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Health

Ayurveda Ernährung: Das steckt dahinter

Als eines der ältesten Naturheilverfahren wird Ayurveda bis heute aktiv praktiziert. Wir erklären, auf was Sie dabei achten müssen und wie Sie Körper und Geist mit der Ayurveda Ernährung am besten reinigen

Curry mit Reis und Brot angerichtet auf dem Tisch
Reis ist bei der Ayurveda Ernährung ein wichtiger Bestandteil iStock

Was ist Ayurveda Ernährung?

Ayurveda gilt als eines der ältesten Naturheilverfahren der Welt und liegt zunehmend im Trend. Immer mehr Menschen wollen mit dieser Heilmethode ihren Körper entgiften und seelisch zur Ruhe kommen. Ursprünglich kommt Ayurveda aus Asien – besonders in Indien und Sri Lanka wird das Verfahren nach strengen Regeln umgesetzt und sogar wissenschaftlich gelehrt. In Europa nutzt man Ayurveda hingegen oft für Wellness-Kuren. Der große Vorteil dieser Alternativmedizin: Anstatt sich auf eine therapeutische Einzelmaßnahme zu beschränken, beschäftigt sich Ayurveda mit der Gesundheit des gesamten Körpers und Geistes

Wichtig dabei ist auch das leibliche Wohl: Für die Ayurveda Ernährung ist nicht nur relevant, was man isst, sondern auch wie man isst. Dazu zählt die bewusste Einnahme der Mahlzeiten - in aller Ruhe und ohne Zeitdruck. Das Essen ist stets gut gewürzt und sollte viel gekaut werden, um nicht nur seinen vollen Geschmack zu entfalten, sondern auch besser verdaut zu werden.

Die drei Grundprinzipien von Ayurveda

Grundlage für eine erfolgreiche Ayurveda-Kur, die individuell auf jeden Menschen zugeschnitten ist, sind die drei energetischen Grundprinzipien des Lebens, auch „Doshas“ genannt. Das Wort bedeutet soviel wie „Fehler“ oder „Fehlerpotenzial“. Laut Ayurveda-Lehre trägt jeder Mensch diese „Doshas“ in sich, bestenfalls befinden sich diese in einem Gleichgewicht. Ist das nicht der Fall, treten Fehler im System auf, die sich in körperlichen oder seelischen Beschwerden äußern. Das sind die drei energetischen Grundprinzipien:

  • Vata: Hierbei handelt es sich um das Bewegungsprinzip, also alle bewussten und unbewussten Bewegungsabläufe sowie die Funktion des Kreislaufs und den Körperbau des einzelnen Menschen.
  • Pitta: Dieses „Dosha“ beschäftigt sich mit dem Stoffwechselprinzip, also insbesondere der Funktion des Magen- und Darm-Traktes.
  • Kapha: Die körperliche und geistige Stärke des Körpers wird von diesem Strukturprinzip geregelt. Zudem sorgt ein gut funktionierendes „Kapha“ für ein starkes Immunsystem.

Die richtige Ernährung für Ihren "Dosha"-Typ

Vor einer Ayurveda Kur wird in einem ausführlichen Gespräch und anhand einer Pulsdiagnose von einem Arzt abgeklärt, welcher „Dosha“-Typ Sie sind. Anschließend bekommt jeder Patient eine individuell auf ihn zugeschnittene Kur zusammengestellt, die aus einer speziellen Ayurveda Ernährung besteht. Je nach "Dosha"-Typ sollten Sie sich wie folgt ernähren:

Der Vata-Typ: Menschen, bei denen „Vata“ im Ungleichgewicht ist, leiden oft unter Appetitlosigkeit, haben Verdauungsprobleme und Schlafstörungen. Für diesen Typ empfiehlt sich leicht verdauliche und ölige Nahrung - wie Hülsenfrüchte, Eier, Hafer, brauner Reis und gekochtes Gemüse. Geeignete Gewürze sind Ingwer, Nelke, Safran und Zimt. Vermieden werden sollten blähende Lebensmittel wie Pilze, Kohl und Rohkost.

Der Pitta-Typ: Patienten mit unausgeglichenem „Pitta“ haben häufig Infekte und Hautkrankheiten. Sie sollten daher ölige und scharfe Speisen sowie Alkohol, Weißmehl und Kaffee meiden. Stattdessen sind bittere, herbe Speisen gut geeignet - wie beispielsweise Kohl, Brechbohnen, Erbsen aber auch Kartoffeln. Die besten Gewürze für den Pitta-Typ sind Koriander, Kurkuma und Kardamon.

Der Kapha-Typ: Kapha“-Typen neigen eher zu Übergewicht und Antriebslosigkeit. Gemieden werden sollten in diesem Fall vor allem fettige und schwere Mahlzeiten sowie Zucker und Weißmehlprodukte. Stattdessen empfehlen Ärzte leicht scharfe Speisen - bestenfalls mit Chili oder Ingwer gewürzt sowie viel frisches Obst und Gemüse - dazu zählen beispielsweise Mungobohnen, rote Linsen, Paprika oder Spargel. Die letzte Mahlzeit des Tages sollte eine leichte sein - Suppen eigenen sich dafür besonders gut.

Was alle "Dosha"-Typen eint ist die Tatsache, dass zu den Mahlzeiten häufig Reis gereicht wird und es stets frisches Gemüse gibt. Wichtig ist für alle zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Am besten geeignet für eine Kur sind Ingwer- und Kräutertees, die der Verdauung zugute kommen.

Ablauf einer Ayurveda Kur

Eine Ayurveda Kur sollte nicht weniger als fünf Tage dauern, um Körper und Geist die Zeit zu geben, auf die Anwendungen zu reagieren und sich selbst zu reinigen. Dabei werden laut Ayurveda Ernährung täglich drei Mahlzeiten eingenommen, auf Zwischenmahlzeiten wird verzichtet. Auch sogenannte toxische Lebensmittel wie Käse oder Wurst werden während der Kur vom Speiseplan gestrichen. Das Ingwerwasser und die Kräutertees sollen zudem den Magen beruhigen und das Blut reinigen.

Ergänzt wird diese Form der Ernährung mit speziellen Körperbehandlungen, Dampfbädern und Ayurveda Massagen, die die Entschlackung des Körpers anregen und dabei helfen, die Hautoberfläche zu erneuern. Für innere Ruhe und die Entspannung des Geistes sorgen Yoga-Stunden sowie Entspannungs- und Atemübungen. 

Ayurveda Rezept für Zuhause: Gemüse mit Koriander-Soße

Zu beliebten Ayurveda Rezepten für Zuhause zählt beispielsweise buntes Gemüse auf Reis mit einer Koriander-Soße. Folgende Zutaten werden dafür benötigt:

  • 400 g Gemüse je nach Saison (wie Bohnen, Karotten, Kartoffeln und Brokkoli)
  • 1 EL flüssiges Ghee (Butterersatz ohne Milcheiweiß)
  • 1 ¼ TL Kreuzkümmelsamen
  • ½ TL Bockshornkleesamen
  • 8 Schwarzpfefferkörner
  • 4 Nelken
  • ½ TL Paprikapulver
  • ½ TL Kurkumapulver
  • 1 ¼ TL Salz
  • 150 ml Kokosmilch
  • 50 ml Wasser
  • 1 Handvoll frische gehackte Korianderblätter

Und so geht's:

  1. Das Gemüse waschen, Karotten und Kartoffeln schälen und alles klein schneiden.
  2. Ghee oder Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kreuzkümmelsamen, Bockshornkleesamen, Schwarzpfefferkörner und Nelken darin leicht goldbraun anrösten.
  3. Gemüse, Kurkuma, Paprika und Salz hinzugeben. Das Ganze bei mittlerer Hitze und unter Wenden andünsten.
  4. Kokosmilch und das Wasser hinzugeben und alles köcheln lassen bis das Gemüse weich ist.
  5. Frische Korianderblätter beimischen - fertig.
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