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Ayurveda-Typen: Sind Sie Vata, Pitta oder Kapha?

Bei Ayurveda-Typen unterscheidet man in drei Kategorien: Vata, Pitta und Kapha. MADAME.de erklärt, wie die sogenannten Doshas auch Ihr Leben beeinflussen

Kerzen und Steine
Ihr Erscheinungsbild und Ihre Gesundheit geben Auskunft über Ihren Ayurveda-Typ iStock

Ayurveda-Typen: Welcher Typ sind Sie?

Ayurveda wird bereits seit über 6.000 Jahren praktiziert und gilt als wichtiger Teil der Komplementärmedizin. Die altindische Heilmethode behandelt Körper und Geist ganzheitlich – oft ist in diesem Zusammenhang von den Ayurveda-Typen Vata, Pitta und Kapha die Rede, nach denen sich kleine und große gesundheitliche Probleme individuell behandeln lassen. Doch was hat es damit eigentlich auf sich und wie lässt sich herausfinden, wozu man selbst zählt? Hier erhalten Sie die wichtigsten Fakten rund um die traditionelle Lehre.

Was steckt hinter den Ayurveda-Typen?

In der ayurvedischen Heilkunde stehen drei Lebensenergien, die sogenannten Doshas, im Mittelpunkt: Der Lehre nach bestimmen sie je nach Ausprägung die individuelle Persönlichkeit und Verfassung jedes Menschen. Vata, Pitta und Kapha sind somit nicht nur verantwortlich für das Aussehen und das Verhalten, sondern auch für eventuelle psychische oder körperliche Erkrankungen sowie seelische Belastungen. Letzteres geschieht angeblich, wenn die drei Lebensenergien ins Ungleichgewicht geraten. Um Körper und Geist besser zu verstehen, ist es der ayurvedischen Lehre zufolge wichtig, seinen eigenen Typ zu kennen und so bei einer Imbalance mit passender Ernährung, Verhaltensweisen und ayurvedischen Therapien wie Ölmassagen und Heilkräutergaben entgegenwirken zu können.

Verschiedene Körperformen
Vata, Pitta und Kapha: Welcher Ayurveda-Typ sind Sie? iStock

Ayurveda-Typ: Vata

Vata heißt ins Deutsche übersetzt “Wind” – damit werden die wichtigsten Bewegungen unseres Körpers symbolisiert. Das Atmen, der Herzschlag und die Verdauung spielen als Vata-Funktionen eine essentielle Rolle, aber auch der Bewegungsapparat ist Teil dieses Doshas.

Vata-Typen werden mit den Eigenschaften leicht, beweglich und trocken in Verbindung gebracht. Sie gelten aber vor allem auch als wechselhafte Menschen. Darüber hinaus erkennt man einen Vata-Typ an den folgenden Merkmalen:

●    zierliche Statur, leichter Körper

●    dünne, kühle und trockene Haut

●    gekräuseltes, dünnes Haar

●    ein langes, kantiges Gesicht mit schmalen Lippen, markanten Zähnen und dünner Nase

●    neigt zu spontanen Handlungen und lässt sich schnell begeistern, vergisst aber auch vieles und ist schnell erschöpft

●    hat einen leichten Schlaf oder neigt zu Schlafstörungen

●    auch Gemütsschwankungen sind typisch, macht sich schnell Sorgen

●    unregelmäßige Verdauung

Besteht ein Ungleichgewicht, verstärken sich diese Eigenschaften noch. Trockene Haut, Schlaflosigkeit und Nervosität können die Folge sein. Um solchen Belastungen entgegenzuwirken, empfiehlt die Ayurveda-Heilkunde Vata-Typen warmes und feuchtes Essen wie Eintöpfe und Suppen. Diese sollen die typischen Eigenschaften des Doshas reduzieren.

Auch Stress sollte unbedingt vermieden werden. Damit lässt sich ein Schlafdefizit angehen und die Sprunghaftigkeit hält sich in Grenzen.

Ayurveda-Typ: Pitta

Pitta (zu deutsch “Galle”) symbolisiert Feuer und Wasser – zwei Elemente, die für Veränderung und Verarbeitung stehen und somit die Stoffwechselprozesse des Körpers, aber auch die Entwicklung von Gedanken beschreiben.

Als Eigenschaften werden oft die Adjektive flüssig, scharf, leicht ölig und sauer genannt. Außerdem gibt es folgende körperliche und psychische Merkmale:

●    weiche, glänzende, warme Haut mit Sommersprossen

●    feines Haar in Blond- oder Rottönen

●    reagiert bei Sonne empfindlich

●    Haut neigt zu Rötungen

●    Statur und körperliche Ausdauer sind durchschnittlich

●    herzförmiges Gesicht, spitze Nase und durchschnittlich großer Mund

●    geregelte Verdauung und gesunder Appetit

●    stellt sich gern Herausforderungen, neigt aber zu Wutausbrüchen

Liegt Pitta im Übermaß vor, kann es zu emotionalen Ausbrüchen, Migräneschüben, Magenproblemen, Sodbrennen und geröteten Hautstellen kommen.

Es ist dann ratsam, zum Beispiel auf scharfe Lebensmittel sowie auf Alkohol zu verzichten, salzarm zu kochen, kein rotes Fleisch, Zitrusfrüchte oder Milchprodukte zu sich zu nehmen. Außerdem können Pitta-Typen durch sportliche Aktivität besonders gut Stress abbauen.

Ayurveda-Typ: Kapha

Kapha bedeutet so viel wie “Schleim” – die dritte Lebensenergie soll Ayurveda-Experten zufolge für die Stabilität und somit für Ruhe, Immunabwehr und Ausdauer sorgen. Seine Bestandteile sind Erde und Wasser. Die Eigenschaften von Kapha werden in der Ayurveda-Lehre unter anderem als schwer, ölig, klebrig, kühl und süßlich bezeichnet.

Auf den Körper übertragen bedeutet dies, dass Kapha-Typen für gewöhnlich stark und robust sind, was auch für das Immun- und Lymphsystem gelten soll. Weitere Merkmale: 

●    weiche, kühle, fettige Haut

●    rundes, volles Gesicht mit großer Nase und vollen Lippen

●    kräftiger Körperbau und gute Ausdauer

●    volles, glänzendes Haar in Brauntönen

●    Tendenz zum Übergewicht

●    guter Schlaf

●    langsame Verdauung und durchschnittliches Hungergefühl

●    gutmütiger, ausgeglichener Charakter

Liegt allerdings ein Kapha-Überschuss vor, könnten Heilkundlern zufolge fehlender Antrieb, Übergewicht, Nebenhöhlenerkrankungen und sogar schwere Krankheiten wie Diabetes und Krebs die Folge sein. 

Um ein Übermaß wieder auszugleichen, wird scharfes Essen in gesunden Mengen empfohlen, schwere Kost dagegen soll kontraproduktiv sein – Süßigkeiten und deftige Speisen, insbesondere in großen Mengen, sind daher tabu. Aber auch Sport und das Auslassen des träge machenden Mittagsschlafs kann sich positiv auswirken.

So wenden Sie Ayurveda im Alltag an

Damit Ayurveda Körper und Geist in Einklang bringen kann, sollte es Experten zufolge regelmäßig praktiziert werden. So könnten schon genügend nächtlicher Schlaf durch rechtzeitiges Zubettgehen sowie geregelte Essenszeiten zu einer Verbesserung der allgemeinen Verfassung führen und verhindern, dass die Doshas ins Ungleichgewicht kommen. Aber auch Yoga als leichter Sport hilft dabei, den Körper in Einklang zu halten.

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