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Stil-Analyse: Romy Schneider

Stil-Analyse: Romy Schneider Stil-Analyse: Romy Schneider
Schauspielerin Romy Schneider am Set des Films „Qui?“ (Il cadavere dagli artigli d'acciaio) unter der Regie von Leonard Keigel.(Foto: Getty Images)

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Die Wiener Schauspielerin war neben Marlene Dietrich eine der einzigen deutschsprachigen Schauspielerinnen ihrer Zeit, die es schafften, international erfolgreich zu werden. Doch auch neben ihren Filmrollen gehört Schneider bis heute zu den prägenden Stilikonen der siebziger Jahre - elegant, feminin und zeitlos.

Romy Schneider war im 20. Jahrhunderts eine der bekanntesten Schauspielerinnen Europas. Geboren wurde sie 1938 in Wien und wurde bereits in jungen Jahren durch Filme wie „Der Swimmingpool“, „Die Dinge des Lebens“ oder „Das alte Gewehr“ bekannt. Ihre jedoch berühmteste Rolle und großer Durchbruch, der sie international bekannt machte, waren die „Sissi“- Filme. Später entwickelte sie sich zu einer vielseitigen Charakterdarstellerin und arbeitete mit bedeutenden Regisseuren in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen. Besonders in Frankreich galt sie als Filmikone und wurde für ihren „Pariser Chic“ bewundert.

Ihre Kleidung stand nie im Vordergrund, sondern unterstützte ihre Ausstrahlung und ihre markant blauen Augen. Besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelte sie einen Look, der zwischen klassischer Eleganz und moderner Schlichtheit balancierte und damit zeitlos wirkte. Charakteristisch für ihren Stil waren figurbetonte Silhouetten, denn sie trug häufig elegante Abendkleider, Röcke und Alltagskleider mit klaren, meist A-Linien Schnittformen. Diese bestanden oftmals aus Seide, Satin, Tweed oder aus feiner Wolle. Ein bekanntes Beispiel sind ihre schlichten und edlen schwarzen oder weißen Cocktailkleider, die sie bei Filmfestivals und öffentlichen Auftritten trug. Ebenso typisch waren Hosenanzüge in gedeckten Farben wie Schwarz, Grau oder Beige, welche indirekt ihre selbstbewusste Seite unterstrichen. Auch im Alltag setzte Romy Schneider auf eine reduzierte, jedoch stets hochwertige Garderobe. Sie kombinierte schlichte Blusen, enganliegende Rollkragenpullover und gerade geschnittene Chinohosen, gerne mal ergänzt durch lange Mäntel. Besonders bekannt war ihre Vorliebe zu langen, schlichten Wollmänteln und Trenchcoats, die ihren Look gezielt abrundeten.

Romy Schneider im Februar 1963. (Foto: Getty Images)

Farblich bevorzugte sie eine zurückhaltende und neutrale Palette. Schwarz spielte eine zentrale Rolle in ihren Outfits und wurde häufig mit Weiß, Beige oder dunklen Naturtönen kombiniert. Muster waren selten und, wenn überhaupt, sehr dezent eingesetzt. Dadurch entstand ein ruhiger, harmonischer Gesamteindruck ihrer Outfits. Den Glamfaktor gaben Elemente wie Pelzmäntel und Hüte, Kleider oder Blusen aus Spitze und achtsam gesetzte Farbakzente in Pastellblau, Rosa oder einem weichen Buttergelb. Schneider wurde, vor und hinter der Kamera, zum Inbegriff von „Pariser Chic“, denn ihre modisch hochwertigen Roben waren von Chanel, Yves Saint Laurent oder Dior.

Romy Schneider 1960 in Cannes. (Foto: Getty Images)

Die Raffinesse ihres Stils zeigte sich vor allem in den Details: schlichte Perlenketten, dezenter Goldschmuck oder elegante Sonnenbrillen und vor allem Seiden-Foulards waren ihre Accessoire-Begleiter. Auch ihre Beauty-Ästhetik unterstützte diesen Look; meist trug sie ein natürliches Make-up mit betonten Augen und leichtem Lippenstift sowie eine klassische, oft locker gesteckte Frisur oder mittellange, wellige lange Haare.
Die Kombination aus ihrem schauspielerischen Talent und ihrem feinen Gespür für Mode machte Schneider zu einer Stilikone ihrer Zeit – aber sie inspiriert auch bis heute die Modewelt, denn ihre Looks und Stylings waren zeitlos, glamourös und generationsprägend.

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