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Ab dem 24. Juni ist das Palais de Tokyo in Paris Schauplatz der ersten großen Pariser Ausstellung des Mailänder Schmuckhauses Pomellato. „Le Joaillier Révolutionnaire“ läuft bis zum 20. Juli 2026 und zeichnet die prägenden Entwicklungen der Maison seit ihrer Gründung 1967 nach – von Stil und Handwerk über Farbe und Bildsprache bis hin zu einem dezidiert weiblichen Blick auf Schmuck.
Kuratorin ist Alba Cappellieri, Professorin für Schmuckdesign am Mailänder Politecnico. Sie zeigt, wie Pomellato in einer Branche, die traditionsreichen ästhetischen Codes und symbolischen Bedeutungen verhaftet war, konsequent einen anderen Weg einschlug: in der Form, in den Materialien und darin, wie Schmuck getragen und verstanden werden kann.
Einen zentralen Raum nehmen die Kampagnen der Maison ein. Lange bevor Bildkommunikation zum Standard im Luxussegment wurde, arbeitete Pomellato mit den einflussreichsten Fotografen ihrer Zeit zusammen: Gian Paolo Barbieri, Helmut Newton, Albert Watson, Horst P. Horst, Lord Snowdon, Javier Vallhonrat, Michel Comte und Herb Ritts. Ihre Arbeiten bilden ein visuelles Archiv, das die Entwicklung der „Pomellato-Frau“ über die Jahrzehnte hinweg sichtbar macht. Newtons Schwarz-Weiß-Aufnahmen, Barbieris sinnliche Mailänder Eleganz und Ritts' skulpturaler Umgang mit Licht zeigen eine Marke, die die kulturelle Kraft von Bildern früh erkannte.
Die Ausstellung ist, so Pomellato-CEO Sabina Belli, „kein Rückblick, sondern ein lebendes Archiv: ein Dialog zwischen Erbe und Weiterentwicklung“ – für die Handwerkerinnen und Handwerker, die jedes Stück formen, und für die Frauen, die Pomellato tragen.
Teil der Schau ist auch die Initiative „Pomellato for Women“, die 2017 ins Leben gerufen wurde, um Gleichberechtigung zu fördern und den Kampf gegen Gewalt an Frauen zu unterstützen.
Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist über die Website unter palaisdetokyo.com möglich.