Medical Beauty

Bleaching: Alles rund um die professionelle Zahnaufhellung

Das Bleachen der Zähne ist eine gängige Methode um das perfekte strahlende Lächeln zu erzielen. MADAME.de spricht mit einem Experten über den Vorgang

Alexandra Lapp mit weißen Zähnen
Bleaching ist eine beliebte Methode zum Aufhellen der Zähne Getty Images

Bleaching: So werden Ihre Zähne strahlend weiß

Ein perlweißes Lächeln ist die Eintrittskarte in viele Branchen: Schauspieler, Models, aber auch Geschäftsleute mit weißen Zähnen strahlen Zuversicht und Selbstbewusstsein aus. Kein Wunder also, dass das Thema rund um die Beißerchen in aller Munde ist und mittlerweile neben gepflegten Nägeln und einer schicken Frisur zum guten Ton gehört.

Weiße Zähne bedeuten jedoch viel Arbeit und einen gesunden, bewussten Lebensstil, der im Umkehrschluss auch Verzicht bedeuten würde. Auch bei größter Sorgfalt ist ein perlweißes Gebiss fast unmöglich zu erzielen und deshalb greifen immer mehr Menschen auf die Methode des Bleachings zurück. Die Zahnaufhellung beim Zahnarzt verspricht ein helleres Ergebnis, ohne Zahnfleisch und Co. anzugreifen.

MADAME.de sprach mit Dr.-medic stom. (RO) Diana Svoboda MSc, MSc, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik für Zahnästhetik und Implantologie in Essen, über das gängigste Verfahren zur Zahnaufhellung.

Diana Svoboda: „Der Klassiker ist das sogenannte In-Office-Bleaching in der Zahnarztpraxis. Nach der eingehenden Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch bespricht der Arzt mit seinem Patienten, welches Behandlungsergebnis gewünscht und realistisch ist. Das Bleaching selbst dauert etwa eine Stunde. Wangen, Lippen und Zahnfleisch werden zunächst abgedeckt, damit sie nicht mit dem Bleachinggel in Berührung kommen. Das wasserstoffperoxidhaltige Bleichmittel wird dann auf die Zähne aufgetragen und mithilfe einer speziellen Blaulichtlampe aktiviert – die Aufhellung beginnt. Je nach gewünschtem Ergebnis wird dieses Verfahren mehrmals wiederholt. Das Home-Bleaching kann der Patient eigenständig durchführen. Dazu nimmt der Zahnarzt zunächst Abdrücke vom Ober- und Unterkiefer und fertigt eine spezielle Bleachingschiene an. In diese Schiene wird dann das Gel eingefüllt und sie wird auf die Zähne gesetzt. Man sollte sie tagsüber oder in der Nacht mehrere Stunden lang tragen und benötigt etwa fünf bis sechs Durchläufe, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Der gesamte Zeitaufwand liegt bei etwa zwei Wochen.“

Wie viel kostet ein Bleaching beim Zahnarzt?

„Das professionelle Bleaching beim Zahnarzt kostet ab circa 500 Euro. Es macht die Zähne um bis zu acht Nuancen heller und der Effekt hält bei guter Zahnpflege zwischen drei bis fünf Jahren.“

Birgt das Bleachen Risiken?

„Die Zahnaufhellung ist ein lang erprobtes Verfahren, das als sehr sicher gilt. Zuvor empfiehlt es sich, oberflächliche Beläge mithilfe einer professionellen Zahnreinigung zu entfernen, damit das Bleachinggel besser auf der Zahnoberfläche wirken kann. Um Risiken auszuschließen, sollte vor dem Bleaching der Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnfleisch überprüft werden. Kariöse Zähne und erkranktes Zahnfleisch müssen vor der Aufhellung behandelt werden, weil ihnen ein Bleaching sonst in der Tat schaden würde.“

Gibt es natürliche Alternativen zum Bleaching?

„Nein, leider nicht. Die schonendste und effektivste Methode ist das klassische Bleaching. Es gibt zwar verschiedene Hausmittel, denen eine ähnliche Wirkung nachgesagt wird, doch davor kann ich nur warnen: Backpulver und Natron schädigen den Zahnschmelz und führen bei häufiger Verwendung sogar zu mehr Verfärbungen. Auch Zitronensäure und pürierte Erdbeeren eignen sich nicht, da ihre Fruchtsäure die Zahnoberfläche angreift und auf lange Sicht der Zahngesundheit schadet. Koch- oder Meersalz konnte keine bleichende Wirkung nachgewiesen werden – sie eignen sich eher für eine Mundspülung.

Eine zahnaufhellende Wirkung durch Ölziehen ist ebenfalls nicht belegt, allerdings fügt diese Methode den Zähnen auch keinerlei Schäden zu. Von anderen Mitteln, wie beispielsweise Zahncremes mit Aktivkohle kann ich auch nur abraten: Bei regelmäßiger Verwendung wird durch den starken Abrieb der Kohlepartikel der Zahnschmelz angegriffen. Man sollte generell darauf achten, dass Zahncremes keine chemischen Aufheller oder Schmirgelpartikel enthalten. Solche Bestandteile greifen den Zahnschmelz an und können die Zähne nachhaltig schädigen.“

Diana Svoboda MSc, MSc, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik
Diana Svoboda MSc, MSc, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik diPura Zahnklinik
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