel bereit:
Charity-Aktion Brustkrebs

  1. La Mer lanciert für Oktober mit dem"Cleansing Micellar Water“ eine limitierte Edition, die pro verkauftes Produkt 8 Euro an die Brustkrebs-Kampagne 2018 spendet. Preis: 100 ml, ca. 50 Euro 
  2. Bei Dalton Marine Cosmetics kommen 20 Prozent pro verkaufter Vitalizing Body Lotion oder Moisturizing Emulsion dem Brustkrebs Deutschland e.V. zugute. Preis: je 200 ml, ca. 30 Euro
  3. Kevin Murphy setzt mit der Kooperation mit PINK RIBBON Deutschland auf acht pinkfarbene Produkte, um pro verkaufte Pflege zu spenden. Preis z.B. Plumping Rinse: 250 ml, ca. 30 Euro