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Muss ich wissen, was ein ETF ist?

Muss ich wissen, was ein ETF ist? Muss ich wissen, was ein ETF ist?

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ETFs sind überall – in Podcasts, auf LinkedIn oder bei der Freundin, die plötzlich von „Diversifikation“ spricht. Verstanden habe ich sie persönlich noch lange nicht. Über Finanzbegriffe, die man kennen sollte, und warum nicht immer gleich Panik angesagt ist.

Beim wöchentlichen Catch-up in unserem Lieblingscafé stöhnt meine Freundin neben mir auf, den Blick aufs Handy gerichtet. Verwirrt frage ich sie, ob sie die Wäsche in der Waschmaschine vergessen hat. „Schlimmer“, sagt sie. „Meine ETFs sind abgestürzt.“ Ich nicke verständnisvoll und tue so, als wüsste ich genau, wovon sie spricht. In Wahrheit verstehe ich nur Bahnhof. ETFs klingen für mich eher nach etwas, das man besser behandeln lässt, als nach finanzieller Vorsorge. Von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe, lasse ich normalerweise die Finger. Das war schon immer mein Motto. Und bisher hat mich diese Strategie durchs Leben gebracht – mal besser, mal schlechter.
Das Problem ist nur: ETFs sind plötzlich überall. Freund:innen reden darüber, Kolleg:innen sowieso, und gibt man den Begriff bei Google ein, ist die zweite Frage „Was ist ein ETF“. Diese könnte direkt von mir stammen. Offenbar geht es vielen so: Man weiß, dass man sich damit beschäftigen sollte, aber nicht so recht, wo man anfangen soll – oder warum überhaupt. Grob gesagt sind ETFs eine Art Sammelpaket. Man kauft nicht eine einzelne Aktie, sondern gleich viele auf einmal. Keine große Wette, eher ein stilles Mitgehen. Steigt ein Unternehmen an Wert, freut man sich. Fällt es, wird im Lieblingscafé gestöhnt. Mehr muss man fürs Erste eigentlich nicht wissen.
Niemand muss erklären können, wie genau ein Index funktioniert. Aber ein Grundverständnis schadet nicht. Schon allein, um beim Smalltalk nicht auszusteigen oder beim Wort ETF innerlich zusammenzuzucken. Und vielleicht auch, um das eigene Geld nicht ausschließlich auf dem Konto versauern zu lassen, wo es zuverlässig weniger wird, ohne dass man es merkt.

Vielleicht ist es ein bisschen wie mit der Waschmaschine: Man muss sie nicht auseinandernehmen können. Aber zu wissen, was sie grundsätzlich tut, beruhigt. Und falls die ETFs doch mal wieder fallen – hilft es, zumindest zu wissen, warum. Oder man trinkt einfach noch einen Cappuccino. Je nach Kurslage.

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