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Kuratiert aus Ausgabe Januar/Februar 2026
Die Hautalterung nicht nur kaschieren, sondern verlangsamen oder sogar umkehren – das verspricht Collagen Banking. Dabei sollen Treatments und Nahrungsergänzungsmittel die Kollagenproduktion und somit die körpereigene Regeneration von innen heraus ankurbeln. Aber wie funktioniert das genau, und was ist dran an dem Trend?
Der Begriff ist ein bisschen irreführend, denn beim Collagen Banking geht es nicht darum, Kollagen nur zu „lagern“, sondern – um im Bild zu bleiben – den Kontostand deutlich aufzubessern. Und das am besten schon vorbeugend, damit die Haut möglichst lange fest und prall bleibt. „Früher hat man Falten einfach aufgefüllt, und das wiederholt, wenn der Effekt nachließ. Aber die Haut altert in dieser Zeit weiter. Heute geht es darum, sie zu unterstützen, sich selbst zu regenerieren – und da spielt Kollagen die Hauptrolle“, erklärt Dermatologe Dr. Christian Merkel. Denn Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein der Haut. „Es bildet ein starkes, aber flexibles Netzwerk, das wie ein Gerüst für Festigkeit, Elastizität und Feuchtigkeit sorgt“, sagt Dr. Jan-Christoph Kattenstroth, Geschäftsführer von Quiris Healthcare. Doch mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion ab – etwa ab dem 25. Lebensjahr jedes Jahr um rund ein Prozent. „Die Haut verliert an Spannkraft, und Falten entstehen“, so Kattenstroth. Äußere Faktoren wie UV-Strahlung, Rauchen oder Stress beschleunigen den Abbau.
Die Idee des Collagen Bankings setzt genau hier an: mit eiweißreicher Ernährung und Supplements, Hautpflege und ästhetischen Treatments, idealerweise sogar kombiniert. „Eingenommen wird Kollagen im Körper in kleinere Peptide zerlegt. Über die Blutbahn gelangen sie in die Haut, wo sie die Zellen anregen, wieder mehr körpereigenes Kollagen und Hyaluronsäure zu bilden“, erklärt Dr. Kattenstroth. „Aber nur wenn ihre Aminosäuresequenz der des menschlichen Kollagens besonders ähnlich ist, erkennt die Hautzelle sie als relevant und startet die Produktion.“ Auch Cremes mit Peptiden oder Retinol können unterstützend wirken, und apparative Methoden wie Radiofrequenz, HIFU (hoch-intensiv fokussierter Ultraschall) oder Microneedling, die Mikroverletzungen in der Haut verursachen, regen die Kollagensynthese nachweislich an. Das gilt auch für Injektionen mit sogenannten Biostimulatoren. Begleitend dazu empfiehlt Dr. Merkel Kollagenpräparate zum Einnehmen: „Die Verfügbarkeit im Organismus ist dann maximal.“